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Parallellesung der Bibel
Hoffnung für Alle
Auflage 2017
Trügerisch ist jede Hoffnung, ihn zu fangen; sein bloßer Anblick wirft dich schon zu Boden!
Sieh, das Hoffen darauf wird enttäuscht; sein bloßer Anblick bringt zu Fall.
Wenn es niemand wagen kann, ihn auch nur zu reizen, wer will dann mir erst gegenübertreten?
So kühn ist keiner, es zu reizen; wer könnte mir wohl trotzen?
Wer hat mir jemals etwas gegeben, das er nun von mir zurückfordern könnte? Mir gehört die ganze weite Welt.
Wer ist mir je entgegengetreten, dass ich ihm etwas zurückgeben müsste? Alles unter dem Himmel ist mein.
Ich will dir den Leviatan beschreiben, seine Stärke und die Schönheit seiner Gestalt:
Ich will nicht schweigen von seinen Gliedern, von seiner Kraft und Größe, von seiner gefälligen Gestalt.
Wer ist in der Lage, ihm den Panzer auszuziehen, wer wagt es, ihm zwischen die Zähne zu greifen?
Wer hat die Hülle seines Kleides aufgedeckt, wer ist eingedrungen in seinen Doppelpanzer?
Wer kann das Tor seines Mauls aufbrechen, das von den fürchterlichen Zähnen verteidigt wird?
Wer hat die Tore seines Gesichts geöffnet? Rings um seine Zähne lagert Schrecken.
Und schau dir seinen Schuppenpanzer an: wie eine Reihe von Schilden, fest miteinander verbunden!
Sein schützender Panzer ist sein Stolz, verschlossen mit Siegel aus Kieselstein.
Eine Schuppenplatte sitzt neben der anderen, kein Lufthauch geht zwischen ihnen hindurch!
Einer reiht sich an den andern, kein Lufthauch dringt zwischen ihnen durch.
Sie hängen fest aneinander und sind so eng verbunden, dass niemand sie auseinanderreißen kann.
Fest haftet jeder an dem andern, sie sind verklammert, lösen sich nicht.
Licht blitzt auf, wenn er schnaubt, und seine Augen funkeln wie die ersten Sonnenstrahlen.
Sein Niesen lässt Licht aufleuchten; seine Augen sind wie die Lider der Morgenröte.
Aus seinem Rachen schießen Feuerflammen, und die Funken sprühen.
Aus seinem Maul fahren brennende Fackeln, feurige Funken schießen hervor.
Aus seinen Nüstern quillt der Rauch wie aus einem Kessel über dem Feuer.
Rauch dampft aus seinen Nüstern wie aus kochendem, heißem Topf.
Sein Atemstoß setzt Kohlen in Brand, eine Flamme schießt aus seinem Rachen hervor.
Sein Atem entflammt glühende Kohlen, eine Flamme schlägt aus seinem Maul hervor.
Sein Nacken strotzt vor Kraft; wo dieses Ungeheuer hinkommt, da geht die Angst voraus.
Stärke wohnt in seinem Nacken, vor ihm tanzt die bange Furcht.
Die Hautfalten am Bauch sind fest und straff, als wären sie gegossen.
Straff liegt seines Wanstes Fleisch, wie angegossen, unbewegt.
Seine Brust ist hart wie Stein, ja, so fest wie ein Mühlstein.
Sein Herz ist fest wie Stein, fest wie der untere Mühlstein.
Wenn sich der Leviatan erhebt, geraten selbst Helden in Angst und Schrecken und wissen nicht mehr aus noch ein.
Erhebt es sich, erschrecken selbst die Göttlichen; vor Schrecken wissen sie nicht aus noch ein.
Jeder Schwerthieb gegen ihn bleibt ohne Wirkung; Speer, Pfeil und Lanze prallen ab.
Trifft man es, kein Schwert hält stand, nicht Lanze noch Geschoss und Pfeil.
Waffen aus Eisen fürchtet er nicht mehr als einen Strohhalm, und Bronze ist für ihn wie morsches Holz.
Eisen achtet es wie Stroh, Bronze wie morsch gewordenes Holz.
Mit Pfeilen lässt er sich nicht in die Flucht jagen, Schleudersteine hält er bloß für Grashälmchen
Kein Bogenpfeil wird es verjagen, in Stoppeln verwandeln sich ihm die Steine der Schleuder.
und eine Keule für dürres Stroh. Er kann nur lachen, wenn die Speere auf ihn sausen.
Wie Stoppeln dünkt ihm die Keule, es lacht nur über das Gerassel des Sichelschwerts.
Unter seinem Bauch ragen Zacken hervor; sie lassen Spuren im Schlamm zurück, als wäre ein Dreschschlitten darübergefahren.
Sein Unteres sind Scherbenspitzen; einen Dreschschlitten zieht es über den Schlamm.
Er lässt die Tiefe brodeln wie kochendes Wasser, das Meer wallt auf wie Salbe im Kochtopf.
Die Tiefe lässt es brodeln wie den Kessel, macht das Meer zu einem Salbentopf.
Er hinterlässt eine glitzernde Spur; man denkt, das Meer hätte silbernes Haar.
Es hinterlässt eine leuchtende Spur; man meint, die Flut sei graues Haar.
Keiner auf der Erde reicht an ihn heran — er ist ein Geschöpf, das Furcht nicht kennt.
Auf Erden gibt es seinesgleichen nicht, gemacht, um sich nie zu fürchten.