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Parallellesung der Bibel
Auflage 2017
Hoffnung für Alle
Auch heute ist meine Klage Widerspruch; schwer lastet seine Hand auf meinem Seufzen.
»Auch heute muss ich bitter klagen, schwer lastet Gottes Hand auf mir, ich kann nur noch stöhnen!
Wüsste ich doch, wie ich ihn finden könnte, gelangen könnte zu seiner Stätte.
Wenn ich doch wüsste, wo ich ihn finden könnte und wie ich zu seinem Thron gelange!
Ich wollte vor ihm den Rechtsfall ausbreiten, meinen Mund mit Beweisen füllen.
Ich würde ihm meinen Fall darlegen und alle Gründe nennen, die zu meinen Gunsten sprechen!
Ich möchte wissen, mit welchen Worten er mir Antwort gibt, möchte erfahren, was er mir zu sagen hat.
Ich wollte wissen, was er mir zur Antwort gibt, und verstehen, was er mir dann sagt.
Würde er in der Fülle der Macht mit mir streiten? Nein, gerade er wird auf mich achten!
Würde er wohl alle Kraft aufbieten, um mit mir zu streiten? Nein! Er würde mir Beachtung schenken!
Dort würde ein Redlicher mit ihm rechten und ich käme für immer frei von meinem Richter.
So könnte ich meine Unschuld beweisen, und Gott würde mich endgültig freisprechen.
Seht, gehe ich nach Osten, so ist er nicht da, nach Westen, so bemerke ich ihn nicht,
Doch ich kann ihn nirgends finden! Ich habe ihn im Osten gesucht — er ist nicht dort, und auch im Westen entdecke ich ihn nicht.
nach Norden, sein Tun erblicke ich nicht; biege ich nach Süden, sehe ich ihn nicht.
Wirkt er im Norden, oder wendet er sich zum Süden hin, sehe ich doch keine Spur von ihm; nirgends ist er zu erblicken!
Doch er kennt den Weg, den ich gehe; prüfte er mich, ich ginge wie Gold hervor.
Doch er kennt meinen Weg genau; wenn er mich prüfte, wäre ich rein wie Gold.
Mein Fuß hielt fest an seiner Spur, seinen Weg hielt ich ein und bog nicht ab.
Unbeirrbar bin ich dem Weg gefolgt, den er mir zeigte, niemals bin ich von ihm abgeirrt.
Das Gebot seiner Lippen gab ich nicht auf; seines Mundes Worte barg ich in meinem Inneren.
Ich habe seine Gebote nicht übertreten; seine Befehle zu beachten, war mir wichtiger als das tägliche Brot.
Doch er bleibt der Eine, wer stimmt ihn um? Wonach seine Seele verlangte, das machte er.
Aber Gott allein ist der Herr. Was er sich vornimmt, das tut er auch, und niemand bringt ihn davon ab.
Ja, er vollendet, was er mir bestimmt hat; und Ähnliches hat er noch viel im Sinn.
So wird er ausführen, was er über mich beschlossen hat; und dieser Plan ist nur einer von vielen, die er bereithält.
Darum erschrecke ich vor seinem Angesicht; denke ich daran, gerate ich in Angst vor ihm.
Darum habe ich Angst vor ihm; wenn ich darüber nachdenke, packt mich die Furcht!
Gott macht mein Herz verzagt, der Allmächtige versetzt mich in Schrecken.
Ja, Gott hat mir jeden Mut genommen; der Gewaltige versetzt mich in Angst und Schrecken!