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Parallellesung der Bibel

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Hoffnung für Alle

Auflage 2017

  • Hiob fuhr fort:
  • Dann setzte Ijob seine Rede fort und sprach:
  • »Wäre mein Leben doch wieder wie früher, wie in jenen Tagen, als Gott mich noch bewahrte,
  • Dass ich doch wäre wie in längst vergangenen Monden, wie in den Tagen, da mich Gott beschirmte,
  • als sein Licht noch meine Wege erleuchtete und ich in seinem Licht durchs Dunkle ging!
  • als seine Leuchte über meinem Haupt erstrahlte, in seinem Licht ich durch das Dunkel ging.
  • Ja, damals, in der Blüte meines Lebens, da zog Gott mich ins Vertrauen, der Segen seiner Freundschaft ruhte auf meinem Haus.
  • So, wie ich in den Tagen meiner Frühzeit war, als Gottes Freundschaft über meinem Zelte stand,
  • Er, der Allmächtige, stand mir bei, und meine Kinder waren um mich her.
  • als der Allmächtige noch mit mir war, meine Kinder mich umgaben,
  • Milch und Butter hatte ich im Überfluss, aus der Olivenpresse im Felsen floss das Öl in Strömen!
  • als meine Schritte sich in Milch gebadet, Bäche von Öl der Fels mir ergoss.
  • Wenn ich zum Stadttor hinaufging, um dort im Rat meinen Platz einzunehmen,
  • Ging ich durchs Tor zur Stadt hinauf, ließ ich auf dem Platz meinen Sitz aufstellen;
  • dann traten die jungen Leute ehrfürchtig zur Seite, die Alten erhoben sich und blieben stehen.
  • sahen mich die Jungen, so traten sie scheu beiseite, die Alten standen auf und blieben stehen.
  • Die Obersten der Stadt hörten auf zu reden, ihr Gespräch verstummte, wenn ich kam.
  • Fürsten hielten mit Reden sich zurück und legten ihre Hand auf ihren Mund.
  • Selbst die einflussreichsten Leute wurden still und hielten ihre Zunge im Zaum.
  • Der Edlen Stimme blieb stumm, am Gaumen klebte ihre Zunge.
  • Jeder, der mich hörte, wusste nur Gutes von mir zu sagen, und wer mich sah, der lobte mich.
  • Hörte mich ein Ohr, pries es mich glücklich, das Auge, das mich sah, stimmte mir zu.
  • Denn ich rettete den Armen, der um Hilfe schrie, und das Waisenkind, das von allen verlassen war.
  • Denn ich rettete den Armen, der schrie, die Waise, die ohne Helfer war.
  • Dem Sterbenden stand ich bei, er wünschte mir Segen; der Witwe half ich, und sie konnte wieder fröhlich singen.
  • Der Segen des Verlorenen kam über mich und jubeln ließ ich der Witwe Herz.
  • Ich bekleidete mich mit Gerechtigkeit, hüllte mich ins Recht wie in einen Mantel, trug es wie einen Turban.
  • Ich bekleidete mich mit Gerechtigkeit, wie Mantel und Kopfbund umhüllte mich mein Recht.
  • Meine Augen sahen für den Blinden, meine Füße gingen für den Gelähmten.
  • Auge war ich für den Blinden, dem Lahmen wurde ich zum Fuß.
  • Den Armen wurde ich ein Vater, und den Streitfall eines Unbekannten prüfte ich genau.
  • Vater war ich für die Armen, des Unbekannten Rechtsstreit prüfte ich.
  • Einem brutalen Menschen stellte ich mich entgegen, ich schlug ihm den Kiefer ein und riss die hilflosen Opfer aus seinem Maul.
  • Ich zerschmetterte des Bösen Kiefer, entriss die Beute seinen Zähnen.
  • Ich dachte: ›Im Kreise meiner Familie werde ich einmal sterben nach einem langen und erfüllten Leben.
  • So dachte ich: Mit meinem Nest werde ich verscheiden und gleich dem Phönix meine Tage mehren.
  • Ich gleiche einem Baum, der seine Wurzeln zum Wasser streckt; auf seine Zweige legt sich nachts der Tau.
  • Meine Wurzel reiche bis an das Wasser, Tau nächtige auf meinen Zweigen.
  • Meine Würde werde ich nicht verlieren, bis ins hohe Alter bleibt mir die Kraft erhalten.‹
  • Neu bleibe mir meine Ehre, mein Bogen verjünge sich in meiner Hand.
  • Ja, auf mich hörten alle Leute, sie warteten schweigend auf meinen Rat.
  • Auf mich hörten sie und warteten, sie lauschten schweigend meinem Rat.
  • Nach mir sprach kein Zweiter mehr; meine Worte sogen sie auf.
  • Nachdem ich gesprochen, ergriff keiner das Wort, es träufelte nieder auf sie meine Rede.
  • Sie warteten auf mich wie auf den Regen, lechzten nach meinen Worten wie Felder nach den Frühjahrsschauern.
  • Sie harrten auf mich wie auf Regen, sperrten den Mund wie nach Spätregen auf.
  • Den Mutlosen lächelte ich aufmunternd zu, und mein froher Blick gab ihnen neue Zuversicht.
  • Lächelte ich denen zu, die ohne Vertrauen, sie wiesen das Leuchten meines Gesichts nicht ab.
  • Ich traf für sie Entscheidungen und saß unter ihnen wie ihr Oberhaupt, ja, ich thronte wie ein König inmitten seiner Truppen; ich gab ihnen Trost in ihrer Trauer.«
  • Ich bestimmte ihr Tun, ich saß als Haupt, thronte wie ein König inmitten der Schar, wie einer, der Trauernde tröstet.

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