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Parallellesung der Bibel

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Lutherbibel

Hoffnung für Alle

  • Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe,
  • »Wie vergänglich ist der Mensch! Wie kurz sind seine Jahre! Wie mühsam ist sein Leben!
  • geht auf wie eine Blume und fällt ab, flieht wie ein Schatten und bleibt nicht.
  • Er blüht auf wie eine Blume — und verwelkt; er verschwindet wie ein Schatten — und fort ist er!
  • Und du tust deine Augen über einen solchen auf, daß du mich vor dir ins Gericht ziehest.
  • Und doch verlierst du ihn nicht aus den Augen und stellst ihn vor dein Gericht!
  • Kann wohl ein Reiner kommen von den Unreinen? Auch nicht einer.
  • Du musst doch wissen, dass aus Unreinheit nichts Reines entsteht. Wie sollte da ein Mensch vollkommen sein? Alle sind mit Schuld beladen!
  • Er hat seine bestimmte Zeit, die Zahl seiner Monden steht bei dir; du hast ein Ziel gesetzt, das wird er nicht überschreiten.
  • Die Jahre eines jeden Menschen sind gezählt; die Dauer seines Lebens hast du festgelegt. Du hast ihm eine Grenze gesetzt, die er nicht überschreiten kann.
  • So tu dich von ihm, daß er Ruhe habe, bis daß seine Zeit komme, deren er wie ein Tagelöhner wartet.
  • So schau jetzt weg von ihm, damit er Ruhe hat und seines Lebens noch froh wird, wie ein Arbeiter am Feierabend!
  • Ein Baum hat Hoffnung, wenn er schon abgehauen ist, daß er sich wieder erneue, und seine Schößlinge hören nicht auf.
  • Für einen Baum gibt es immer noch Hoffnung, selbst wenn man ihn gefällt hat; aus dem Stumpf wachsen wieder frische Triebe nach.
  • Ob seine Wurzel in der Erde veraltet und sein Stamm im Staub erstirbt,
  • Auch wenn seine Wurzeln im Erdreich absterben und der Stumpf langsam im Boden vertrocknet,
  • so grünt er doch wieder vom Geruch des Wassers und wächst daher, als wäre er erst gepflanzt.
  • erwacht er doch zu neuem Leben, sobald er Wasser bekommt. Neue Triebe schießen empor wie bei einer jungen Pflanze.
  • Aber der Mensch stirbt und ist dahin; er verscheidet, und wo ist er?
  • Aber wenn ein Mensch gestorben ist, dann ist er dahin. Er hat sein Leben ausgehaucht. Wo ist er nun?
  • Wie ein Wasser ausläuft aus dem See, und wie ein Strom versiegt und vertrocknet,
  • Wie Wasser, das aus einem See ausläuft, und wie ein Flussbett, das vertrocknet,
  • so ist ein Mensch, wenn er sich legt, und wird nicht aufstehen und wird nicht aufwachen, solange der Himmel bleibt, noch von seinem Schlaf erweckt werden.
  • so ist der Mensch, wenn er stirbt: Er legt sich nieder und steht nie wieder auf. Ja, die Toten werden niemals erwachen, solange der Himmel besteht! Nie wieder werden sie aus ihrem Schlaf erweckt!
  • Ach, daß du mich in der Hölle verdecktest und verbärgest, bis dein Zorn sich lege, und setztest mir ein Ziel, daß du an mich dächtest!
  • O Gott, versteck mich doch bei den Toten! Schließ mich für eine Weile dort ein, bis dein Zorn verflogen ist! Aber setz dir eine Frist und denk dann wieder an mich! —
  • Wird ein toter Mensch wieder leben? Alle Tage meines Streites wollte ich harren, bis daß meine Veränderung komme!
  • Meinst du, ein Mensch wird wieder lebendig, wenn er gestorben ist? — Dann könnte ich trotz meiner Qualen auf bessere Zeiten hoffen wie ein Zwangsarbeiter, der die Tage bis zu seiner Entlassung zählt.
  • Du würdest rufen, und ich dir antworten; es würde dich verlangen nach dem Werk deiner Hände.
  • Denn dann wirst du mich rufen, und ich werde dir antworten. Du wirst dich nach mir sehnen, weil du selbst mich geschaffen hast.
  • Jetzt aber zählst du meine Gänge. Hast du nicht acht auf meine Sünden?
  • Meine Wege siehst du auch dann noch, aber meine Sünden hältst du mir nicht mehr vor.
  • Du hast meine Übertretung in einem Bündlein versiegelt und meine Missetat zusammengefaßt.
  • Was immer ich begangen habe, verschließt du wie in einem Beutel, meine Schuld löschst du für immer aus.
  • Zerfällt doch ein Berg und vergeht, und ein Fels wird von seinem Ort versetzt;
  • Doch selbst Berge stürzen und zerfallen, Felsen rutschen zu Tal.
  • Wasser wäscht Steine weg, und seine Fluten flößen die Erde weg: aber des Menschen Hoffnung ist verloren;
  • Wasser zermahlt die Steine zu Sand, und Sturzbäche reißen den Erdboden fort. Genauso zerstörst du jede Hoffnung des Menschen.
  • denn du stößest ihn gar um, daß er dahinfährt, veränderst sein Wesen und lässest ihn fahren.
  • Du überwältigst ihn, zwingst ihn zu Boden; mit entstelltem Gesicht liegt er da und stirbt. Du schickst ihn fort — er kommt nie wieder.
  • Sind seine Kinder in Ehren, das weiß er nicht; oder ob sie gering sind, des wird er nicht gewahr.
  • Ob seine Kinder einst berühmt sind oder ob man sie verachtet, er weiß nichts davon. Ihre Zukunft bleibt ihm völlig verborgen.
  • Nur sein eigen Fleisch macht ihm Schmerzen, und seine Seele ist ihm voll Leides.
  • Er fühlt nur die eigenen Schmerzen und trauert nur über sich selbst.«

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