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Parallellesung der Bibel

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Hoffnung für Alle

Lutherbibel

  • Weiter sagte Elihu:
  • Und es hob an Elihu und sprach:
  • »Hört mir zu, ihr Weisen, ihr gelehrten Männer! Achtet auf das, was ich sage!
  • Höret, ihr Weisen, meine Rede, und ihr Verständigen, merkt auf mich!
  • Denn unser Ohr prüft die Worte, so wie der Gaumen die Speise kostet.
  • Denn das Ohr prüft die Rede, und der Mund schmeckt die Speise.
  • Wir müssen ein Urteil fällen, wir wollen gemeinsam erkennen, was gut ist.
  • Laßt uns ein Urteil finden, daß wir erkennen unter uns, was gut sei.
  • Denn Hiob behauptet: ›Ich bin unschuldig, und doch verweigert Gott mir mein Recht!
  • Denn Hiob hat gesagt: »Ich bin gerecht, und Gott weigert mir mein Recht;
  • Obwohl ich recht habe, werde ich als Lügner hingestellt; trotz meiner Unschuld hat mich sein tödlicher Pfeil getroffen!‹
  • ich muß lügen, ob ich wohl recht habe, und bin gequält von meinen Pfeilen, ob ich wohl nichts verschuldet habe.
  • Schaut euch Hiob an, wie er sich im Spott gefällt,
  • Wer ist ein solcher wie Hiob, der da Spötterei trinkt wie Wasser
  • wie er mit den Übeltätern Freundschaft schließt und sich mit gottlosen Menschen einlässt!
  • und auf dem Wege geht mit den Übeltätern und wandelt mit den gottlosen Leuten?
  • Denn Hiob behauptet: ›Es nützt gar nichts, wenn ein Mensch versucht, Gott zu gefallen!‹
  • Denn er hat gesagt: »Wenn jemand schon fromm ist, so gilt er doch nichts bei Gott.
  • Hört mir zu, ihr klugen Männer: Sollte Gott jemals Böses tun? Nein, niemals! Der Allmächtige verdreht nicht das Recht!
  • Darum höret mir zu, ihr weisen Leute: Es sei ferne, daß Gott sollte gottlos handeln und der Allmächtige ungerecht;
  • Gott bestraft einen Menschen nur für seine eigenen Taten; jedem gibt er zurück, was er verdient.
  • sondern er vergilt dem Menschen, darnach er verdient hat, und trifft einen jeglichen nach seinem Tun.
  • Gott begeht kein Unrecht, das ist unvorstellbar! Der Allmächtige beugt niemals das Recht!
  • Ohne Zweifel, Gott verdammt niemand mit Unrecht, und der Allmächtige beugt das Recht nicht.
  • Er herrscht über Himmel und Erde, er hat sie geschaffen. Niemand steht über ihm!
  • Wer hat, was auf Erden ist, verordnet, und wer hat den ganzen Erdboden gesetzt?
  • Wenn er wollte, könnte er seinen Geist und seinen Lebensatem aus dieser Welt zurückziehen,
  • So er nur an sich dächte, seinen Geist und Odem an sich zöge,
  • dann würde alles Leben mit einem Schlag sterben, und die Menschen zerfielen zu Staub!
  • so würde alles Fleisch miteinander vergehen, und der Mensch würde wieder zu Staub werden.
  • Bist du wirklich weise, Hiob, dann hör jetzt genau zu, achte auf jedes Wort:
  • Hast du nun Verstand, so höre das und merke auf die Stimme meiner Reden.
  • Kann einer regieren, wenn er das Recht mit Füßen tritt? Willst du Gott, den Gerechten, für schuldig erklären, ihn, den Allmächtigen?
  • Kann auch, der das Recht haßt, regieren? Oder willst du den, der gerecht und mächtig ist, verdammen?
  • Er ist es doch, der skrupellose Könige und gottlose Fürsten verurteilt.
  • Sollte einer zum König sagen: »Du heilloser Mann!« und zu den Fürsten: »Ihr Gottlosen!»?
  • Er ergreift nicht Partei für die Mächtigen, Hochgestellte zieht er den Armen nicht vor — er hat ja allen das Leben gegeben!
  • Und er sieht nicht an die Person der Fürsten und kennt den Herrlichen nicht mehr als den Armen; denn sie sind alle seiner Hände Werk.
  • Die Fürsten sterben plötzlich, mitten in der Nacht; ihr Volk gerät in Aufruhr, und sie verschwinden. Ja, die Mächtigen werden beseitigt, doch nicht von Menschenhand.
