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Parallellesung der Bibel
Hoffnung für Alle
Auflage 2017
Du hast keinen Grund zur Freude, Israel! Du wirst nicht länger jubeln und Feste feiern wie die Völker ringsum! Denn du hast deinen Gott verlassen und läufst anderen Göttern nach, ja, du verkaufst dich an sie auf all deinen Dreschplätzen.
Israel, freue dich nicht, juble nicht wie die Völker! Denn du hast Unzucht getrieben und deinen Gott verlassen; auf allen Dreschtennen hast du den Lohn dafür geliebt.
Doch Getreide und Wein werden zu Ende gehen, und auch Most wird es nicht mehr geben.
Tenne und Kelter werden ihnen die Nahrung verweigern und der Most wird sie im Stich lassen.
Ihr werdet nicht in diesem Land bleiben, das der HERR euch gegeben hat: Ihr Leute von Ephraim werdet nach Ägypten zurückkehren oder nach Assyrien verschleppt werden. Dort könnt ihr dem HERRN keine Trank- oder Schlachtopfer mehr darbringen. Denn alles, was ihr dort esst, ist unrein und wird euch unrein machen — wie Brot, das man in einem Trauerhaus verzehrt. Es stillt zwar euren Hunger, aber in den Tempel könnt ihr es nicht bringen.
Im Land des HERRN dürfen sie nicht mehr wohnen; Efraim muss nach Ägypten zurückkehren und in Assur müssen sie unreine Speisen essen.
Wie wollt ihr dann eure Feste zu Ehren des HERRN feiern?
Was wollt ihr dann tun am Feiertag, am Festtag des HERRN?
Diejenigen von euch, die aus dem verwüsteten Land fliehen, werden in Ägypten den Tod finden und in Memfis begraben werden. Euer kostbares Silber wird von Unkraut überwuchert, und Dorngestrüpp wächst in euren Zelten.
Ja, sie sind weggegangen wegen der Verwüstung; doch Ägypten wird sie einsammeln, Memfis sie begraben. Was sie an Kostbarem mit ihrem Silber erwarben — das Unkraut wird sich seiner bemächtigen und Dornen werden in ihren Zelten wachsen.
Die Zeit der Abrechnung ist gekommen; jetzt werdet ihr Israeliten für eure Taten bestraft! Ihr werdet schon sehen. Ihr sagt: »Der Prophet ist ein dummer Schwätzer, ja, der Mann ist von allen guten Geistern verlassen!« Weil ich eure große Schuld beim Namen nenne, bin ich euer Todfeind geworden.
Gekommen sind die Tage der Strafe, gekommen sind die Tage der Vergeltung; Israel wird es erleben. Sie sagen: Der Prophet ist ein Narr, der Geistesmann ist verrückt. Zur Fülle deiner Schuld kommt die Größe der Feindseligkeit hinzu.
Doch Gott hat mich zu einem Propheten gemacht, damit ich euch warne. Ihr aber versucht, mich wie einen Vogel in die Falle zu locken! Wo ich gehe und stehe, seid ihr hinter mir her, sogar im Haus meines Gottes.
Der Späher Efraims ist bei meinem Gott: der Prophet. Die Falle des Vogelstellers ist auf all seinen Wegen, Feindseligkeit ist sogar im Haus seines Gottes.
Ihr seid durch und durch verdorben, wie damals die Leute von Gibea. Doch der Herr lässt euch nicht ungestraft davonkommen, sondern wird euch für eure Schuld zur Rechenschaft ziehen!
Sie haben eine tiefe Grube gegraben wie in den Tagen von Gibea. Doch der HERR wird ihrer Schuld gedenken und sie heimsuchen für ihre Sünden.
Der Herr sagt: »Als ich dem Volk Israel zum ersten Mal begegnete, da war es, als hätte ich Trauben in der Wüste gefunden. Eure Vorfahren waren für mich wie die ersten köstlichen Früchte des Feigenbaums. Doch bald liefen sie dem Gott Baal-Peor nach und verschrieben sich diesem abscheulichen Götzen, ja, sie wurden genau wie er!
Wie man Trauben findet in der Wüste, so fand ich Israel; wie die erste Frucht am jungen Feigenbaum, so sah ich eure Väter. Sie aber kamen nach Baal-Pegor und weihten sich der Schande; da wurden sie so abscheulich wie der, den sie liebten.
Darum wird Ephraims Größe und Herrlichkeit so schnell schwinden, wie Vögel davonfliegen. Keine israelitische Frau wird mehr Nachwuchs bekommen, keine schwanger werden und ein Kind zur Welt bringen.
Efraim — wie ein Vogel fliegt seine Herrlichkeit davon: Es gibt keine Geburt mehr, keine Schwangerschaft, keine Empfängnis.
Die Kinder, die sie dann noch großziehen, lasse ich sterben. Kein Einziges wird übrig bleiben. Ja, wehe den Israeliten, wenn ich ihnen den Rücken kehre!
Selbst wenn sie ihre Kinder großziehen, mache ich sie kinderlos — kein Mensch ist mehr da. Ja, weh auch ihnen selbst, wenn ich mich von ihnen abwende.
Ich hatte Ephraim wie eine junge Palme auf fruchtbarem Boden gepflanzt. Doch nun muss es seine Söhne an ihre Mörder ausliefern.«
Efraim — wie ich es sah, sollte es eine Palme werden, gepflanzt in der Oase. Aber nun ist Efraim dazu da, seine Kinder dem Schlächter zuzuführen.
Ach, HERR, musst du sie wirklich zur Rechenschaft ziehen? Dann strafe sie damit, dass sie unfruchtbar werden und nie wieder ein Kind stillen können!
Gib ihnen, HERR, was du ihnen geben willst: Gib ihnen unfruchtbaren Mutterschoß und vertrocknete Brüste!
Der Herr sagt: »In Gilgal hat sich gezeigt, wie verdorben sie sind, ja, dort habe ich angefangen, sie für ihre Bosheit und ihre Verbrechen zu hassen. Darum vertreibe ich sie jetzt aus meinem Land, ich will sie nicht länger lieben! Die führenden Männer des Volkes lehnen sich allesamt gegen mich auf.
Ihre ganze Bosheit geschah in Gilgal, dort habe ich sie hassen gelernt. Ihrer bösen Taten wegen vertreibe ich sie aus meinem Haus. Nie mehr werde ich sie lieben. Aufrührer sind alle ihre Regierenden.
Ephraim ist wie ein toter Baum, seine Wurzeln sind vertrocknet, seine Zweige ohne Früchte. Und selbst wenn diesem Volk noch Kinder geboren werden, töte ich sie, ja, ich vernichte, was ihnen lieb und teuer ist!«
Efraim ist zerschlagen, seine Wurzeln sind verdorrt, Frucht bringen sie nicht mehr hervor. Auch wenn sie gebären, töte ich das kostbare Gut ihres Mutterleibes.