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Parallellesung der Bibel
Auflage 2017
Lutherbibel
Ein Zuchtloser ist der Wein, ein Lärmer das Bier; wer sich hierin verfehlt, wird nie weise.
Der Wein macht lose Leute, und starkes Getränk macht wild; wer dazu Lust hat, wird nimmer weise.
Wie das Knurren des Löwen ist der Grimm des Königs; wer ihn erzürnt, verwirkt sein Leben.
Das Schrecken des Königs ist wie das Brüllen eines jungen Löwen; wer ihn erzürnt, der sündigt wider sein Leben.
Es ehrt den Menschen, vom Streit abzulassen, jeder Tor aber bricht los.
Es ist dem Mann eine Ehre, vom Hader bleiben; aber die gern Hadern, sind allzumal Narren.
Der Faule pflügt nicht im Herbst; sucht er in der Erntezeit, so ist nichts da.
Um der Kälte willen will der Faule nicht pflügen; so muß er in der Ernte betteln und nichts kriegen.
Ein tiefes Wasser sind die Pläne im Herzen des Menschen, doch der Verständige schöpft es herauf.
Der Rat im Herzen eines Mannes ist wie tiefe Wasser; aber ein Verständiger kann’s merken, was er meint.
Viele Menschen rühmen sich ihrer Güte, aber wer findet einen, auf den Verlass ist?
Viele Menschen werden fromm gerühmt; aber wer will finden einen, der rechtschaffen fromm sei?
Wer als Gerechter unbescholten seinen Weg geht: Selig die Kinder, die er hinterlässt.
Ein Gerechter, der in seiner Frömmigkeit wandelt, des Kindern wird’s wohl gehen nach ihm.
Ein König auf dem Richterstuhl sondert mit seinem Scharfblick alles Böse aus.
Ein König, der auf dem Stuhl sitzt, zu richten, zerstreut alles Arge mit seinen Augen.
Wer kann sagen: Ich habe mein Herz geläutert, rein bin ich von meiner Sünde?
Wer kann sagen: Ich bin rein in meinem Herzen und lauter von meiner Sünde?
Zweierlei Gewicht und zweierlei Maß, beide sind dem HERRN ein Gräuel.
Mancherlei Gewicht und Maß ist beides Greuel dem HERRN.
An seinem Treiben lässt schon der Knabe erkennen, ob sein Tun lauter und redlich sein wird.
Auch einen Knaben kennt man an seinem Wesen, ob er fromm und redlich werden will.
Das Ohr, das hört, und das Auge, das sieht, der HERR hat sie beide geschaffen.
Ein hörend Ohr und sehend Auge, die macht beide der HERR.
Liebe nicht den Schlaf, damit du nicht arm wirst; halte deine Augen offen und du hast Brot genug!
Liebe den Schlaf nicht, daß du nicht arm werdest; laß deine Augen wacker sein, so wirst du Brot genug haben.
Schlecht, schlecht, sagt der Käufer; geht er aber weg, so rühmt er sich.
Böse, böse!« spricht man, wenn man’s hat; aber wenn’s weg ist, so rühmt man es dann.
Gold gibt es und viele Perlen, ein kostbarer Schmuck aber sind verständige Lippen.
Es gibt Gold und viele Perlen; aber ein vernünftiger Mund ist ein edles Kleinod.
Nimm ihm das Kleid, denn er hat für einen andern gebürgt, fremder Leute wegen pfände bei ihm!
Nimm dem sein Kleid, der für einen andern Bürge wird, und pfände ihn um des Fremden willen.
Süß schmeckt dem Menschen das Brot der Lüge, hernach aber füllt sich sein Mund mit Kieseln.
Das gestohlene Brot schmeckt dem Manne wohl; aber hernach wird ihm der Mund voll Kieselsteine werden.
Pläne kommen durch Beratung zustande. Darum führe den Kampf mit Überlegung!
Anschläge bestehen, wenn man sie mit Rat führt; und Krieg soll man mit Vernunft führen.
Geheimnisse verrät, wer als Verleumder umhergeht. Darum lass dich nicht ein mit einem Schwätzer!
Sei unverworren mit dem, der Heimlichkeit offenbart, und mit dem Verleumder und mit dem falschen Maul.
Wer seinem Vater flucht und seiner Mutter, dessen Lampe erlischt zur Zeit der Finsternis.
Wer seinem Vater und seiner Mutter flucht, des Leuchte wird verlöschen mitten in der Finsternis.
Ein Besitz, schnell errafft am Anfang, ist nicht gesegnet an seinem Ende.
Das Erbe, darnach man zuerst sehr eilt, wird zuletzt nicht gesegnet sein.
Sag nicht: Ich will das Böse vergelten. Vertrau auf den HERRN, er wird dir helfen!
Sprich nicht: Ich will Böses vergelten! Harre des HERRN, der wird dir helfen.
Ein Gräuel ist dem HERRN zweierlei Gewicht, eine falsche Waage ist nicht recht.
Mancherlei Gewicht ist ein Greuel dem HERRN, und eine falsche Waage ist nicht gut.
Der HERR lenkt die Schritte eines jeden. Wie könnte der Mensch seinen Weg verstehen?
Jedermanns Gänge kommen vom HERRN. Welcher Mensch versteht seinen Weg?
Eine Falle ist es, unbedacht zu rufen: Geweiht! und erst nach dem Gelübde zu überlegen.
Es ist dem Menschen ein Strick, sich mit Heiligem übereilen und erst nach den Geloben überlegen.
Ein weiser König sondert die Frevler aus. Er lässt über sie den Dreschwagen rollen.
Ein weiser König zerstreut die Gottlosen und bringt das Rad über sie.
Der Atem des Menschen ist die Leuchte des HERRN, sie durchforscht alle Kammern des Leibes.
Eine Leuchte des HERRN ist des Menschen Geist; die geht durch alle Kammern des Leibes.
Güte und Treue behüten den König, er stützt seinen Thron durch Güte.
Fromm und wahrhaftig sein behütet den König, und sein Thron besteht durch Frömmigkeit.
Der Ruhm der Jungen ist ihre Kraft, die Zier der Alten ihr graues Haar.
Der Jünglinge Stärke ist ihr Preis; und graues Haar ist der Alten Schmuck.