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Parallellesung der Bibel
Auflage 2017
Hoffnung für Alle
Für den Chormeister. Nach der Weise Hinde der Morgenröte. Ein Psalm Davids.
Ein Lied von David, nach der Melodie: »Eine Hirschkuh früh am Morgen«.
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, bleibst fern meiner Rettung, den Worten meines Schreiens?
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich schreie verzweifelt, doch du bist so weit weg, nirgendwo scheint mir Rettung in Sicht zu sein.
Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du gibst keine Antwort; und bei Nacht, doch ich finde keine Ruhe.
Mein Gott, Tag und Nacht rufe ich zu dir um Hilfe, aber du antwortest nicht und schenkst mir keine Ruhe.
Aber du bist heilig, du thronst über dem Lobpreis Israels.
Du bist doch der heilige Gott! Du bist es, dem das Volk Israel seine Loblieder singt.
Dir haben unsere Väter vertraut, sie haben vertraut und du hast sie gerettet.
Unsere Vorfahren haben sich auf dich verlassen, und du hast ihnen immer wieder geholfen.
Zu dir riefen sie und wurden befreit, dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.
Zu dir schrien sie und wurden gerettet. Sie vertrauten dir, und du hast sie nicht enttäuscht.
Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, der Leute Spott, vom Volk verachtet.
Und was ist mit mir? Ein Wurm bin ich, kein Mensch mehr — nur noch Hohn und Spott hat man für mich übrig.
Alle, die mich sehen, verlachen mich, verziehen die Lippen, schütteln den Kopf:
Alle Leute machen sich über mich lustig. Wer mich sieht, verzieht sein Gesicht und schüttelt verächtlich den Kopf.
Wälze die Last auf den HERRN! Er soll ihn befreien, er reiße ihn heraus, wenn er an ihm Gefallen hat!
»Überlass Gott deine Not!«, lästern sie, »der soll dir helfen und dich retten! Er liebt dich doch, oder etwa nicht?«
Du bist es, der mich aus dem Schoß meiner Mutter zog, der mich anvertraut der Brust meiner Mutter.
Du, Herr, hast mich aus dem Leib meiner Mutter gezogen. Schon an ihrer Brust hast du mich Vertrauen gelehrt.
Von Geburt an bin ich geworfen auf dich, vom Mutterleib an bist du mein Gott.
Du bist mein Gott, seitdem mein Leben begann. Seit der Stunde meiner Geburt bin ich auf dich angewiesen.
Sei mir nicht fern, denn die Not ist nahe und kein Helfer ist da!
Bleib mir jetzt doch nicht fern! Groß ist meine Angst! Weit und breit gibt es keinen, der mir hilft.
Viele Stiere haben mich umgeben, Büffel von Baschan mich umringt.
Viele Feinde kesseln mich ein, umringen mich wie wilde Stiere.
Aufgesperrt haben sie gegen mich ihren Rachen, wie ein reißender, brüllender Löwe.
Sie reißen ihr Maul auf wie brüllende Löwen, die ihre Beute zerfleischen wollen.
Hingeschüttet bin ich wie Wasser, gelöst haben sich all meine Glieder, mein Herz ist geworden wie Wachs, in meinen Eingeweiden zerflossen.
Meine Kraft schwindet wie Wasser, das versickert, und alle meine Knochen sind wie ausgerenkt. Mein Herz verkrampft sich vor Angst,
Meine Kraft ist vertrocknet wie eine Scherbe, die Zunge klebt mir am Gaumen, du legst mich in den Staub des Todes.
und meine ganze Kraft ist dahin, verdorrt wie eine staubige Tonscherbe. Die Zunge klebt mir am Gaumen. Du lässt mich im Tode versinken.
Denn Hunde haben mich umlagert, eine Rotte von Bösen hat mich umkreist. Sie haben mir Hände und Füße durchbohrt.
