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Parallellesung der Bibel

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Lutherbibel

Hoffnung für Alle

  • Da antwortete Eliphas von Theman und sprach:
  • Da antwortete Elifas aus Teman:
  • Soll ein weiser Mann so aufgeblasene Worte reden und seinen Bauch so blähen mit leeren Reden?
  • »Und du willst ein weiser Mann sein, Hiob? Leere Worte! Du machst nichts als leere Worte!
  • Du verantwortest dich mit Worten, die nicht taugen, und dein Reden ist nichts nütze.
  • Kein Weiser würde so reden wie du! Wie du dich wehrst und zurückschlägst! Das ist doch völlig nutzlos! Was du sagst, hat keinen Wert!
  • Du hast die Furcht fahren lassen und redest verächtlich vor Gott.
  • Wenn du so weitermachst, wird niemand mehr Ehrfurcht vor Gott haben, niemand wird sich noch auf ihn besinnen.
  • Denn deine Missetat lehrt deinen Mund also, und hast erwählt eine listige Zunge.
  • Hinter vielen Worten willst du deine Schuld verstecken, listig lenkst du von ihr ab!
  • Dein Mund verdammt dich, und nicht ich; deine Lippen zeugen wider dich.
  • Ich muss dich gar nicht schuldig sprechen — du selbst tust es; jedes deiner Worte klagt dich an.
  • Bist du der erste Mensch geboren? bist du vor allen Hügeln empfangen?
  • Bist du als erster Mensch geboren worden, noch ehe Gott die Berge schuf?
  • Hast du Gottes heimlichen Rat gehört und die Weisheit an dich gerissen?
  • Hast du etwa Gottes geheime Beratungen belauscht und kennst seine Pläne? Du meinst wohl, du hast die Weisheit gepachtet!
  • Was weißt du, das wir nicht wissen? was verstehst du, das nicht bei uns sei?
  • Was weißt du denn, das wir nicht auch schon wüssten; was du begriffen hast, begreifen wir schon längst!
  • Es sind Graue und Alte unter uns, die länger gelebt haben denn dein Vater.
  • Hinter uns stehen alte, weise Männer, die älter wurden als dein Vater.
  • Sollten Gottes Tröstungen so gering vor dir gelten und ein Wort, in Lindigkeit zu dir gesprochen?
  • Hiob, Gott will dich trösten! Ist dir das gar nichts wert? Durch uns redet er dich freundlich an.
  • Was nimmt dein Herz vor? was siehst du so stolz?
  • Was erlaubst du dir! Du lässt dich vom Ärger mitreißen, aus deinen Augen sprüht der Zorn;
  • Was setzt sich dein Mut wider Gott, daß du solche Reden aus deinem Munde lässest?
  • so ziehst du gegen Gott zu Felde und klagst ihn erbittert an!
  • Was ist ein Mensch, daß er sollte rein sein, und daß der sollte gerecht sein, der vom Weibe geboren ist?
  • Welcher Mensch ist wirklich schuldlos, wer kann vor Gott bestehen?
  • Siehe, unter seinen Heiligen ist keiner ohne Tadel, und die Himmel sind nicht rein vor ihm.
  • Selbst seinen Engeln vertraut Gott nicht, in seinen Augen ist sogar der Himmel unvollkommen.
  • Wie viel weniger ein Mensch, der ein Greuel und schnöde ist, der Unrecht säuft wie Wasser.
  • Wie viel mehr die Menschen: Abscheulich und verdorben sind sie, am Unrecht trinken sie sich satt, als wäre es Wasser!
  • Ich will dir’s zeigen, höre mir zu; und ich will dir erzählen, was ich gesehen habe,
  • Hör mir zu, Hiob! Ich will dir etwas erklären, was ich aus eigener Erfahrung weiß,
  • was die Weisen gesagt haben und ihren Vätern nicht verhohlen gewesen ist,
  • es stimmt auch mit den Worten der alten, weisen Männer überein. Sie wiederum haben es von ihren Vätern gelernt,
  • welchen allein das Land gegeben war, daß kein Fremder durch sie gehen durfte:
