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Parallellesung der Bibel
Hoffnung für Alle
Auflage 2017
Wehe dir, du Zerstörer! Du verwüstest ganze Länder, doch dein eigenes Land ist bisher verschont geblieben. Du betrügst, doch dich selbst konnte noch niemand in die Irre führen. Nun ist die Reihe an dir: Wenn du genug Zerstörung angerichtet hast, dann wird auch dein Land zerstört. Hast du endlich genug hinters Licht geführt, wirst du selbst überlistet.
Weh dir, der du zerstörst und selbst nicht zerstört wurdest! Wehe dir, der du raubst und den man nicht beraubt hat! Wenn du alles zerstört hast, wirst du selbst zerstört. Wenn du mit dem Rauben zu Ende bist, werden sie dich berauben.
HERR, hab Erbarmen mit uns! Auf dich allein setzen wir unsere Hoffnung. Schütze und stärke unser Volk jeden Tag neu! Hilf uns in Zeiten der Not!
HERR, sei uns gnädig, auf dich haben wir gehofft. Sei ihr strafender Arm an jedem Morgen, sei unsere Rettung zur Zeit der Not!
Wenn die Feinde deine Donnerstimme hören, ergreifen sie die Flucht. Ganze Völker stieben auseinander, wenn du aufstehst und eingreifst.
Vor dem lauten Getöse sind die Völker geflohen; wenn du dich erhebst, haben sich die Nationen zerstreut.
Dann wird man sich auf die reiche Beute stürzen wie ein Heuschreckenschwarm, wie gefräßige Insekten, die im Nu alles kahl fressen.
Man rafft Beute zusammen, so wie die Heuschrecken alles zusammenraffen; wie die Grashüpfer springen, so springt man und raubt.
Groß und erhaben ist der HERR, denn er regiert hoch oben im Himmel. Er sorgt dafür, dass auf dem Berg Zion Recht und Gerechtigkeit herrschen.
Erhaben ist der HERR, denn er wohnt in der Höhe; er hat Zion mit Recht und Gerechtigkeit erfüllt.
Ihr Einwohner von Jerusalem, ihr werdet in Sicherheit leben, und es wird euch in jeder Hinsicht gut gehen. Weisheit und Erkenntnis besitzt ihr dann in reichem Maß, euer größter Schatz aber wird die Ehrfurcht vor dem HERRN sein.
Sicher werden deine Zeiten sein: Fülle an Heil, Weisheit und Erkenntnis. Die Furcht des HERRN — sie ist sein Schatz.
Seht, die Kriegshelden laufen schreiend durch die Straßen! Die Boten, die schon überall Frieden verkündet hatten, kommen laut weinend zurück.
Siehe, die Bewohner Ariëls schrien nach draußen, die Boten des Friedens weinen bitterlich.
Die Wege sind menschenleer, kein Reisender zieht durch das Land. Der Feind hat gegen das Abkommen verstoßen und die Städte verwüstet. Für ihn ist ein Menschenleben nichts wert.
Die Straßen waren verödet, niemand mehr betrat den Pfad. Gebrochen hat man den Bund, verworfen Städte, nicht hat man den Menschen geachtet.
Das ganze Land verkümmert und verwelkt: Die Zedern auf dem Libanon verdorren — welch ein trauriger Anblick! Die fruchtbare Scharon-Ebene gleicht einer Wüste, die Bäume im Gebiet von Baschan und auf dem Berg Karmel verlieren ihre Blätter.
Man trauerte, das Land war verdorrt, der Libanon stand beschämt da, schwarz verwelkt. Die Scharon-Ebene ist wie die Araba geworden, entlaubt sind Baschan und Karmel.
Doch der HERR sagt: »Nun handle ich! Jetzt greife ich ein und beweise meine Macht!
Jetzt stehe ich auf, spricht der HERR, jetzt erhebe ich mich, jetzt richte ich mich auf.
Eure Pläne sind nutzlos wie dürres Stroh, und was dabei herauskommt, ist nicht mehr wert als Stoppeln. Voller Wut speit ihr Feuer, aber es wird euch selbst verzehren.
Ihr geht schwanger mit Heu, Stroh bringt ihr zur Welt. Euer Atem ist Feuer, das euch frisst.
Ja, die feindlichen Völker sollen verbrannt werden, bis nur noch feine, weiße Asche von ihnen übrig bleibt. Es wird ihnen gehen wie dürrem Dornengestrüpp, das man ins prasselnde Feuer wirft.
Und Völker werden zu Kalk verbrannt, abgehauene Dornen, die im Feuer lodern.
