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Parallellesung der Bibel
Auflage 2017
Hoffnung für Alle
Nun hörten jene drei Männer auf, Ijob zu entgegnen, weil er gerecht war in seinen eigenen Augen.
Da gaben es die drei Männer auf, weiter mit Hiob zu reden, denn er hielt an seiner Unschuld fest.
Da entbrannte der Zorn Elihus, des Sohnes Barachels, des Busiters aus dem Geschlecht Ram. Gegen Ijob entbrannte sein Zorn, weil er sich für gerechter hielt als Gott.
Doch der Busiter Elihu, der Sohn von Barachel aus der Sippe Ram, wurde von Zorn gepackt. Er war wütend auf Hiob, weil dieser meinte, gegenüber Gott im Recht zu sein.
Auch gegen seine drei Freunde entbrannte sein Zorn, weil sie keine Antwort mehr gefunden und Ijob schuldig gesprochen hatten.
Auch auf die drei Freunde war er zornig, weil sie auf Hiobs Anklagen keine Antwort mehr fanden, obwohl sie ihn ständig für schuldig erklärten.
Elihu aber hatte Ijob gegenüber mit Worten gezögert, weil jene älter waren als er.
Elihu hatte bis jetzt gezögert, Hiob etwas zu sagen, denn die anderen waren älter als er.
Doch als Elihu sah, dass die drei Männer keine Antwort mehr wussten, entbrannte sein Zorn.
Doch als er merkte, dass sie nichts mehr zu entgegnen wussten, packte ihn der Zorn.
Da ergriff Elihu, der Sohn Barachels, der Busiter, das Wort und sprach: Noch bin ich jung an Jahren, doch ihr seid hochbetagt; deshalb hielt ich mich zurück und scheute mich, euch mein Wissen zu beweisen.
Er ergriff das Wort: »Ich bin noch jung, und ihr seid alte Männer, darum wagte ich es nicht, euch mein Wissen mitzuteilen.
Ich dachte: Mag erst das Alter reden, der Jahre Fülle Weisheit künden.
Ich dachte: ›Lass erst die alten Männer sprechen, sie schöpfen aus reicher Erfahrung!‹
Jedoch, es ist der Geist im Menschen, des Allmächtigen Hauch, der ihn verständig macht.
Doch auf den Geist im Menschen kommt es an, auf diese Gabe des Allmächtigen: Sie allein gibt ihm Weisheit!
Nicht viele sind weise noch Greise stets des Rechten kundig.
Nein, nicht nur die Betagten sind weise; man muss nicht im vorgerückten Alter sein, um zu begreifen, was richtig ist.
Darum sage ich: Hört mich an! Beweisen will auch ich mein Wissen.
Und darum sage ich: Hört mir zu! Jetzt will ich euch zeigen, was ich weiß!
Seht, gewartet habe ich auf eure Worte, gelauscht auf eure klugen Sprüche, bis ihr die rechten Worte fändet.
Geduldig habe ich euch zugehört und darauf gewartet, dass ihr treffende Worte findet und Hiob eine passende Antwort gebt.
Ich bin euch aufmerksam gefolgt, doch seht, keiner hat Ijob widerlegt, keiner von euch ihm zu entgegnen vermocht.
Ich habe euer Gespräch aufmerksam verfolgt — doch keiner von euch konnte ihn zurechtweisen und seine Erklärungen entkräften.
Sagt nicht: Wir haben die Weisheit gefunden. Gott wird ihn vertreiben, nicht ein Mensch.
Sagt jetzt nur nicht: ›Natürlich sind wir weise — doch ihn widerlegen, das soll Gott tun, nicht ein Mensch!‹
Nicht gegen mich richten sich seine Reden, nicht mit euren Worten werde ich ihm entgegnen.
Hiobs Reden waren nicht gegen mich gerichtet, und nicht mit euren Worten werde ich ihm begegnen.
Besiegt sind sie, geben keine Antwort mehr, die Worte sind ihnen ausgegangen.
Ihr seid am Ende, ihr habt nichts mehr zu sagen, euch fehlen die Worte!
Soll ich nun warten, wenn sie nicht reden, wenn sie dastehen, nichts mehr zu sagen wissen?
Soll ich etwa noch länger warten, nur weil ihr euch in Schweigen hüllt, weil ihr dasteht und nichts mehr zu erwidern habt?
So will auch ich nun meinen Teil erwidern, beweisen will auch ich mein Wissen.
Nein, jetzt bin ich an der Reihe! Ich will Hiob Antwort geben aus meinem reichen Wissensschatz!
Denn angefüllt bin ich mit Worten, mich drängt der Geist in meiner Brust.
Denn ich kann meine Gedanken nicht länger zurückhalten, der Geist in mir drängt mich zum Reden.
Mein Inneres ist wie Wein, der keine Luft hat, wie neue Schläuche muss es bersten.
Es gärt in mir wie neuer Wein im fest verschlossenen Lederschlauch: Ich platze fast!
Reden will ich, dann wird mir leichter, ich öffne meine Lippen und entgegne.
Ich muss jetzt etwas sagen, dann wird mir leichter! Ich kann nicht länger an mich halten!
Ich will für niemanden Partei ergreifen und keinem Menschen schmeicheln.
Keinen von euch werde ich bevorzugen, keinem nach dem Munde reden,