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Parallellesung der Bibel

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Hoffnung für Alle

Lutherbibel

  • »Mein Leben ekelt mich an! Darum will ich der Klage freien Lauf lassen und mir die Bitterkeit von der Seele reden.
  • Meine Seele verdrießt mein Leben; ich will meiner Klage bei mir ihren Lauf lassen und reden in der Betrübnis meiner Seele
  • Gott, stell mich nicht als schuldig hin! Erklär mir doch, warum du mich anklagst!
  • und zu Gott sagen: Verdamme mich nicht! laß mich wissen, warum du mit mir haderst.
  • Gefällt es dir, dass du mich unterdrückst? Warum verachtest du mich, den du selbst so kunstvoll gebildet hast? Die Pläne gewissenloser Menschen aber führst du zum Erfolg.
  • Gefällt dir’s, daß du Gewalt tust und mich verwirfst, den deine Hände gemacht haben, und bringst der Gottlosen Vornehmen zu Ehren?
  • Hast du denn Menschenaugen? Siehst du die Dinge nur von außen, so wie wir?
  • Hast du denn auch fleischliche Augen, oder siehst du, wie ein Mensch sieht?
  • Sind deine Lebenstage auch begrenzt, deine Jahre rasch vergangen so wie unsere?
  • Oder ist deine Zeit wie eines Menschen Zeit, oder deine Jahre wie eines Mannes Jahre?
  • Warum suchst du dann nach meiner Schuld und hast es eilig, jede Sünde aufzuspüren?
  • daß du nach meiner Missetat fragest und suchest meine Sünde,
  • Du weißt doch genau, dass ich unschuldig bin und dass es keinen gibt, der mich aus deiner Hand befreit.
  • so du doch weißt, wie ich nicht gottlos sei, so doch niemand ist, der aus deiner Hand erretten könne.
  • Deine Hände haben mich gebildet und geformt. Willst du dich jetzt von mir abwenden und mich zerstören?
  • Deine Hände haben mich bereitet und gemacht alles, was ich um und um bin; und du wolltest mich verderben?
  • Bedenke doch, dass du mich wie Ton gestaltet hast! Lässt du mich jetzt wieder zu Staub zerfallen?
  • Gedenke doch, daß du mich aus Lehm gemacht hast; und wirst mich wieder zu Erde machen?
  • Dir verdanke ich mein Leben: dass mein Vater mich zeugte und ich im Mutterleib Gestalt annahm.
  • Hast du mich nicht wie Milch hingegossen und wie Käse lassen gerinnen?
  • Mit Knochen und Sehnen hast du mich durchwoben, mit Muskeln und Haut mich bekleidet.
  • Du hast mir Haut und Fleisch angezogen; mit Gebeinen und Adern hast du mich zusammengefügt.
  • Ja, du hast mir das Leben geschenkt und mir deine Güte erwiesen; deine Fürsorge hat mich stets bewahrt.
  • Leben und Wohltat hast du an mir getan, und dein Aufsehen bewahrt meinen Odem.
  • Aber tief in deinem Herzen denkst du anders; in Wirklichkeit hast du dies beschlossen:
  • Aber dies verbargst du in deinem Herzen, ich weiß, daß du solches im Sinn hattest:
  • Auf jedes Vergehen willst du mich festnageln und mich von meiner Schuld nicht mehr freisprechen.
  • wenn ich sündigte, so wolltest du es bald merken und meine Missetat nicht ungestraft lassen.
  • Habe ich mich schuldig gemacht, dann bin ich verloren! Doch auch wenn ich im Recht bin, kann ich nicht zuversichtlich sein, denn man überhäuft mich mit Schande, und mein Elend steht mir ständig vor Augen.
  • Bin ich gottlos, dann wehe mir! bin ich gerecht, so darf ich doch mein Haupt nicht aufheben, als der ich voll Schmach bin und sehe mein Elend.
  • Will ich mich behaupten, jagst du mich wie ein Löwe und richtest mich wieder schrecklich zu.
  • Und wenn ich es aufrichte, so jagst du mich wie ein Löwe und handelst wiederum wunderbar an mir.
  • Einen Zeugen nach dem anderen lässt du gegen mich auftreten, dein Zorn wird nur noch größer, auf immer neue Art greifst du mich an.
  • Du erneuest deine Zeugen wider mich und machst deines Zorns viel auf mich; es zerplagt mich eins über das andere in Haufen.
  • Warum hast du zugelassen, dass ich geboren wurde? Wäre ich doch gleich gestorben — kein Mensch hätte mich je gesehen!
  • Warum hast du mich aus Mutterleib kommen lassen? Ach, daß ich wäre umgekommen und mich nie ein Auge gesehen hätte!
  • Vom Mutterleib direkt ins Grab! Ich wäre wie einer, den es nie gegeben hat.
  • So wäre ich, als die nie gewesen sind, von Mutterleibe zum Grabe gebracht.
  • Wie kurz ist mein Leben! Schon fast vergangen! Lass mich jetzt in Frieden, damit ich noch ein wenig Freude habe!
  • Ist denn mein Leben nicht kurz? So höre er auf und lasse ab von mir, daß ich ein wenig erquickt werde,
  • Bald muss ich gehen und komme nie mehr wieder. Ich gehe in ein Land, wo alles schwarz und düster ist,
  • ehe ich denn hingehe und komme nicht wieder, ins Land der Finsternis und des Dunkels,
  • ins Land der Dunkelheit und tiefen Nacht, ein Land, in dem es keine Ordnungen mehr gibt, wo selbst das Licht nur schwarz ist wie die Nacht.«
  • ins Land da es stockfinster ist und da keine Ordnung ist, und wenn’s hell wird, so ist es wie Finsternis.

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