Ihr Völker in der Ferne, hört, was ich getan habe; und ihr in der Nähe, erkennt meine Macht an!«
Hört, ihr Fernen, was ich getan habe, und erkennt, ihr Nahen, meine Kraft!
Die gottlosen Menschen in Jerusalem fahren erschrocken zusammen. Die Angst packt alle, die von Gott nichts wissen wollen. Sie fragen: »Wer hält es neben diesem Feuer aus? Wer von uns kann bei dieser Glut wohnen, die nie erlischt?«
Die Sünder in Zion erschraken, Zittern erfasste die Gottlosen. Wer von uns hält es aus bei dem fressenden Feuer? Wer von uns hält es aus neben der ewigen Glut?
Wer gerecht ist und die Wahrheit sagt; wer Ausbeutung und Erpressung verabscheut; wer Bestechungsgelder ablehnt; wer sich nicht in Mordpläne einweihen und verstricken lässt; wer nicht zuschaut, wo Böses geschieht.
Wer in Gerechtigkeit geht und die Wahrheit sagt, wer es ablehnt, Gewinn zu erpressen, wer sich dagegen wehrt, Bestechung anzunehmen, wer sein Ohr verstopft, um nichts von Bluttaten zu hören, und seine Augen verschließt, um nichts Böses zu sehen:
Ein solcher Mensch wird ruhig und sicher leben wie auf einer hohen Burg, die von schützenden Mauern umgeben ist. Er hat immer genug zu essen, und auch an Wasser fehlt es ihm nie.
der wird auf Höhen wohnen, Felsenburgen sind seine Zuflucht; sein Brot wird gegeben, seine Wasserquellen sind gesichert.
Ihr werdet euren König sehen in seiner Majestät und Schönheit. Ihr blickt über ein weites Land.
Deine Augen werden den König in seiner Schönheit erblicken, sie sehen ein fernes Land.
Dann denkt ihr an die früheren Schreckenszeiten zurück: »Wo sind sie nun, die Unterdrücker, denen wir hohen Tribut zahlen mussten? Wo sind sie denn, die unsere Festungen überwachten? Damit ist es jetzt vorbei!«
Dein Herz denkt an den Schrecken: Wo ist der, der zählt, wo ist der, der abwiegt? Wo ist der, der die Türme zählt?
Nie wieder seht ihr eure Unterdrücker, dieses überhebliche Volk mit seiner fremden Sprache, die in euren Ohren wie unverständliches Gestammel klingt.
Du wirst das freche Volk nicht mehr sehen, das Volk mit der dunklen, unverständlichen Rede, mit der stammelnden, nicht verstehbaren Sprache.
Schaut auf die Stadt Zion, in der wir unsere Feste feiern! Ihr werdet noch erleben, wie Jerusalem zu einem friedlichen Wohnort wird. Dann gleicht die Stadt einem Zelt, das nie mehr abgebrochen wird; seine Pflöcke zieht man nicht mehr heraus, und keiner löst seine Seile.
Schau auf Zion, die Stätte unserer Feste! Deine Augen werden Jerusalem sehen, die sorgenfreie Aue, das Zelt, das man nicht abbricht, dessen Pflöcke man niemals mehr verrückt, dessen Stricke nicht zerrissen werden.
Denn der HERR wird in seiner Größe und Macht bei uns sein. Dann wohnen wir in Jerusalem so sicher wie an einem breiten Strom mit vielen Nebenflüssen. Keine feindlichen Galeeren sind dort zu sehen, keine mächtigen Segelschiffe fahren darauf.
Sondern: Dort ist für uns ein Mächtiger, der HERR! Es ist ein Ort mit Flüssen, breiten Strömen, kein Ruderboot fährt auf ihnen, kein mächtiges Schiff zieht dahin.
Der HERR selbst ist dann unser Richter, unser Gesetzgeber und unser König. Nur er kann uns retten und wird es auch tun.
Ja, der HERR ist unser Richter, der HERR unser Gesetzgeber; der HERR ist unser König, er wird uns retten.
Noch geht es Jerusalem wie einem Schiff, dessen Taue schlaff herabhängen. Sie können den Mastbaum nicht halten und kein Segel spannen. Doch dann wird in der Stadt reiche Beute verteilt, selbst Gelähmte bekommen noch genügend davon ab.
Schlaff hingen deine Seile, sie halten das Gestell ihrer Signalstange nicht fest, haben das Feldzeichen nicht gespannt. Damals wurde die Beute massenweise aufgeteilt, Lahme haben Raub geraubt.