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Parallellesung der Bibel
Auflage 2017
Lutherbibel
Auch heute ist meine Klage Widerspruch; schwer lastet seine Hand auf meinem Seufzen.
Meine Rede bleibt noch betrübt; meine Macht ist schwach über meinem Seufzen.
Wüsste ich doch, wie ich ihn finden könnte, gelangen könnte zu seiner Stätte.
Ach daß ich wüßte, wie ich ihn finden und zu seinem Stuhl kommen möchte
Ich wollte vor ihm den Rechtsfall ausbreiten, meinen Mund mit Beweisen füllen.
und das Recht vor ihm sollte vorlegen und den Mund voll Verantwortung fassen
Ich möchte wissen, mit welchen Worten er mir Antwort gibt, möchte erfahren, was er mir zu sagen hat.
und erfahren die Reden, die er mir antworten, und vernehmen, was er mir sagen würde!
Würde er in der Fülle der Macht mit mir streiten? Nein, gerade er wird auf mich achten!
Will er mit großer Macht mit mir rechten? Er stelle sich nicht so gegen mich,
Dort würde ein Redlicher mit ihm rechten und ich käme für immer frei von meinem Richter.
sondern lege mir’s gleich vor, so will ich mein Recht wohl gewinnen.
Seht, gehe ich nach Osten, so ist er nicht da, nach Westen, so bemerke ich ihn nicht,
Aber gehe ich nun stracks vor mich, so ist er nicht da; gehe ich zurück, so spüre ich ihn nicht;
nach Norden, sein Tun erblicke ich nicht; biege ich nach Süden, sehe ich ihn nicht.
ist er zur Linken, so schaue ich ihn nicht; verbirgt er sich zur Rechten, so sehe ich ihn nicht.
Doch er kennt den Weg, den ich gehe; prüfte er mich, ich ginge wie Gold hervor.
Er aber kennt meinen Weg wohl. Er versuche mich, so will ich erfunden werden wie das Gold.
Mein Fuß hielt fest an seiner Spur, seinen Weg hielt ich ein und bog nicht ab.
Denn ich setze meinen Fuß auf seine Bahn und halte seinen Weg und weiche nicht ab
Das Gebot seiner Lippen gab ich nicht auf; seines Mundes Worte barg ich in meinem Inneren.
und trete nicht von dem Gebot seiner Lippen und bewahre die Reden seines Mundes mehr denn mein eigen Gesetz.
Doch er bleibt der Eine, wer stimmt ihn um? Wonach seine Seele verlangte, das machte er.
Doch er ist einig; wer will ihm wehren? Und er macht’s wie er will.
Ja, er vollendet, was er mir bestimmt hat; und Ähnliches hat er noch viel im Sinn.
Denn er wird vollführen, was mir bestimmt ist, und hat noch viel dergleichen im Sinne.
Darum erschrecke ich vor seinem Angesicht; denke ich daran, gerate ich in Angst vor ihm.
Darum erschrecke ich vor ihm; und wenn ich’s bedenke, so fürchte ich mich vor ihm.
Gott macht mein Herz verzagt, der Allmächtige versetzt mich in Schrecken.
Gott hat mein Herz blöde gemacht, und der Allmächtige hat mich erschreckt.