  • denen damals das Land ganz allein gehörte, von jedem fremden Einfluss unberührt.
  • Der Gottlose bebt sein Leben lang, und dem Tyrannen ist die Zahl seiner Jahre verborgen.
  • Sie sagten: Der Gewalttäter zittert vor Angst, er, der von Gott nichts wissen wollte, hat nicht mehr lange zu leben.
  • Was er hört, das schreckt ihn; und wenn’s gleich Friede ist, fürchtet er sich, der Verderber komme,
  • Schreckensrufe gellen ihm in den Ohren, mitten im Frieden wird ihn der Attentäter überfallen.
  • glaubt nicht, daß er möge dem Unglück entrinnen, und versieht sich immer des Schwerts.
  • Er glaubt nicht mehr, dass er der Finsternis entkommen wird. Das Schwert des Mörders wartet schon auf ihn.
  • Er zieht hin und her nach Brot, und es dünkt ihn immer, die Zeit seines Unglücks sei vorhanden.
  • Auf der Suche nach Nahrung irrt er umher, aber findet nichts. Er weiß, dass bald sein letztes Stündlein schlägt.
  • Angst und Not schrecken ihn und schlagen ihn nieder wie ein König mit einem Heer.
  • Ihn packt das Grauen, Verzweiflung überfällt ihn wie ein König, der zum Angriff bläst.
  • Denn er hat seine Hand wider Gott gestreckt und wider den Allmächtigen sich gesträubt.
  • Denn er hat Gott mit der Faust gedroht und wagte es, den Allmächtigen zu bekämpfen.
  • Er läuft mit dem Kopf an ihn und ficht halsstarrig wider ihn.
  • Starrköpfig, wie er war, rannte er gegen Gott an mit seinem runden, dicken Schild.
  • Er brüstet sich wie ein fetter Wanst und macht sich feist und dick.
  • Ja, er fühlte sich stark, wurde selbstsicher und überheblich,
  • Er wohnt in verstörten Städten, in Häusern, da man nicht bleiben darf, die auf einem Haufen liegen sollen.
  • aber er wird an verwüsteten Orten hausen, in halb zerfallenen Häusern, in denen es keiner mehr aushält, die bald nur noch Ruinen sind.
  • Er wird nicht reich bleiben, und sein Gut wird nicht bestehen, und sein Glück wird sich nicht ausbreiten im Lande.
  • Dieser Mensch wird seinen Reichtum nicht behalten, und sein Besitz ist nur von kurzer Dauer.
  • Unfall wird nicht von ihm lassen. Die Flamme wird seine Zweige verdorren, und er wird ihn durch den Odem seines Mundes wegnehmen.
  • Der Finsternis wird er nicht entrinnen; er ist wie ein Baum, dessen Zweige das Feuer versengt. Gott spricht nur ein Wort, und schon ist er nicht mehr da.
  • Er wird nicht bestehen, denn er ist in seinem eiteln Dünkel betrogen; und eitel wird sein Lohn werden.
  • Wenn er auf Werte vertraut, die nicht tragen, betrügt er sich selbst, nur Enttäuschung wird sein Lohn sein.
  • Er wird ein Ende nehmen vor der Zeit; und sein Zweig wird nicht grünen.
  • Früher, als er denkt, wird Gottes Vergeltung ihn treffen. Dann verwelkt er und wird nie wieder grünen.
  • Er wird abgerissen werden wie eine unzeitige Traube vom Weinstock, und wie ein Ölbaum seine Blüte abwirft.
  • Er gleicht einem Weinstock, der die Trauben verliert, und einem Ölbaum, der seine Blüten abwirft.
  • Denn der Heuchler Versammlung wird einsam bleiben; und das Feuer wird fressen die Hütten derer, die Geschenke nehmen.
  • So geht es allen, die Gott missachten: Über kurz oder lang sterben sie aus. Mit Bestechungsgeldern bauen sie ihr Haus, aber ein Feuer wird alles verwüsten.
  • Sie gehen schwanger mit Unglück und gebären Mühsal, und ihr Schoß bringt Trug.
  • Sie tragen sich mit bösen Plänen, Gemeinheiten brüten sie aus und setzen Unheil in die Welt.«

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