Eine Meute böswilliger Menschen umkreist mich, gierig wie wildernde Hunde. Hände und Füße haben sie mir durchbohrt.
Ich kann all meine Knochen zählen; sie gaffen und starren mich an.
Ich kann alle meine Knochen zählen. Sie aber starren mich schadenfroh an.
Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.
Schon teilen sie meine Kleider unter sich auf und losen um mein Gewand.
Du aber, HERR, halte dich nicht fern! Du, meine Stärke, eile mir zu Hilfe!
HERR, wende dich nicht länger von mir ab! Nur du kannst mir neue Kraft geben, komm mir schnell zu Hilfe!
Entreiß mein Leben dem Schwert, aus der Gewalt der Hunde mein einziges Gut!
Rette mich vor dem tödlichen Schwert, bewahre mich vor den Krallen der Hundemeute! Ich habe doch nur dieses eine Leben!
Rette mich vor dem Rachen des Löwen und vor den Hörnern der Büffel! — Du hast mir Antwort gegeben.
Reiß mich heraus aus dem Rachen der Löwen und beschütze mich vor den Hörnern dieser wilden Stiere! Und tatsächlich, Herr: Du hast mich erhört!
Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, inmitten der Versammlung dich loben.
Ich will meinen Brüdern deinen Namen bekannt machen, vor der ganzen Gemeinde will ich dich loben.
Die ihr den HERRN fürchtet, lobt ihn; all ihr Nachkommen Jakobs, rühmt ihn; erschauert vor ihm, all ihr Nachkommen Israels!
Alle, die ihr den HERRN achtet, preist ihn! Ihr Nachkommen von Jakob, ehrt ihn! Begegnet ihm in Ehrfurcht, ihr vom Volk Israel!
Denn er hat nicht verachtet, nicht verabscheut des Elenden Elend. Er hat sein Angesicht nicht verborgen vor ihm; er hat gehört, als er zu ihm schrie.
Denn er hat den Hilflosen nicht verachtet, über sein Elend ging er nicht hinweg. Nein, Gott wandte sich nicht von ihm ab, sondern hörte auf ihn, als er um Hilfe schrie.
Von dir kommt mein Lobpreis in großer Versammlung, ich erfülle mein Gelübde vor denen, die ihn fürchten.
HERR, jetzt habe ich allen Grund, dir vor der großen Gemeinde ein Loblied zu singen. Was ich dir in meiner Not versprochen habe, löse ich nun ein; alle, die Ehrfurcht vor dir haben, sind meine Zeugen.
Die Armen sollen essen und sich sättigen; den HERRN sollen loben, die ihn suchen. Aufleben soll euer Herz für immer.
Die Armen sollen sich wieder satt essen. Alle, die nach dem HERRN fragen, sollen ihn loben. Euer Leben lang dürft ihr euch daran freuen!
Alle Enden der Erde sollen daran denken und sich zum HERRN bekehren: Vor dir sollen sich niederwerfen alle Stämme der Nationen.
Auch in den fernsten Ländern werden Menschen Gott erkennen und zu ihm umkehren, ja, alle Völker werden sich vor ihm niederwerfen.
Denn dem HERRN gehört das Königtum; er herrscht über die Nationen.
Denn der HERR ist König, er herrscht über alle Nationen.
Es aßen und warfen sich nieder alle Mächtigen der Erde. Alle, die in den Staub gesunken sind, sollen vor ihm sich beugen. Und wer sein Leben nicht bewahrt hat,
Auch die Großen dieser Erde müssen vor ihm niederfallen, sie, die immer mehr als genug zu essen hatten. Ja, vor ihm werden einmal alle Menschen ihre Knie beugen, alle Sterblichen, denen das Leben zwischen den Fingern zerrinnt.
Nachkommen werden ihm dienen. Vom Herrn wird man dem Geschlecht erzählen, das kommen wird.
Die kommenden Generationen werden ihm dienen, eine wird der nächsten von ihm erzählen.