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Parallellesung der Bibel
Lutherbibel
Auflage 2017
Fliehet, ihr Kinder Benjamin, aus Jerusalem und blaset die Drommete auf der Warte Thekoa und werft auf ein Panier über der Warte Beth–Cherem! denn es geht daher ein Unglück von Mitternacht und ein großer Jammer.
Flieht, ihr Leute von Benjamin, hinaus aus Jerusalem! Stoßt in Tekoa ins Widderhorn und richtet über Bet-Kerem ein Zeichen auf! Denn von Norden droht Unheil und großes Verderben.
Die Tochter Zion ist wie eine schöne und lustige Aue.
Die Schöne und Verwöhnte, die Tochter Zion, ich vernichte sie.
Aber es werden Hirten über sie kommen mit ihren Herden, die werden Gezelte rings um sie her aufschlagen und weiden ein jeglicher an seinem Ort (und sprechen):
Hirten kommen zu ihr mit ihren Herden; sie schlagen rings um sie ihre Zelte auf, jeder weidet seinen Bereich ab.
Rüstet euch zum Krieg wider sie! Wohlauf, laßt uns hinaufziehen, weil es noch hoch Tag ist! Ei, es will Abend werden, und die Schatten werden groß!
Verhängt gegen Zion den Krieg! Auf! Greifen wir an am Mittag! — Weh uns: Schon neigt sich der Tag, die Abendschatten strecken sich.
Wohlan, so laßt uns auf sein, und sollten wir bei Nacht hinaufziehen und ihre Paläste verderben!
Auf! Greifen wir an in der Nacht, zerstören wir ihre Paläste!
Denn also spricht der HERR Zebaoth: Fället die Bäume und werfet einen Wall auf wider Jerusalem; denn sie ist eine Stadt, die heimgesucht werden soll. Ist doch eitel Unrecht darin.
Denn so spricht der HERR der Heerscharen: Fällt ihre Bäume und werft einen Wall auf gegen Jerusalem! Das ist die Stadt, die heimgesucht werden muss. Alles in ihr ist Unterdrückung.
Denn gleichwie ein Born sein Wasser quillt, also quillt auch ihre Bosheit. Ihr Frevel und Gewalt schreit über sie, und ihr Morden und Schlagen treiben sie täglich vor mir.
Wie ein Brunnen sein Wasser sprudeln lässt, so lässt sie ihre Schlechtigkeit sprudeln. Von Gewalttat und Unrecht hört man in ihr; ständig sind mir vor Augen Leid und Misshandlung.
Bessere dich, Jerusalem, ehe sich mein Herz von dir wende und ich dich zum wüsten Lande mache, darin niemand wohne!
Lass dich warnen, Jerusalem, sonst trenne ich mich von dir, sonst mache ich dich zur Wüste, zum Land ohne Bewohner!
So spricht der HERR Zebaoth: Was übriggeblieben ist von Israel, das muß nachgelesen werden wie am Weinstock. Der Weinleser wird eins nach dem andern in die Butten werfen.
So spricht der HERR der Heerscharen: Genaue Nachlese wie am Weinstock soll man halten am Rest Israels. Leg deine Hand an wie ein Winzer an die Reben!
Ach, mit wem soll ich doch reden und zeugen? Daß doch jemand hören wollte! Aber ihre Ohren sind unbeschnitten; sie können’s nicht hören. Siehe, sie halten des HERRN Wort für einen Spott und wollen es nicht.
Zu wem soll ich reden und wen ermahnen, dass sie hören? Siehe, ihr Ohr ist unbeschnitten, sie können nichts vernehmen. Das Wort des HERRN dient ihnen zum Spott; es gefällt ihnen nicht.
Darum bin ich von des HERRN Dräuen so voll, daß ich’s nicht lassen kann. Schütte es aus über die Kinder auf der Gasse und über die Mannschaft im Rat miteinander; denn es sollen beide, Mann und Weib, Alte und der Wohlbetagte, gefangen werden.
Darum bin ich erfüllt vom Zorn des HERRN, bin es müde, ihn länger zurückzuhalten. — Gieß ihn aus über das Kind auf der Straße und zugleich über die Schar der jungen Männer! Ja, alle werden gefangen genommen, Mann und Frau, Greis und Hochbetagter.
Ihre Häuser sollen den Fremden zuteil werden samt den Äckern und Weibern; denn ich will meine Hand ausstrecken, spricht der HERR, über des Landes Einwohner.
Ihre Häuser gehen an andere über, die Felder und auch die Frauen. Denn ich strecke meine Hand aus gegen die Bewohner des Landes — Spruch des HERRN.
Denn sie geizen allesamt, klein und groß; und beide, Propheten und Priester, gehen allesamt mit Lügen um
Sie alle, von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Größten, sind nur auf Gewinn aus; vom Propheten bis zum Priester betrügen sie alle.
und trösten mein Volk in seinem Unglück, daß sie es gering achten sollen, und sagen: «Friede! Friede!,« und ist doch nicht Friede.
Den Schaden meines Volkes möchten sie leichthin heilen, indem sie sagen: Frieden! Frieden! — Aber da ist kein Friede.
