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Parallellesung der Bibel

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Lutherbibel

Auflage 2017

  • Herunter, Jungfrau, du Tochter Babel, setze dich in den Staub! Setze dich auf die Erde; denn die Tochter der Chaldäer hat keinen Stuhl mehr. Man wird dich nicht mehr nennen: »Du Zarte und Üppige».
  • Steig herab, Tochter Babel, Jungfrau, setz dich in den Staub! Setz dich auf die Erde, wo kein Thron ist, Tochter Chaldäas! Denn nicht mehr wirst du dich Zarte und Verwöhnte nennen lassen.
  • Nimm die Mühle und mahle Mehl; flicht deine Zöpfe aus, hebe die Schleppe, entblöße den Schenkel, wate durchs Wasser,
  • Nimm die Mühle und mahle das Mehl! Decke auf deinen Schleier, hebe hoch das Kleid, decke auf die Schenkel, wate durch Ströme!
  • daß deine Blöße aufgedeckt und deine Schande gesehen werde. Ich will mich rächen, und soll mir kein Mensch abbitten.
  • Deine Scham wird entblößt, deine Schande wird sichtbar. Ich nehme Rache und treffe auf keinen Menschen.
  • (Solches tut) unser Erlöser, welcher heißt der HERR Zebaoth, der Heilige in Israel.
  • Unser Erlöser: HERR der Heerscharen ist sein Name, der Heilige Israels.
  • Setze dich in das Stille, gehe in die Finsternis, du Tochter der Chaldäer! denn du sollst nicht mehr heißen «Herrin über Königreiche».
  • Setz dich hin und verstumme, geh ins Dunkel, Tochter Chaldäas! Denn nicht mehr wirst du dich nennen lassen Herrin von Königreichen.
  • Denn da ich über mein Volk zornig war und entweihte mein Erbe, übergab ich sie in deine Hand; aber du bewiesest ihnen keine Barmherzigkeit, auch über die Alten machtest du dein Joch allzu schwer,
  • Ich war zornig über mein Volk, ich entweihte mein Erbe und gab sie in deine Hand. Doch du hast ihnen kein Erbarmen erwiesen, du hast den Greisen dein allzu schweres Joch auferlegt.
  • und dachtest: Ich bin eine Königin ewiglich. Du hast solches bisher noch nicht zu Herzen gefaßt noch daran gedacht, wie es damit hernach werden sollte.
  • Du dachtest: Ich bleibe für immer und ewig die Herrin. Du hast dir diese Dinge nicht zu Herzen genommen, hast nie an ihr Ende gedacht.
  • So höre nun dies, die du in Wollust lebst und so sicher sitzest und sprichst in deinem Herzen: Ich bin’s, und keine mehr; ich werde keine Witwe werden noch ohne Kinder sein.
  • Nun aber höre, du üppige Frau, die du in Sicherheit lebst und in deinem Herzen denkst: Ich und keine sonst! Niemals sitze ich da als Witwe, Kinderlosigkeit kenne ich nicht.
  • Aber es wird dir solches beides kommen plötzlich auf einen Tag, daß du Witwe und ohne Kinder seist; ja, vollkommen wird es über dich kommen um der Menge willen deiner Zauberer und um deiner Beschwörer willen, deren ein großer Haufe bei dir ist.
  • Doch beides wird zu dir kommen, plötzlich, an einem Tag: Kinderlosigkeit und Witwenschaft. Mit ganzer Wucht kommen sie über dich, trotz all deiner Zauberei und trotz der Macht deiner beschwörenden Formeln.
  • Denn du hast dich auf deine Bosheit verlassen, da du dachtest: Man sieht mich nicht! Deine Weisheit und Kunst hat dich verleitet, daß du sprachst in deinem Herzen: Ich bin’s, und sonst keine!
  • Du hast dich auf deine bösen Taten verlassen und gedacht: Es sieht mich ja keiner. Deine Weisheit und dein Wissen verleiteten dich, in deinem Herzen zu denken: Ich und keine sonst!
  • Darum wird über dich ein Unglück kommen, daß du nicht weißt, wann es daherbricht; und wird ein Unfall auf dich fallen, den du nicht sühnen kannst; und es wird plötzlich ein Getümmel über dich kommen, dessen du dich nicht versiehst.
  • Doch es wird ein Unheil über dich kommen, das du nicht mildern kannst. Ein Verderben wird dich überfallen, das du nicht zu bannen vermagst. Und plötzlich wird dein Untergang kommen, an den du niemals gedacht hast.
  • So tritt nun auf mit deinen Beschwörern und der Menge deiner Zauberer, unter welchen du dich von deiner Jugend auf bemüht hast, ob du dir könnest raten, ob du dich könnest stärken.
  • Stell dich doch hin mit deinen beschwörenden Formeln und mit deinen vielen Zaubersprüchen, mit denen du dich seit deiner Jugend abgemüht hast! Vielleicht kannst du dir helfen, vielleicht das Unglück verscheuchen.
  • Denn du bist müde von der Menge deiner Anschläge. Laß hertreten und dir helfen die Meister des Himmelslaufs und die Sterngucker, die nach den Monaten rechnen, was über dich kommen werde.
  • Du hast dich geplagt um deine vielen Berater; sollen sie doch auftreten und dich retten, sie, die den Himmel deuten und die Sterne betrachten, die dir an jedem Neumond verkünden, was über dich kommt.
  • Siehe, sie sind wie Stoppeln, die das Feuer verbrennt; sie können ihr Leben nicht erretten vor der Flamme; denn es wird nicht eine Glut sein, dabei man sich wärme, oder ein Feuer, darum man sitzen möge.
  • Siehe, sie sind wie Spreu geworden, die das Feuer verbrennt. Sie können sich nicht retten vor der Gewalt der Flammen. Das ist keine Glut, an der man sich wärmt, kein Feuer, um das man herumsitzt.
  • Also sind sie, unter welchen du dich bemüht hast, die mit dir Handel trieben von deiner Jugend auf; ein jeglicher wird seines Ganges hier– und daher gehen, und hast keinen Helfer.
  • So ergeht es all deinen Zauberern, um die du dich seit deiner Jugend bemüht hast: Ein jeder taumelt vor sich hin, es gibt keinen, der dich rettet.

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