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Parallellesung der Bibel
Lutherbibel
Auflage 2017
Weh der mörderischen Stadt, die voll Lügen und Räuberei ist und von ihrem Rauben nicht lassen will!
Weh der Stadt voll Blutschuld; sie ist nichts als Lüge. Voll von Raffgier ist sie, vom Rauben lässt sie nicht ab.
Denn da wird man hören die Geißeln klappen und die Räder rasseln und die Rosse jagen und die Wagen rollen.
Knallen von Peitschen und Gedröhn rasselnder Räder, durchgehende Pferde und holpernde Streitwagen.
Reiter rücken herauf mit glänzenden Schwertern und blitzenden Spießen. Da liegen viel Erschlagene und große Haufen Leichname, daß ihrer keine Zahl ist und man über die Leichname fallen muß.
Hochsteigende Reiter, flammende Schwerter, blitzende Lanzen, eine Menge Erschlagener, eine Masse von Toten, kein Ende der Leichen, man stolpert über ihre Leichen.
Das alles um der großen Hurerei willen der schönen, lieben Hure, die mit Zauberei umgeht, die mit ihrer Hurerei die Heiden und mit ihrer Zauberei Land und Leute zu Knechten gemacht hat.
Wegen der zahllosen Hurereien der Hure, der Schönen in Anmut, der Meisterin der Zaubereien, weil sie Völker verkaufte durch ihre Hurereien und Stämme durch ihre Zaubereien.
Siehe, ich will an dich, spricht der HERR Zebaoth; ich will dir deine Säume aufdecken unter dein Angesicht und will den Heiden deine Blöße und den Königreichen deine Schande zeigen.
Siehe, ich gehe gegen dich vor — Spruch des HERRN der Heerscharen. Deine Schleppe hebe ich auf bis über dein Gesicht und lasse die Völker deine Blöße sehen; die Königreiche sehen deine Schande.
Ich will dich ganz greulich machen und dich schänden und ein Schauspiel aus dir machen,
Mit Kot bewerfe ich dich, gebe dich der Verachtung preis und mache dich zum Schaustück.
daß alle, die dich sehen, von dir fliehen und sagen sollen: Ninive ist zerstört; wer will Mitleid mit ihr haben? Und wo soll ich dir Tröster suchen?
Dann wird es geschehen: Wer immer dich sieht, schreckt vor dir zurück und sagt: Verwüstet ist Ninive. Wer hat Mitleid mit ihr? Wo soll ich suchen einen Tröster für dich?
Meinst du, du seist besser denn die Stadt No–Amon, die da lag an den Wassern und ringsumher Wasser hatte, deren Mauern und Feste war das Meer?
Soll es dir besser ergehen als No-Amon, das an Strömen lag, von Wasser rings umgeben, dessen Schutzwall ein Meer, dessen Mauern die Wasser waren?
Mohren und Ägypten war ihre unzählige Macht, Put und Libyen waren ihre Hilfe.
Kusch war mächtig und Ägypten kannte keine Grenze. Put und Libyen kamen dir zu Hilfe.
Doch hat sie müssen vertrieben werden und gefangen wegziehen; und sind ihre Kinder auf allen Gassen zerschmettert worden, und um ihre Edlen warf man das Los, und alle ihre Gewaltigen wurden in Ketten und Fesseln gelegt.
Doch auch No-Amon musste in die Verbannung, zog in die Gefangenschaft. Auch seine Kinder wurden zerschmettert an den Ecken aller Gassen und über seine Vornehmen warf man das Los. Alle seine Großen wurden in Fesseln gelegt.
Also mußt du auch trunken werden und dich verbergen und eine Feste suchen vor dem Feinde.
Auch du wirst betrunken, wirst ohnmächtig sein. Auch du wirst Schutz suchen vor dem Feind.
Alle deine festen Städte sind wie Feigenbäume mit reifen Feigen, die, wenn man sie schüttelt, dem ins Maul fallen, der sie essen will.
All deine Festungen sind Bäume mit frühen Feigen: Schüttelt man sie, dann fallen sie dem, der sie essen will, in den Mund.
Siehe, dein Volk soll zu Weibern werden in dir, und die Tore deines Landes sollen deinen Feinden geöffnet werden, und das Feuer soll deine Riegel verzehren.
Siehe, die Krieger in deiner Mitte — Weiber sind sie. Weit stehen deinen Feinden die Tore deines Landes offen; Feuer frisst deine Riegel.
Schöpfe dir Wasser, denn du wirst belagert werden! Bessere deine Festen! Gehe in den Ton und tritt den Lehm und mache starke Ziegel!
Schöpf dir Wasser für die Belagerung, mach fest deine Festungen! Tritt in den Lehm, stampfe den Ton, halte die Ziegelform fest!
Aber das Feuer wir dich fressen und das Schwert töten; es wird dich abfressen wie ein Käfer, ob deines Volks schon viel ist wie Käfer, ob deines Volks schon viel ist wie Heuschrecken.
Dann wird das Feuer dich fressen, wird das Schwert dich vertilgen, wird dich fressen wie ein Heuschreckenschwarm. Werde zahlreich wie die Heuschrecken, zahlreich wie die Wanderheuschrecken!
Du hast mehr Händler, denn Sterne am Himmel sind; aber nun werden sie sich ausbreiten wie Käfer und davonfliegen.
Du hast deine Händler zahlreicher gemacht als die Sterne am Himmel. Die Heuschrecken häuten sich und fliegen davon.
Deiner Herren sind so viel wie Heuschrecken und deiner Hauptleute wie Käfer, die sich an die Zäune lagern in den kalten Tagen; wenn aber die Sonne aufgeht, heben sie sich davon, daß man nicht weiß, wo sie bleiben.
Deine Höflinge sind wie Wanderheuschrecken, deine Schreiber wie ein Schwarm von Heuschrecken, die sich an den Mauern lagern an einem kalten Tag. Geht die Sonne auf, so fliehen sie eilig davon. Man kennt ihren Ort nicht — wo sind sie hin?
Deine Hirten werden schlafen, o König zu Assur, deine Mächtigen werden sich legen; und dein Volk wird auf den Bergen zerstreut sein, und niemand wird sie versammeln.
Deine Hirten schlummern, König von Assur; deine Mächtigen ruhen. Dein Volk ist über die Berge zerstreut und keiner sammelt es.
Niemand wird deinen Schaden lindern, und deine Wunde wird unheilbar sein. Alle, die solches von dir hören, werden mit ihren Händen über dich klatschen; denn über wen ist nicht deine Bosheit ohne Unterlaß gegangen?
Keine Linderung gibt es für deinen Zusammenbruch, unheilbar ist deine Wunde. Jeder, der hört, was man von dir erzählt, klatscht über dich in die Hände. Denn wen traf nicht deine Schlechtigkeit zu jeder Zeit?