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Parallellesung der Bibel

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Auflage 2017

Hoffnung für Alle

  • Rühme dich nicht des morgigen Tages, denn du weißt nicht, was der Tag gebiert.
  • Brüste dich nicht mit dem, was du morgen tun willst, denn du weißt nicht, was der Tag dir bringt!
  • Rühmen soll dich ein anderer, nicht dein eigener Mund, ein Fremder, nicht deine eigenen Lippen.
  • Überlass es anderen, dich zu loben! Es ist besser, ein Fremder rühmt dich, als du selbst!
  • Schwer ist der Stein und eine Last ist der Sand, doch der Ärger mit einem Toren ist schwerer als beide.
  • Schon ein Stein oder eine Karre Sand sind sehr schwer, aber der Ärger über einen Dummkopf wiegt mehr als beide zusammen!
  • Mag der Zorn grausam sein und überschäumend die Wut, wer aber besteht vor der Eifersucht?
  • Zorn und Wut sind so zerstörerisch wie ein reißender Strom — gegen die Eifersucht aber verblassen sie beide!
  • Besser offener Tadel als Liebe, die sich nicht zeigt.
  • Liebe, die offen zurechtweist, ist besser als Liebe, die sich ängstlich zurückhält.
  • Treu gemeint sind die Schläge eines Freundes, zahlreich die Küsse eines Feindes.
  • Ein Freund meint es gut, selbst wenn er dich verletzt; ein Feind aber schmeichelt dir mit übertrieben vielen Küssen.
  • Der Satte tritt Honig mit Füßen, doch dem Hungrigen schmeckt alles Bittere süß.
  • Wer satt ist, will auch den besten Honig nicht mehr sehen; dem Hungrigen aber schmeckt sogar das Bittere süß.
  • Wie ein Vogel, der aus seinem Nest flüchtet, so ist ein Mensch, der aus seiner Heimat fliehen muss.
  • Wer seine Heimat verlässt, ist wie ein Vogel, der seinem Nest entflieht.
  • Salböl und Räucherwerk erfreuen das Herz — so auch die Herzlichkeit eines Freundes aus innerer Überzeugung.
  • Duftendes Öl und Weihrauch erfreuen das Herz, genauso wohltuend ist der gute Rat eines Freundes.
  • Deinen Freund und deines Vaters Freund gib nicht auf, geh nicht in das Haus deines Bruders, wenn du in Not bist! Besser ein Nachbar in der Nähe als ein Bruder in der Ferne.
  • Verlass niemals deinen Freund oder den Freund deines Vaters! Wenn du in Not gerätst, dann geh nicht bis zum Haus deines Bruders! Ein Nachbar in der Nähe kann dir besser helfen als der Bruder in der Ferne.
  • Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz, damit ich dem antworten kann, der mich beschimpft!
  • Sei verständig, mein Sohn, und mach mir diese Freude! Dann habe ich eine passende Antwort für jeden, der mich verachtet und beschimpft.
  • Der Kluge sieht das Unheil und verbirgt sich, die Unerfahrenen laufen weiter und müssen es büßen.
  • Der Kluge sieht das Unglück voraus und bringt sich in Sicherheit; ein Unerfahrener rennt mitten hinein und muss die Folgen tragen.
  • Nimm ihm das Kleid, denn er hat für einen andern gebürgt! Einer Fremden wegen pfände bei ihm!
  • Wenn jemand so leichtsinnig war, für die Schulden eines Fremden zu bürgen, dann leihe ihm nur etwas gegen Pfand!
  • Wer seinen Nächsten zu laut begrüßt, dem wird es frühmorgens als Verwünschung ausgelegt.
  • Wenn jemand seinen Nachbarn frühmorgens mit lauter Stimme begrüßt, dann wird es ihm als Verwünschung ausgelegt.
  • Ein ständig tropfendes Dach in der Regenzeit und eine zänkische Frau gleichen einander.
  • Eine nörgelnde Frau ist so unerträglich wie ein undichtes Dach bei Dauerregen!
  • Wer sie festhält, hält den Wind fest und seine Hand greift nach Öl.
  • Sie zum Schweigen zu bringen ist so sinnlos, wie den Wind zu fangen oder Öl mit den Händen zu halten!
  • Eisen wird an Eisen geschliffen; so schleift einer den Charakter des andern.
  • Wie man Eisen durch Eisen schleift, so schleift ein Mensch den Charakter eines anderen.
  • Wer einen Feigenbaum pflegt, wird seine Frucht essen, wer auf seinen Herrn Acht gibt, wird geehrt.
  • Wer seinen Feigenbaum pflegt, kann die Früchte ernten; wer sich für seinen Herrn einsetzt, der findet Anerkennung.
  • Wie Wasser ein Spiegel ist für das Gesicht, so ist das Herz des Menschen ein Spiegel für den Menschen.
  • Im Wasser spiegelt sich dein Gesicht, und durch die Menschen um dich herum erkennst du dich selbst!
  • Unterwelt und Totenreich sind unersättlich und unersättlich sind die Augen des Menschen.
  • Der Abgrund des Totenreichs ist unersättlich — ebenso die Augen des Menschen: Sie haben nie genug!
  • Der Schmelztiegel prüft das Silber, der Ofen das Gold, der Mensch aber wird geprüft im Urteil dessen, der ihn lobt.
  • Gold und Silber prüft man durch Schmelzen, der Prüfstein eines Menschen ist sein Ruf.
  • Zerstampfst du den Toren auch mit dem Stößel, im Mörser zwischen den Körnern, seine Torheit weicht nicht von ihm.
  • Du könntest einen Unverständigen wie Getreide stampfen und mahlen — seine Dummheit wirst du doch nicht aus ihm herausbekommen!
  • Kümmere dich um das Aussehen deiner Schafe und sorge für deine Herden;
  • Kümmere dich gut um deine Viehherden, sorge für deine Schafe und Ziegen,
  • denn Besitz bleibt nicht für ewig und eine Krone nicht von Geschlecht zu Geschlecht.
  • denn Reichtum bleibt nicht für immer, und selbst Königreiche vergehen!
  • Kommt das Gras hervor, erscheint das Grün, sammelt man die Kräuter auf den Bergen,
  • Mähe die Wiesen, damit frisches Gras nachwachsen kann, und hole das Heu von den Bergen!
  • dann gibt es Lämmer für deine Kleidung, Böcke als Kaufpreis für Äcker
  • Aus der Wolle der Schafe kannst du Kleider anfertigen, und von dem Geld, das du für die Ziegenböcke bekommst, neues Land kaufen.
  • und genug Ziegenmilch für dich als Nahrung, als Nahrung für dein Haus und Lebensunterhalt für deine Mägde.
  • Die Ziegen geben Milch für dich und deine Familie und für alle deine Mägde.

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