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Parallellesung der Bibel

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Lutherbibel

Hoffnung für Alle

  • Und Hiob fuhr fort und hob an seine Sprüche und sprach:
  • Hiob fuhr fort:
  • So wahr Gott lebt, der mir mein Recht weigert, und der Allmächtige, der meine Seele betrübt;
  • »Das schwöre ich, so wahr Gott, der Allmächtige, lebt, der mir mein Recht verweigert und mich bittere Stunden durchleiden lässt:
  • solange mein Odem in mir ist und der Hauch von Gott in meiner Nase ist:
  • Solange er mir den Atem gibt, solange ich noch Leben in mir spüre,
  • meine Lippen sollen nichts Unrechtes reden, und meine Zunge soll keinen Betrug sagen.
  • werde ich nie die Unwahrheit sagen, kein betrügerisches Wort soll über meine Lippen kommen!
  • Das sei ferne von mir, daß ich euch recht gebe; bis daß mein Ende kommt, will ich nicht weichen von meiner Unschuld.
  • Verflucht will ich sein, wenn ich euch jemals recht gebe! Bis zum letzten Atemzug bleibe ich dabei: Ich bin unschuldig!
  • Von meiner Gerechtigkeit, die ich habe, will ich nicht lassen; mein Gewissen beißt mich nicht meines ganzen Lebens halben.
  • Ich bin im Recht — und davon lasse ich nicht ab! Ich habe ein reines Gewissen.
  • Aber mein Feind müsse erfunden werden als ein Gottloser, und der sich wider mich auflehnt, als ein Ungerechter.
  • Wer mich verklagt, sich zu Unrecht gegen mich stellt, der soll schuldig gesprochen werden. Gott soll ihn mit vollem Recht verurteilen!
  • Denn was ist die Hoffnung des Heuchlers, wenn Gott mit ihm ein Ende macht und seine Seele hinreißt?
  • Wer Gott verachtet, hat nichts mehr zu hoffen, wenn seine Stunde schlägt, wenn Gott von ihm sein Leben fordert.
  • Meinst du, das Gott sein Schreien hören wird, wenn die Angst über ihn kommt?
  • Wenn Angst und Schrecken ihn überfallen, wird Gott sein Schreien nicht erhören.
  • Oder kann er an dem Allmächtigen seine Lust haben und Gott allezeit anrufen?
  • Denn an Gott hat er sich nie gefreut, zu ihm zu beten, lag ihm fern.
  • Ich will euch lehren von der Hand Gottes; und was bei dem Allmächtigen gilt, will ich nicht verhehlen.
  • Ich will euch Gottes große Macht vor Augen führen und euch nicht verschweigen, was der Allmächtige tun will.
  • Siehe, ihr haltet euch alle für klug; warum bringt ihr denn solch unnütze Dinge vor?
  • Ihr habt es doch alle selbst gesehen, warum redet ihr dann solchen Unsinn?«
  • Das ist der Lohn eines gottlosen Menschen bei Gott und das Erbe der Tyrannen, das sie von dem Allmächtigen nehmen werden:
  • »Was steht einem Menschen zu, der Gott verachtet? Welchen Lohn zahlt der Allmächtige ihm für seine skrupellosen Taten?
  • wird er viele Kinder haben, so werden sie des Schwertes sein; und seine Nachkömmlinge werden des Brots nicht satt haben.
  • Er hat viele Söhne, doch sie fallen im Krieg; seine Nachkommen müssen bitteren Hunger leiden.
  • Die ihm übrigblieben, wird die Seuche ins Grab bringen; und seine Witwen werden nicht weinen.
  • Wer dann noch lebt, stirbt an der Pest; ihm selbst weinen seine Witwen keine Träne nach.
  • Wenn er Geld zusammenbringt wie Staub und sammelt Kleider wie Lehm,
  • Er hat Silber aufgehäuft, als wäre es bloßer Staub, und kostbare Kleider gestapelt;
  • so wird er es wohl bereiten; aber der Gerechte wird es anziehen, und der Unschuldige wird das Geld austeilen.
  • doch aufrichtige Menschen werden sie tragen, und wer schuldlos ist, wird seinen Silberschatz verteilen.
  • Er baut sein Haus wie eine Spinne, und wie ein Wächter seine Hütte macht.
  • Sein Haus hält nicht länger als ein Spinngewebe; es verfällt wie ein Unterschlupf, den sich ein Wächter draußen für die Nacht aufstellt.
  • Der Reiche, wenn er sich legt, wird er’s nicht mitraffen; er wird seine Augen auftun, und da wird nichts sein.
  • Legt sich der Gottlose abends nieder, fehlt nichts von seinem Reichtum; am nächsten Morgen jedoch ist alles dahin!
  • Es wird ihn Schrecken überfallen wie Wasser; des Nachts wird ihn das Ungewitter wegnehmen.
  • Wie eine Flut holt ihn das Unheil ein; in der Nacht wirbelt ihn der Sturm davon.
  • Der Ostwind wird ihn wegführen, daß er dahinfährt; und Ungestüm wird ihn von seinem Ort treiben.
  • Der heiße Wüstenwind packt ihn und weht ihn fort!
  • Er wird solches über ihn führen und wird sein nicht schonen; vor seiner Hand muß er fliehen und wieder fliehen.
  • Hals über Kopf will er fliehen, doch erbarmungslos überfällt ihn der Sturm;
  • Man wird über ihn mit den Händen klatschen und über ihn zischen, wo er gewesen ist.
  • er heult und pfeift um ihn her, als wollte er ihn verhöhnen.«

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