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Parallellesung der Bibel

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Auflage 2017

Hoffnung für Alle

  • Ich habe gesagt: Hört doch, ihr Häupter Jakobs und ihr Anführer des Hauses Israel! Ist es nicht eure Pflicht, das Recht zu kennen?
  • Ich, Micha, sagte: Hört her, ihr führenden Männer Israels, ihr Nachkommen von Jakob! Eigentlich solltet ihr doch das Recht kennen.
  • Sie aber hassen das Gute und lieben das Böse. Sie ziehen ihnen die Haut ab und das Fleisch von den Knochen.
  • Aber ihr hasst das Gute und liebt das Böse. Ihr geht mit meinem Volk um wie mit Schlachtvieh, dem man die Haut abzieht, das Fleisch herunterschneidet und die Knochen zerhackt. Dann werft ihr alles zusammen in einen Topf und lasst es euch schmecken!
  • Wenn sie dann zum HERRN schreien, wird er ihnen nicht antworten. Er wird sein Angesicht vor ihnen verbergen in jener Zeit, weil sie so böse gehandelt haben.
  • Doch es kommt der Tag, da werdet ihr zum HERRN um Hilfe schreien, aber er wird euch nicht mehr anhören. Er will nichts mehr mit euch zu tun haben wegen all eurer Verbrechen.
  • So spricht der HERR gegen die Propheten: Sie verführen mein Volk. Haben sie etwas zu beißen, dann rufen sie: Friede! Wer ihnen aber nichts in den Mund steckt, dem sagen sie den Krieg an.
  • Auch für eure Propheten hat der HERR eine Botschaft! Glück und Frieden sagen sie denen voraus, die ihnen zu essen geben. Doch wer ihnen keine Geschenke gibt, dem drohen sie mit Gottes Strafgericht. Weil sie das Volk in die Irre führen, kündigt Gott ihnen an:
  • Darum wird es Nacht für euch, ohne Schauung, und Finsternis für euch, ohne Wahrsager; die Sonne geht unter über den Propheten und es verfinstert sich über ihnen der Tag.
  • »Finsterste Nacht wird über euch hereinbrechen, so dass ihr nicht mehr in die Zukunft schauen könnt und vergeblich auf Visionen wartet. Die Sonne wird nicht mehr für euch scheinen, selbst am helllichten Tag tappt ihr im Dunkeln.
  • Die Seher werden zuschanden, die Wahrsager müssen sich schämen. Sie müssen alle ihren Bart verhüllen; denn Gottes Antwort bleibt aus.
  • Mit eurer Wahrsagerei und euren Prophezeiungen ist es dann endgültig vorbei, ihr müsst euch in Grund und Boden schämen! Denn ich antworte nicht mehr, wenn ihr mich befragt. Ihr könnt nur noch vor Trauer euer Gesicht verhüllen.«
  • Ich aber bin voller Kraft, ich habe den Geist des HERRN, Recht und Stärke, Jakob seine Vergehen vorzuhalten und Israel seine Sünden.
  • Mich aber hat der HERR mit seinem Geist erfüllt. Er gibt mir die Kraft und den Mut, für das Recht einzutreten und den Israeliten ihre Vergehen vorzuwerfen. Ich nenne ihre Sünden beim Namen.
  • Hört doch dies, ihr Häupter des Hauses Jakob und ihr Anführer des Hauses Israel, die ihr das Recht verabscheut und alles krumm macht, was gerade ist!
  • Hört her, ihr führenden Männer Israels, ihr Nachkommen von Jakob! Ihr verabscheut das Recht und setzt euch bedenkenlos darüber hinweg.
  • Ihr erbaut Zion mit Blut und Jerusalem mit Unrecht.
  • Ihr baut Jerusalem aus und geht dabei über Leichen, eure Häuser sind auf Unrecht gegründet.
  • Seine Häupter sprechen Recht gegen Bestechung, ihre Priester lehren gegen Bezahlung. Ihre Propheten wahrsagen für Geld und sie berufen sich auf den HERRN und sagen: Ist nicht der HERR in unserer Mitte? Kein Unheil kann über uns kommen.
  • Die Richter sind bestechlich, die Priester lassen sich für jeden Rat gut bezahlen, und auch die Propheten schlagen Geld aus ihrer Wahrsagerei. Doch alle berufen sich auf den HERRN und behaupten: »Der HERR ist mitten unter uns, es kann uns nichts passieren!«
  • Darum wird um euretwegen Zion zum Acker, den man umpflügt, Jerusalem wird zu einem Trümmerhaufen, der Tempelberg zu überwucherten Höhen.
  • Darum wird der Berg Zion zu einem umgepflügten Acker werden, die Stadt Jerusalem zu einem Trümmerhaufen, und auf dem Tempelberg wird das Gestrüpp wuchern! Ihr seid schuld daran, dass dies alles so kommt!

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