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Parallellesung der Bibel

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Hoffnung für Alle

Lutherbibel

  • Elihu fuhr fort:
  • Und es hob an Elihu und sprach:
  • »Du behauptest: ›Gott wird mich für unschuldig erklären!‹ Meinst du im Ernst, das sei richtig?
  • Achtest du das für Recht, daß du sprichst: »Ich bin gerechter denn Gott?
  • Denn du fragst: ›Was nützt es mir, wenn ich nicht sündige, was habe ich davon?‹
  • Denn du sprichst: »Wer gilt bei dir etwas? Was hilft es, ob ich nicht sündige?
  • Darauf kann ich dir die Antwort geben, dir und deinen Freunden hier:
  • Ich will dir antworten ein Wort und deinen Freunden mit dir.
  • Schau zum Himmel empor, sieh dir die Wolken an — sie sind unerreichbar für dich!
  • Schaue gen Himmel und siehe; und schau an die Wolken, daß sie dir zu hoch sind.
  • Genauso wenig kann deine Sünde Gott erreichen; selbst wenn du dich offen gegen ihn stellst: ihn triffst du damit nicht!
  • Sündigst du, was kannst du ihm Schaden? Und ob deiner Missetaten viel ist, was kannst du ihm tun?
  • Und umgekehrt: Bringt ihm dein tadelloses Leben irgendeinen Nutzen? Empfängt er damit eine Gabe aus deiner Hand?
  • Und ob du gerecht seist, was kannst du ihm geben, oder was wird er von deinen Händen nehmen?
  • Nein, deine Bosheit trifft nur deine Mitmenschen, und wenn du Gutes tust, hilft es nur ihnen!
  • Einem Menschen, wie du bist, mag wohl etwas tun deine Bosheit, und einem Menschenkind deine Gerechtigkeit.
  • Laut stöhnen die Menschen unter der Last der Gewaltherrschaft, sie schreien nach Befreiung vom Joch der Tyrannei.
  • Man schreit, daß viel Gewalt geschieht, und ruft über den Arm der Großen;
  • Doch keiner fragt nach Gott, nach seinem Schöpfer, der in der dunkelsten Stunde uns noch Hoffnung gibt.
  • aber man fragt nicht: »Wo ist Gott, mein Schöpfer, der Lobgesänge gibt in der Nacht,
  • Keiner wendet sich an Gott, der uns belehrt und der uns weiser macht als alle Tiere draußen, klüger als die Vögel in der Luft.
  • der uns klüger macht denn das Vieh auf Erden und weiser denn die Vögel unter dem Himmel?
  • Wenn Menschen um Hilfe schreien, weil die Bosheit siegt, wird Gott sie doch nicht hören.
  • Da schreien sie über den Hochmut der Bösen, und er wird sie nicht erhören.
  • Ja, sie rufen vergeblich; Gott erhört sie nicht, er beachtet sie nicht einmal.
  • Denn Gott wird das Eitle nicht erhören, und der Allmächtige wird es nicht ansehen.
  • Und wie viel weniger wird er dich hören, wenn du sagst, dass du ihn gar nicht siehst! Warte geduldig, Hiob, dein Fall ist Gott bekannt!
  • Nun sprichst du gar, du werdest ihn nicht sehen. Aber es ist ein Gericht vor ihm, harre sein nur!
  • Du meinst, dass er niemals zornig wird, dass er Verbrechen nicht bestraft, weil er von ihnen gar nichts weiß.
  • ob auch sein Zorn so bald nicht heimsucht und er sich’s nicht annimmt, daß so viel Laster da sind.
  • Und deshalb nimmst du den Mund hier so voll! Aber du machst bloß leere Worte, du redest viel und zeigst doch nur, wie unwissend du bist!«
  • Darum hat Hiob seinen Mund umsonst aufgesperrt und gibt stolzes Gerede vor mit Unverstand.

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