Willkommen auf unserer Website, auf der wir die Bibel erforschen! Schön, Sie hier zu treffen!
Möge Ihre Reise in die Welt der Heiligen Schrift fesselnd und inspirierend sein!
Sie können die Lesesprache ändern: uk ru en
Parallellesung der Bibel
Hoffnung für Alle
Auflage 2017
»Und jetzt? Jetzt lachen sie mich aus — sie, die jünger sind als ich; ihre Väter hätte ich nicht einmal für wert geachtet, sie zu den Hunden meiner Herde zu stellen!
Jetzt aber lachen über mich, die jünger sind als ich an Tagen, deren Väter ich nicht für wert geachtet, sie bei den Hunden meiner Herde anzustellen.
Was sollen mir diese Schwächlinge nützen, die keine Kraft mehr in den Knochen haben?
Was sollte mir auch ihrer Hände Kraft? Geschwunden war ihre Rüstigkeit
Ausgezehrt von Hunger und Armut nagen sie die Wurzeln in der Wüste ab, draußen im Land der Einsamkeit.
durch Mangel und durch harten Hunger; Leute, die das dürre Land abnagen, das Gras der Wüste und der Wüstenei.
Sie pflücken Salzkraut von den Büschen, und Ginsterwurzeln sind ihr Brot.
Sie pflücken Salzmelde im Gesträuch und Ginsterwurzeln sind ihr Brot.
Aus der menschlichen Gemeinschaft wurden sie verjagt, man schreit ihnen nach wie Dieben.
Aus der Gemeinschaft wurden sie verjagt; man schreit ihnen nach wie einem Dieb.
In verlassenen Tälern hausen sie, zwischen Felsen und in Erdhöhlen.
Am Hang der Täler müssen sie wohnen, in Erdhöhlen und in Felsgeklüft.
Im Gestrüpp, da kauern sie und schreien, unter hohen Distelsträuchern drängen sie sich zusammen.
Zwischen Sträuchern schreien sie kläglich, drängen sich zusammen unter wildem Gestrüpp.
Dieses Gesindel, diese Brut, aus dem Lande weggejagt!
Gemeine Leute, Leute ohne Namen, sie wurden aus dem Land hinausgepeitscht.
Und jetzt? Jetzt machen sie Spottverse, sie zerreißen sich das Maul über mich.
Jetzt aber bin ich ihr Spottlied, bin zum Klatsch für sie geworden.
Sie verabscheuen mich und gehen mir aus dem Weg; und wenn sie mir doch einmal begegnen, spucken sie mir ins Gesicht!
Sie verabscheuen mich, rücken weit von mir weg, scheuen sich nicht, mir ins Gesicht zu spucken.
Gott hat meine Lebenskraft zerbrochen und mich gedemütigt, darum kennen sie in meiner Gegenwart keine Rücksicht mehr.
Denn er löste meines Bogens Sehne und beugte mich nieder, sie aber ließen die Zügel vor mir schießen.
Ja, diese Brut greift mich an! Sie versuchen, mich zu Fall zu bringen, sie schütten einen Belagerungswall rings um mich auf.
Zur rechten Seite erhebt sich eine Schar, treibt meine Füße weg, wirft gegen mich ihre Unheilsdämme auf.
Sie schneiden mir den Weg ab und zerstören mein Leben, niemand hält sie dabei auf.
Meinen Pfad reißen sie auf, helfen zu meinem Verderben und niemand wehrt ihnen.
Sie durchbrechen meine Verteidigungsmauer und zertrümmern, was ihnen in die Quere kommt.
Wie durch eine breite Bresche kommen sie heran, wälzen sich unter Trümmern heran.
Furcht und Entsetzen haben mich gepackt und meine Würde wie im Sturm verjagt; meine Sicherheit ist vertrieben wie eine Wolke.
Schrecken stürzen auf mich ein, verjagt wie vom Wind ist mein Ansehen, wie eine Wolke entschwand mein Heil.
Mein Leben verrinnt, das Elend hat mich fest im Griff.
Und nun zerfließt meine Seele in mir, des Elends Tage packen mich an.
Bohrende Schmerzen rauben mir den Schlaf, sie nagen an mir Nacht für Nacht.
Des Nachts durchbohrt es mir die Knochen, mein nagender Schmerz kommt nicht zur Ruh.
Mit gewaltiger Kraft hat Gott mich am Gewand gepackt und schnürt mich ein wie ein zu enger Kragen.
Mit Allgewalt packt er mich am Kleid, schnürt wie der Gürtel des Rocks mich ein.
Er wirft mich in den Schmutz, ich bin zu Staub und Asche geworden.
Er warf mich in den Lehm, sodass ich Staub und Asche gleiche.
Ich schreie um Hilfe, o Gott, aber du antwortest nicht; ich stehe vor dir, doch du starrst mich nur unerbittlich an.
Ich schreie zu dir und du antwortest mir nicht; ich stehe da, doch du achtest nicht auf mich.
Du bist mein grausamer Feind geworden, mit aller Kraft kämpfst du gegen mich!
Du wandelst dich zum grausamen Feind gegen mich, mit deiner starken Hand befehdest du mich.
Du wirbelst mich empor in die Luft, treibst mich vor dem Sturm dahin und zerschmetterst mich dann mit lautem Krachen.
Du hebst mich in den Wind, fährst mich dahin, lässt mich zergehen im Sturmgebraus.
Ja, ich weiß: Du willst mich zu den Toten bringen, hinunter in das Haus, wo alle Menschen sich versammeln.
Ja, ich weiß, du führst mich zum Tod, zur Sammelstätte aller Lebenden.
Doch wer unter Trümmern verschüttet wurde, streckt die Hand nach Rettung aus; schreit man nicht im Unglücksfall um Hilfe?
Doch nicht an Trümmer legt er die Hand. — Schreit man nicht um Hilfe beim Untergang?
Habe ich nicht damals über die geweint, die ein schweres Los zu tragen hatten? Ich hatte Mitleid mit den Armen!
Weinte ich nicht um den, der harte Tage hatte, grämte sich nicht meine Seele über den Armen?
Und so erwartete ich Gutes, doch das Unglück kam! Ich erhoffte das Licht, doch es kam die Dunkelheit.
Ja, ich hoffte auf Gutes, doch Böses kam, ich harrte auf Licht, doch Finsternis kam.
Mein Inneres ist aufgewühlt, ich finde keine Ruhe, die Tage des Elends haben mich eingeholt.
Mein Inneres kocht und kommt nicht zur Ruhe, mich haben die Tage des Elends erreicht.
Meine Haut ist schwarz geworden, doch nicht von der Sonnenglut. In der Versammlung stehe ich auf und schreie laut um Hilfe.
Trauernd gehe ich einher, ohne wärmende Sonne, ich stehe auf in der Versammlung, schreie laut.
Mein Heulen klingt wie das der Schakale, wie das Schreien der Strauße.
Den Schakalen wurde ich zum Bruder, den Straußenhennen zum Freund.
Meine Haut ist schwarz geworden und schält sich, das Fieber glüht in meinem Körper.
Meine Haut ist schwarz, von Fieberglut brennen meine Knochen.