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Parallellesung der Bibel

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Hoffnung für Alle

Lutherbibel

  • Ein Lied von den Nachkommen Korachs. Der Esrachiter Heman verfasste es zum Nachdenken. Auf eine traurige Weise zu singen.
  • Ein Psalmlied der Kinder Korah, vorzusingen, von der Schwachheit der Elenden. Eine Unterweisung Hemans, des Esrahiten.
  • HERR, mein Gott, du allein kannst mir noch helfen! Tag und Nacht schreie ich zu dir!
  • HERR, Gott, mein Heiland, ich schreie Tag und Nacht vor dir.
  • Lass mein Gebet zu dir dringen, verschließ deine Ohren nicht vor meinem Flehen!
  • (Laß mein Gebet vor dich kommen; neige deine Ohren zu meinem Geschrei.
  • Schweres Leid drückt mich nieder, ich bin dem Tod schon näher als dem Leben.
  • (Denn meine Seele ist voll Jammers, und mein Leben ist nahe am Tode.
  • Jeder rechnet damit, dass ich bald sterbe, denn alle Kraft hat mich verlassen.
  • (Ich bin geachtet gleich denen, die in die Grube fahren; ich bin ein Mann, der keine Hilfe hat.
  • Es geht mir wie den Toten, die du vergessen hast, fern von deiner Hilfe liegen sie in ihrem Grab.
  • (Ich liege unter den Toten verlassen wie die Erschlagenen, die im Grabe liegen, deren du nicht mehr gedenkst und die von deiner Hand abgesondert sind.
  • Du hast mich in den tiefsten Abgrund gestoßen, in nichts als unergründliche Finsternis.
  • (Du hast mich in die Grube hinuntergelegt, in die Finsternis und in die Tiefe.
  • Dein Zorn lastet schwer auf mir, wie hohe Brandungswellen wirft er mich um.
  • (Dein Grimm drückt mich; du drängst mich mit allen deinen Fluten. (Sela.)
  • Alle meine Freunde hast du mir genommen, voller Abscheu wandten sie sich von mir ab. Ich bin gefangen und weiß keinen Ausweg mehr.
  • (Meine Freunde hast du ferne von mir getan; du hast mich ihnen zum Greuel gemacht. Ich liege gefangen und kann nicht herauskommen.
  • Meine Augen sind vom Weinen ganz verquollen. Jeden Tag rufe ich, HERR, zu dir und strecke meine Hände nach dir aus.
  • Meine Gestalt ist jämmerlich vor Elend. HERR, ich rufe dich an täglich; ich breite meine Hände aus zu dir.
  • Wirst du an den Toten noch ein Wunder tun? Kommen sie etwa aus ihren Gräbern, um dich zu loben?
  • Wirst du denn unter den Toten Wunder tun, oder werden die Verstorbenen aufstehen und dir danken? (Sela.)
  • Erzählt man im Totenreich von deiner Gnade oder in der Gruft von deiner Treue?
  • Wird man in Gräbern erzählen deine Güte, und deine Treue im Verderben?
  • Sind deine Wunder wohl am Ort der Finsternis bekannt? Wissen die längst vergessenen Toten von deiner Gerechtigkeit?
  • Mögen denn deine Wunder in der Finsternis erkannt werden oder deine Gerechtigkeit in dem Lande, da man nichts gedenkt?
  • HERR, ich schreie zu dir um Hilfe. Schon früh am Morgen klage ich dir mein Leid.
  • Aber ich schreie zu dir, HERR, und mein Gebet kommt frühe vor dich.
  • Warum hast du mich verstoßen, HERR? Warum verbirgst du dich vor mir?
  • Warum verstößest du, HERR, meine Seele und verbirgst dein Antlitz vor mir?
  • Seit meiner Jugend bin ich elend und vom Tod gezeichnet. Du hast mir dieses furchtbare Leid auferlegt — und jetzt bin ich am Ende!
  • Ich bin elend und ohnmächtig, daß ich so verstoßen bin; ich leide deine Schrecken, daß ich schier verzage.
  • Dein glühender Zorn hat mich zu Boden geschmettert, deine schreckliche Strafe hat mich vernichtet!
  • Dein Grimm geht über mich; dein Schrecken drückt mich.
  • Die Angst bedrängt mich von allen Seiten, vor dieser tödlichen Flut gibt es kein Entrinnen.
  • Sie umgeben mich täglich wie Wasser und umringen mich miteinander.
  • Du hast erreicht, dass mir alle den Rücken kehren, Freunde und Nachbarn gehen mir aus dem Weg. Mein einziger Begleiter ist die Finsternis.
  • Du machst, daß meine Freunde und Nächsten und meine Verwandten sich ferne von mir halten um solches Elends willen.

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