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Parallellesung der Bibel
Auflage 2017
Hoffnung für Alle
Ich rufe zu Gott, ich schreie, ich rufe zu Gott, dass er mich hört.
Ich rufe zu Gott, ja, ich schreie mein Gebet hinaus, damit er mich endlich hört.
Am Tag meiner Not suchte ich den Herrn; unablässig erhob ich nachts meine Hände, meine Seele ließ sich nicht trösten.
Ich habe große Angst und sehe keinen Ausweg mehr. Unaufhörlich bete ich zu Gott — sogar in der Nacht strecke ich meine Hände nach ihm aus. Ich bin untröstlich.
Denke ich an Gott, muss ich seufzen; sinne ich nach, dann will mein Geist verzagen. [Sela]
Wenn ich an Gott denke, fange ich an zu seufzen; grüble ich über meine Lage nach, so verliere ich allen Mut.
Offen gehalten hast du die Lider meiner Augen; ich war aufgewühlt und konnte nicht reden.
Ich kann nicht schlafen, weil er mich wach hält; die Unruhe treibt mich umher und lässt mich verstummen.
Ich sann nach über die Tage der Vorzeit, über längst vergangene Jahre.
Ich erinnere mich an frühere Zeiten, an Jahre, die längst vergangen sind,
Ich denke an mein Saitenspiel, während der Nacht sinne ich nach in meinem Herzen, es grübelt mein Geist.
als ich beim Spiel auf der Harfe noch fröhlich sein konnte. Jede Nacht grüble ich nach; das Herz wird mir schwer, weil meine Gedanken immer um die gleichen Fragen kreisen:
Wird der Herr denn auf ewig verstoßen und niemals mehr erweisen seine Gunst?
Hat der Herr uns für alle Zeiten verstoßen? Wird er nie wieder freundlich zu uns sein?
Hat seine Huld für immer ein Ende? Hat aufgehört sein Wort für alle Geschlechter?
Ist seine Gnade für immer zu Ende? Gelten seine Zusagen nicht mehr?
Hat Gott vergessen, dass er gnädig ist? Oder hat er im Zorn sein Erbarmen verschlossen? [Sela]
Hat Gott vergessen, uns gnädig zu sein? Warum verschließt er vor uns im Zorn sein Herz?
Da sagte ich: Das ist mein Schmerz, dass die Rechte des Höchsten so anders handelt?
Das ist es, was mich am meisten schmerzt: Gott, der Höchste, verhält sich jetzt anders als vorher — er setzt sich nicht mehr für uns ein!
Ich denke an die Taten des HERRN, ja, ich will denken an deine früheren Wunder.
Ich erinnere mich an deine großen Taten, HERR, und denke an die Wunder, die du einst vollbracht hast.
Ich erwäge all deine Taten und will nachsinnen über dein Tun.
Ich führe mir vor Augen, was du getan hast, immer wieder mache ich es mir bewusst.
Gott, dein Weg ist heilig. Welche Gottheit ist groß wie Gott?
O Gott, heilig ist alles, was du tust. Kein anderer Gott ist so mächtig wie du!
Du bist die Gottheit, die Wunder tut, du hast deine Macht unter den Völkern kundgetan.
Du allein bist der Gott, der Wunder vollbringt; du hast die Völker deine Macht spüren lassen.
Du hast mit starkem Arm dein Volk erlöst, die Kinder Jakobs und Josefs. [Sela]
Mit starker Hand hast du dein Volk aus der Gefangenschaft in Ägypten befreit, die Nachkommen von Jakob und Josef.
Die Wasser sahen dich, Gott, die Wasser sahen dich und bebten, ja, die Urfluten gerieten in Wallung.
Als dich die Wasserfluten sahen, begannen sie zu brodeln, sogar die Tiefen des Meeres erzitterten vor dir.
Die Wolken gossen Wasser aus, das Gewölk ließ den Donner dröhnen, auch deine Pfeile flogen dahin.
Aus den Wolken floss strömender Regen, gewaltige Donnerschläge krachten, und deine Blitze durchzuckten die Luft.
Dröhnend rollte dein Donner, Blitze erhellten den Erdkreis, die Erde bebte und wankte.
Ja, im Sturm donnerte deine Stimme; grelle Blitze erhellten die Erde, sie zitterte und bebte.
Durch das Meer ging dein Weg, dein Pfad durch gewaltige Wasser; doch deine Spuren erkannte man nicht.
Du bahntest dir einen Weg mitten durch das Meer. Dein Pfad führte durch mächtige Fluten, doch deine Spuren konnte niemand erkennen.