  • Plötzlich müssen die Leute sterben und zu Mitternacht erschrecken und vergehen; die Mächtigen werden weggenommen nicht durch Menschenhand.
  • Denn Gott sieht die Wege eines jeden und alles, was er unternimmt.
  • Denn seine Augen sehen auf eines jeglichen Wege, und er schaut alle ihre Gänge.
  • Es gibt keine Finsternis und keinen dunklen Ort, wo Übeltäter sich vor Gott verstecken könnten.
  • Es ist keine Finsternis noch Dunkel, daß sich da möchten verbergen die Übeltäter.
  • Er muss Menschen nicht erst lange verhören und sie zu sich laden vor Gericht —
  • Denn er darf auf den Menschen nicht erst lange achten, daß er vor Gott ins Gericht komme.
  • nein, ohne Verhandlung stürzt er die Mächtigen und setzt andere an ihrer Stelle ein.
  • Er bringt die Stolzen um, ohne erst zu forschen, und stellt andere an ihre Statt:
  • Über Nacht lässt er sie fallen und zugrunde gehen, denn er weiß, was sie getrieben haben.
  • darum daß er kennt ihre Werke und kehrt sie um des Nachts, daß sie zerschlagen werden.
  • Er straft sie für ihre Vergehen, und das in aller Öffentlichkeit.
  • Er straft sie ab wie die Gottlosen an einem Ort, da man es sieht:
  • Denn diese Mächtigen wollten Gott nicht mehr gehorchen, seine Weisungen waren ihnen völlig gleichgültig.
  • darum daß sie von ihm weggewichen sind und verstanden seiner Wege keinen,
  • Darum stieg der Hilfeschrei der Armen zu ihm empor — und er hörte ihn!
  • daß das Schreien der Armen mußte vor ihn kommen und er das Schreien der Elenden hörte.
  • Aber wenn Gott schweigt, wer will ihn dann beschuldigen? Wenn er sich verbirgt, wer kann ihn noch erblicken? Und doch wacht er über den Völkern, ja, über der ganzen Menschheit;
  • Wenn er Frieden gibt, wer will verdammen? und wenn er das Antlitz verbirgt, wer will ihn schauen unter den Völkern und Leuten allzumal?
  • er verhindert, dass ein gottloser Herrscher an die Macht kommt und sein Volk ins Unglück stürzt.
  • Denn er läßt nicht über sie regieren einen Heuchler, das Volk zu drängen.
  • Der Mensch sollte zu Gott sagen: ›Ich bin schuldig geworden, aber ich will nichts Böses mehr tun!
  • Denn zu Gott muß man sagen: »Ich habe gebüßt, ich will nicht übel tun.
  • Zeig mir die Sünden, die ich selbst nicht erkenne! Ich habe Unrecht begangen, doch ich will es nicht mehr tun!‹
  • Habe ich’s nicht getroffen, so lehre du mich’s besser; habe ich Unrecht gehandelt, ich will’s nicht mehr tun.
  • Du aber weigerst dich umzukehren! Und wenn es nach dir ginge, sollte Gott dich dafür noch belohnen! Du musst eine Entscheidung treffen, nicht ich! Also, sag mir nun, was du weißt!
  • Soll er nach deinem Sinn vergelten? Denn du verwirfst alles; du hast zu wählen, und nicht ich. Weißt du nun was, so sage an.
  • Wer noch einen Funken Verstand hat, wird mir zustimmen; jeder Weise, der mich hört, wird sagen:
  • Verständige Leute werden zu mir sagen und ein weiser Mann, der mir zuhört:
  • ›Hiob plappert daher ohne Sinn und Verstand. Er weiß nicht, was er sagt!‹
  • Hiob redet mit Unverstand, und seine Worte sind nicht klug.
  • Ja, Gott soll Hiob weiter durch das Leiden prüfen, weil er ihm so unverschämt widerspricht!
  • O, daß Hiob versucht würde bis ans Ende! darum daß er sich zu ungerechten Leuten kehrt.
  • Nicht genug, dass er Schuld auf sich lädt — er lehnt sich auch noch offen gegen Gott auf! Laut spottet er vor unseren Ohren und findet viele Worte gegen ihn.«
  • Denn er hat über seine Sünde dazu noch gelästert; er treibt Spott unter uns und macht seiner Reden viel wider Gott.

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