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Parallellesung der Bibel

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Auflage 2017

Hoffnung für Alle

  • Gebet des Propheten Habakuk, nach der Melodie von Schigjonot.
  • Ein Gebet des Propheten Habakuk:
  • HERR, ich höre die Kunde, ich sehe, HERR, was du früher getan hast. Lass es in diesen Jahren wieder geschehen, offenbare es in diesen Jahren! Auch wenn du zürnst, denk an dein Erbarmen!
  • HERR, ich habe von deinen großen Taten gehört, deine Werke erfüllen mich mit Ehrfurcht. Greif in dieser Zeit noch einmal so machtvoll ein, lass uns bald wieder dein Handeln erleben! Auch wenn du im Zorn strafen musst — so hab doch Erbarmen mit uns!
  • Gott kommt von Teman her, der Heilige kommt vom Gebirge Paran. [Sela] Seine Hoheit überstrahlt den Himmel, sein Ruhm erfüllt die Erde.
  • Von Teman kommt er, der heilige Gott, vom Bergland Paran zieht er heran. Sein Glanz strahlt über den Himmel, und sein Ruhm erfüllt die ganze Erde.
  • Und ein Leuchten wie Licht wird sein, Strahlen gehen aus von seiner Hand, in ihnen verbirgt sich seine Macht.
  • Wie das Sonnenlicht bricht seine Herrlichkeit hervor, um ihn leuchtet es hell, und in den Strahlen verbirgt sich seine Macht!
  • Die Seuche zieht vor ihm her, die Pest folgt seinen Schritten.
  • Vor ihm her geht die Pest, und wo er vorbeigezogen ist, greift die Seuche um sich.
  • Er stellt sich auf und misst die Erde ab. Er blickt hin und lässt die Völker erzittern. Da zerbersten die ewigen Berge, versinken die uralten Hügel. Das sind von jeher seine Wege.
  • Wo immer sein Fuß hintritt, bebt die Erde; trifft sein Blick die Völker, so erschrecken sie. Berge aus grauer Vorzeit bersten auseinander, uralte Hügel sinken in sich zusammen; so schreitet er wie früher über unsere Erde.
  • Die Zelte Kuschans sehe ich voll Unheil; auch in Midian zittern die Zelte.
  • Ich sehe die Zelte von Kuschan erzittern, und auch die der Midianiter geraten ins Wanken.
  • HERR, ist dein Zorn gegen die Flüsse entbrannt, gegen die Flüsse dein Zorn und dein Groll gegen das Meer, dass du mit deinen Rossen heranstürmst und mit deinen siegreichen Wagen?
  • Wem gilt dein Zorn, HERR? Den großen Strömen oder den Fluten des Meeres? Gegen wen ziehst du mit deinen Pferden in den Krieg, wohin rasen deine siegreichen Streitwagen?
  • Du hast deinen Bogen aus der Hülle genommen, gesättigt sind die Pfeile mit Botschaft. [Sela] Du spaltest die Erde und es brechen Ströme hervor.
  • Jetzt holst du den Bogen zum Kampf hervor, du hast geschworen, dass deine Pfeile treffen! Du spaltest die Erde, bis Ströme hervorbrechen.
  • Wenn sie dich sehen, erbeben die Berge, das Tosen der Wasser rauscht vorüber; es erhebt die Urflut ihre Stimme, hoch oben vergisst die Sonne ihre Strahlen.
  • Bei deinem Anblick erbeben die Berge, dichter Regen prasselt vom Himmel nieder, das Meer braust, seine Wogen türmen sich auf.
  • Der Mond bleibt in der Behausung; als Beleuchtung schwirren deine Pfeile, als heller Schein das Blitzen deiner Lanze.
  • Sonne und Mond stehen still, wenn deine leuchtenden Pfeile fliegen und dein Speer am Himmel aufblitzt.
  • Voll Zorn schreitest du über die Erde, in deinem Groll zerstampfst du die Völker.
  • Ja, voller Zorn schreitest du über die Erde und schlägst die Völker, wie man Weizen drischt.
  • Du ziehst aus, um dein Volk zu retten, um deinem Gesalbten zu helfen. Vom Haus des Ruchlosen schlägst du den Dachfirst weg und legst das Fundament frei bis hinab auf den Felsen. [Sela]
  • Du bist gekommen, um dein Volk zu retten, du stehst dem König bei, den du auserwählt hast! Vom Palast des Unterdrückers reißt du das Dach herab, nur noch ein paar Grundmauern bleiben übrig.
  • Du durchbohrst mit seinen eigenen Pfeilen den Kopf seiner Krieger; sie stürmten heran, um mich zu verjagen; das ist ihr Übermut, gleichwie der, der darauf aus ist, den Armen zu fressen im Versteck.
  • Seine Heerführer sind entschlossen, uns zu vernichten. Schon stürmen sie heran und freuen sich darauf, uns Wehrlose in einen Hinterhalt zu locken und zu töten wie ein Löwe seine Beute. Doch du durchbohrst sie mit ihren eigenen Pfeilen!
  • Du bahnst mit deinen Rossen den Weg durch das Meer, durch das gewaltig schäumende Wasser.
  • Für deine Pferde bahnst du dir einen Weg, du reitest mit ihnen mitten durchs Meer, auch wenn seine Fluten noch so hoch steigen.
  • Ich zitterte am ganzen Leib, als ich es hörte, ich vernahm den Lärm und ich schrie. Fäulnis befällt meine Glieder und es wanken meine Schritte. Doch in Ruhe erwarte ich den Tag der Not, der dem Volk bevorsteht, das über uns herfällt.
  • Als Gott mir dies alles zeigte, fing ich am ganzen Leib an zu zittern. Seine Worte ließen meine Lippen beben, der Schreck fuhr mir in die Glieder, und ich konnte mich kaum noch auf den Beinen halten. Aber nun will ich ruhig auf den Tag warten, an dem das Unheil über dieses Volk hereinbricht, das zum Angriff gegen uns bläst.
  • Zwar blüht der Feigenbaum nicht, an den Reben ist nichts zu ernten, der Ölbaum bringt keinen Ertrag, die Kornfelder tragen keine Frucht; im Pferch sind keine Schafe, im Stall steht kein Rind mehr.
  • Noch trägt der Feigenbaum keine Blüten, und der Weinstock bringt keinen Ertrag, noch kann man keine Oliven ernten, und auf unseren Feldern wächst kein Getreide; noch fehlen Schafe und Ziegen auf den Weiden, und auch die Viehställe stehen leer.
  • Ich aber will jubeln über den HERRN und mich freuen über Gott, meinen Retter.
  • Und doch will ich jubeln, weil Gott mich rettet, der HERR selbst ist der Grund meiner Freude!
  • GOTT, der Herr, ist meine Kraft. Er macht meine Füße schnell wie die Füße der Hirsche und lässt mich schreiten auf den Höhen. Dem Chormeister. Zum Saitenspiel.
  • Ja, Gott, der HERR, macht mich stark; er beflügelt meine Schritte, wie ein Hirsch kann ich über die Berge springen. Anweisung für den Dirigenten: Dieses Lied soll mit Saiteninstrumenten begleitet werden.

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