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Parallellesung der Bibel

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Hoffnung für Alle

Lutherbibel

  • Darauf erwiderte Zofar aus Naama:
  • Da antwortete Zophar von Naema und sprach:
  • »Soll diese Flut von Worten ohne Antwort bleiben? Darf denn ein Schwätzer recht behalten?
  • Wenn einer lang geredet, muß er nicht auch hören? Muß denn ein Schwätzer immer recht haben?
  • Meinst du etwa, dein leeres Gerede verschlägt uns die Sprache? Willst du weiter spotten, ohne dass dich jemand zurechtweist?
  • Müssen die Leute zu deinem eitlen Gerede schweigen, daß du spottest und niemand dich beschäme?
  • Du sagst zu Gott: ›Meine Urteile sind völlig richtig! In deinen Augen bin ich rein!‹
  • Du sprichst: Meine Rede ist rein, und lauter bin ich vor deinen Augen.
  • Hiob, ich wünsche nichts sehnlicher, als dass Gott mit dir redet
  • Ach, daß Gott mit dir redete und täte seine Lippen auf
  • und dir zeigt, wie unendlich tief seine Weisheit ist! Sie hat so viele Seiten! Kein Mensch kann sie begreifen. Glaub mir: Gott sieht über viele deiner Sünden hinweg!
  • und zeigte dir die heimliche Weisheit! Denn er hätte noch wohl mehr an dir zu tun, auf daß du wissest, daß er deiner Sünden nicht aller gedenkt.
  • Kannst du die Geheimnisse Gottes erforschen und die Vollkommenheit des Allmächtigen erfassen?
  • Meinst du, daß du wissest, was Gott weiß, und wollest es so vollkommen treffen wie der Allmächtige?
  • Der Himmel oben setzt Gott keine Grenze — dir aber allemal! Gott kennt die Welt der Toten unten in der Tiefe — du aber nicht!
  • Es ist höher denn der Himmel; was willst du tun? tiefer denn die Hölle; was kannst du wissen?
  • Seine Größe überragt die Erde und reicht weiter als das Meer!
  • länger denn die Erde und breiter denn das Meer.
  • Wenn er kommt, dich gefangen nimmt und dann Gericht hält — wer kann ihn daran hindern?
  • So er daherfährt und gefangen legt und Gericht hält, wer will’s ihm wehren?
  • Nichtsnutzige Menschen kennt er ganz genau, ihr böses Treiben entgeht ihm nicht.
  • Denn er kennt die losen Leute, er sieht die Untugend, und sollte es nicht merken?
  • Ein Hohlkopf kommt nicht zur Vernunft, genauso wenig, wie ein Wildesel als Mensch geboren wird.
  • Ein unnütziger Mann bläht sich, und ein geborener Mensch will sein wie ein junges Wild.
  • Hiob, fass einen klaren Entschluss: Streck deine Hände empor und bete zu Gott!
  • Wenn du dein Herz richtetest und deine Hände zu ihm ausbreitetest;
  • Mach deinen Fehler wieder gut und lass in deinen Zelten kein neues Unrecht geschehen!
  • wenn du die Untugend, die in deiner Hand ist, fern von dir tätest, daß in deiner Hütte kein Unrecht bliebe:
  • Dann kannst du jedem wieder offen ins Gesicht sehen, unerschütterlich und furchtlos stehst du im Leben deinen Mann!
  • so möchtest du dein Antlitz aufheben ohne Tadel und würdest fest sein und dich nicht fürchten.
  • Bald schon wird all dein Leid vergessen sein wie Wasser, das versickert ist.
  • Dann würdest du der Mühsal vergessen und so wenig gedenken als des Wassers, das vorübergeht;
  • Dann kann dein Leben noch einmal beginnen und leuchten wie die Mittagssonne, auch die dunkelsten Stunden werden strahlen wie der lichte Morgen.
  • und die Zeit deines Lebens würde aufgehen wie der Mittag, und das Finstere würde ein lichter Morgen werden;
  • Dann hast du endlich wieder Hoffnung und kannst zuversichtlich sein. Abends siehst du noch einmal nach dem Rechten und legst dich dann in Frieden schlafen.
  • und dürftest dich dessen trösten, daß Hoffnung da sei; würdest dich umsehen und in Sicherheit schlafen legen;
  • Kein Feind schreckt dich auf — im Gegenteil: Viele werden sich um deine Gunst bemühen.
  • würdest ruhen, und niemand würde dich aufschrecken; und viele würden vor dir flehen.
  • Aber alle, die Gott missachten, schauen sich vergeblich nach Hilfe um; sie haben keine Zuflucht mehr! Ihnen bleibt nur noch der letzte Atemzug.«
  • Aber die Augen der Gottlosen werden verschmachten, und sie werden nicht entrinnen können; denn Hoffnung wird ihrer Seele fehlen.

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