Darum werden sie mit Schanden bestehen, daß sie solche Greuel treiben; wiewohl sie wollen ungeschändet sein und wollen sich nicht schämen. Darum müssen sie fallen auf einen Haufen; und wenn ich sie heimsuchen werde, sollen sie stürzen, spricht der HERR.
Schämen müssten sie sich, weil sie Gräuel verübt haben. Doch sie schämen sich nicht; Scham ist ihnen unbekannt. Deshalb müssen sie mit denen fallen, die fallen. Sobald ich sie heimsuche, werden sie stürzen, spricht der HERR.
So spricht der HERR: Tretet auf die Wege und schauet und fraget nach den vorigen Wegen, welches der gute Weg sei, und wandelt darin, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele! Aber sie sprechen: Wir wollen’s nicht tun!
So spricht der HERR: Stellt euch an die Wege und haltet Ausschau, fragt nach den Pfaden der Vorzeit, fragt, wo der Weg zum Guten liegt; geht auf ihm, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele! Sie aber sagten: Wir gehen nicht.
Ich habe Wächter über euch gesetzt: Merket auf die Stimme der Drommete! Aber sie sprechen: Wir wollen’s nicht tun!
Auch habe ich Wächter für euch aufgestellt: Achtet auf den Schall des Widderhorns! — Sie aber sagten: Wir achten nicht darauf.
Darum so höret, ihr Heiden, und merket samt euren Leuten!
Darum hört, ihr Völker, und erkenne, Versammlung, was mit ihnen geschieht!
Du, Erde, höre zu! Siehe, ich will ein Unglück über dies Volk bringen, ihren verdienten Lohn, darum daß sie auf meine Worte nicht achten und mein Gesetz verwerfen.
Höre, Erde! Siehe, ich bringe Unheil über dieses Volk als Frucht seiner Gedanken. Denn auf meine Worte haben sie nicht geachtet und meine Weisung haben sie verschmäht.
Was frage ich nach Weihrauch aus Reicharabien und nach den guten Zimtrinden, die aus fernen Landen kommen? Eure Brandopfer sind mir nicht angenehm, und eure Opfer gefallen mir nicht.
Was soll mir der Weihrauch aus Saba und das gute Gewürzrohr aus fernem Land? Eure Brandopfer gefallen mir nicht, eure Schlachtopfer sind mir nicht angenehm.
Darum spricht der HERR also: Siehe, ich will diesem Volk einen Anstoß in den Weg stellen, daran sich die Väter und Kinder miteinander stoßen und ein Nachbar mit dem andern umkommen sollen.
Darum — so spricht der HERR: Siehe, ich lege diesem Volk Hindernisse in den Weg, sodass sie darüber straucheln. Väter und Söhne zusammen, einer wie der andere geht zugrunde.
So spricht der HERR: Siehe, es wird ein Volk kommen von Mitternacht, und ein großes Volk wird sich erregen vom Ende der Erde,
So spricht der HERR: Siehe, ein Volk zieht vom Nordland heran, eine große Nation bricht auf von den Grenzen der Erde.
die Bogen und Lanze führen. Es ist grausam und ohne Barmherzigkeit; sie brausen daher wie ein ungestümes Meer und reiten auf Rossen, gerüstet wie Kriegsleute, wider dich, du Tochter Zion.
Sie kommen mit Bogen und Sichelschwert, grausam sind sie und ohne Erbarmen. Ihr Lärm gleicht dem Brausen des Meeres und sie reiten auf Rossen, Krieger, zum Kampf gerüstet gegen dich, Tochter Zion.
Wenn wir von ihnen hören werden, so werden uns die Fäuste entsinken; es wird uns angst und weh werden wie einer Gebärerin.
Kaum hörten wir diese Nachricht, da erschlafften uns die Hände, es packte uns die Angst, das Zittern wie eine Gebärende.
Es gehe ja niemand hinaus auf den Acker, niemand gehe über Feld; denn es ist allenthalben unsicher vor dem Schwert des Feindes.
Geht nicht aufs Feld hinaus, macht euch nicht auf den Weg; denn der Feind greift zum Schwert — Grauen ringsum!
O Tochter meines Volks, zieh Säcke an und lege dich in die Asche; trag Leid wie um einen einzigen Sohn und klage wie die, so hoch betrübt sind! denn der Verderber kommt über uns plötzlich.
Tochter, mein Volk, leg das Trauerkleid an und wälz dich im Staub! Halte Trauer wie um den einzigen Sohn, bitterste Klage: Ach, jählings kam über uns der Verwüster.
Ich habe dich zum Schmelzer gesetzt unter mein Volk, das so hart ist, daß du ihr Wesen erfahren und prüfen sollst.
Zum Prüfer für mein Volk habe ich dich bestellt, voll Festigkeit; du sollst sein Verhalten erkennen und prüfen.
Sie sind allzumal Abtrünnige und wandeln verräterisch, sind Erz und Eisen; alle sind sie verderbt.
Sie alle sind schlimme Empörer, Verleumder sind sie, Bronze und Eisen sind sie, alle zusammen Verbrecher.
Der Blasbalg ist verbrannt, das Blei verschwindet; das Schmelzen ist umsonst, denn das Böse ist nicht davon geschieden.
Der Blasebalg schnaubt, doch das Blei bleibt unberührt vom Feuer. Umsonst hat der Schmelzer geschmolzen; die Bösen ließen sich nicht ausscheiden.