Willkommen auf unserer Website, auf der wir die Bibel erforschen! Schön, Sie hier zu treffen!
Möge Ihre Reise in die Welt der Heiligen Schrift fesselnd und inspirierend sein!
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Parallellesung der Bibel
Lutherbibel
Hoffnung für Alle
Ich habe solches oft gehört. Ihr seid allzumal leidige Tröster!
»Ach, solche Worte habe ich schon oft gehört. Ihr alle habt nur schwachen Trost zu bieten!
Wollen die leeren Worte kein Ende haben? Oder was macht dich so frech, also zu reden?
Hört dein hohles Geschwätz niemals auf? Was reizt dich so, dass du mir ständig widersprechen musst?
Ich könnte auch wohl reden wie ihr. Wäre eure Seele an meiner Seele Statt, so wollte ich auch Worte gegen euch zusammenbringen und mein Haupt also über euch schütteln.
Auch ich könnte reden so wie ihr, wenn ich an eurer Stelle wäre! Ich könnte euch dann schöne Vorträge halten und weise mein Haupt schütteln.
Ich wollte euch stärken mit dem Munde und mit meinen Lippen trösten.
Mit meinen Worten würde ich euch stärken und euch mein Beileid aussprechen.
Aber wenn ich schon rede, so schont mein der Schmerz nicht; lasse ich’s anstehen, so geht er nicht von mir.
Doch wenn ich rede, lässt mein Schmerz nicht nach, und schweige ich, so wird es auch nicht besser!«
Nun aber macht er mich müde und verstört alles, was ich bin.
»O Gott, du hast mir meine Kraft genommen, meine Familie und meinen Freundeskreis hast du zerstört.
Er hat mich runzlig gemacht, das zeugt wider mich; und mein Elend steht wider mich auf und verklagt mich ins Angesicht.
Du hast mich gepackt — schon das soll meine Schuld beweisen! Meine Krankheit tritt als Zeuge gegen mich auf.
Sein Grimm zerreißt, und der mir gram ist, beißt die Zähne über mich zusammen; mein Widersacher funkelt mit seinen Augen auf mich.
Gott ist mein Feind geworden, er fletscht die Zähne, zerreißt mich im Zorn und durchbohrt mich mit seinen Blicken.
Sie haben ihren Mund aufgesperrt wider mich und haben mich schmählich auf meine Backen geschlagen; sie haben ihren Mut miteinander an mir gekühlt.
Auch die Menschen verbünden sich gegen mich. Sie reißen ihr Maul gegen mich auf und schlagen mir voller Hohn auf die Wange.
Gott hat mich übergeben dem Ungerechten und hat mich in der Gottlosen Hände lassen kommen.
Gott hat mich bösen Menschen ausgeliefert; Gottlosen bin ich in die Hände gefallen.
Ich war in Frieden, aber er hat mich zunichte gemacht; er hat mich beim Hals genommen und zerstoßen und hat mich ihm zum Ziel aufgerichtet.
Ich lebte in Ruhe und Frieden, aber Gott hat mich aufgeschreckt, mich am Genick gepackt und zerschmettert. Er hat mich zu seiner Zielscheibe gemacht,
Er hat mich umgeben mit seinen Schützen; er hat meine Nieren gespalten und nicht verschont; er hat meine Galle auf die Erde geschüttet.
seine Pfeile schießen auf mich zu. Erbarmungslos durchbohrt er meine Nieren, meine Galle tropft zu Boden.
Er hat mir eine Wunde über die andere gemacht; er ist an mich gelaufen wie ein Gewaltiger.
Wunde um Wunde fügt er mir zu, wie ein Soldat rennt er gegen mich an.
Ich habe einen Sack um meine Haut genäht und habe mein Horn in den Staub gelegt.
In Trauerkleidung sitze ich hier, ich bin am Boden zerstört.
Mein Antlitz ist geschwollen von Weinen, und meine Augenlider sind verdunkelt,
Ich habe dunkle Ringe um die Augen, und mein Gesicht ist rot vom vielen Weinen,
wiewohl kein Frevel in meiner Hand ist und mein Gebet ist rein.
obwohl ich kein Unrecht begangen habe und mein Gebet aus reinem Herzen kommt.«
Ach Erde, bedecke mein Blut nicht! und mein Geschrei finde keine Ruhestätte!
»O Erde, bedecke mein Blut nicht, lass meinen Hilfeschrei niemals verstummen!
Auch siehe da, mein Zeuge ist im Himmel; und der mich kennt, ist in der Höhe.
Doch auch jetzt schon habe ich einen Zeugen hoch im Himmel; der tritt für mich ein!
Meine Freunde sind meine Spötter; aber mein Auge tränt zu Gott,
Meine Freunde verspotten mich, darum schaue ich unter Tränen nach Gott aus.
daß er entscheiden möge zwischen dem Mann und Gott, zwischen dem Menschenkind und seinem Freunde.
Er wird mich freisprechen und mir bei anderen Menschen Recht verschaffen.