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Parallellesung der Bibel

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Hoffnung für Alle

Lutherbibel

  • Hiob fuhr fort:
  • Und Hiob hob abermals an seine Sprüche und sprach:
  • »Wäre mein Leben doch wieder wie früher, wie in jenen Tagen, als Gott mich noch bewahrte,
  • O daß ich wäre wie in den vorigen Monden, in den Tagen, da mich Gott behütete;
  • als sein Licht noch meine Wege erleuchtete und ich in seinem Licht durchs Dunkle ging!
  • da seine Leuchte über meinem Haupt schien und ich bei seinem Licht in der Finsternis ging;
  • Ja, damals, in der Blüte meines Lebens, da zog Gott mich ins Vertrauen, der Segen seiner Freundschaft ruhte auf meinem Haus.
  • wie war ich in der Reife meines Lebens, da Gottes Geheimnis über meiner Hütte war;
  • Er, der Allmächtige, stand mir bei, und meine Kinder waren um mich her.
  • da der Allmächtige doch mit mir war und meine Kinder um mich her;
  • Milch und Butter hatte ich im Überfluss, aus der Olivenpresse im Felsen floss das Öl in Strömen!
  • da ich meine Tritte wusch in Butter und die Felsen mir Ölbäche gossen;
  • Wenn ich zum Stadttor hinaufging, um dort im Rat meinen Platz einzunehmen,
  • da ich ausging zum Tor in der Stadt und mir ließ meinen Stuhl auf der Gasse bereiten;
  • dann traten die jungen Leute ehrfürchtig zur Seite, die Alten erhoben sich und blieben stehen.
  • da mich die Jungen sahen und sich versteckten, und die Alten vor mir aufstanden;
  • Die Obersten der Stadt hörten auf zu reden, ihr Gespräch verstummte, wenn ich kam.
  • da die Obersten aufhörten zu reden und legten ihre Hand auf ihren Mund;
  • Selbst die einflussreichsten Leute wurden still und hielten ihre Zunge im Zaum.
  • da die Stimme der Fürsten sich verkroch und ihre Zunge an ihrem Gaumen klebte!
  • Jeder, der mich hörte, wusste nur Gutes von mir zu sagen, und wer mich sah, der lobte mich.
  • Denn wessen Ohr mich hörte, der pries mich selig; und wessen Auge mich sah, der rühmte mich.
  • Denn ich rettete den Armen, der um Hilfe schrie, und das Waisenkind, das von allen verlassen war.
  • Denn ich errettete den Armen, der da schrie, und den Waisen, der keinen Helfer hatte.
  • Dem Sterbenden stand ich bei, er wünschte mir Segen; der Witwe half ich, und sie konnte wieder fröhlich singen.
  • Der Segen des, der verderben sollte, kam über mich; und ich erfreute das Herz der Witwe.
  • Ich bekleidete mich mit Gerechtigkeit, hüllte mich ins Recht wie in einen Mantel, trug es wie einen Turban.
  • Gerechtigkeit war mein Kleid, das ich anzog wie einen Rock; und mein Recht war mein fürstlicher Hut.
  • Meine Augen sahen für den Blinden, meine Füße gingen für den Gelähmten.
  • Ich war des Blinden Auge und des Lahmen Fuß.
  • Den Armen wurde ich ein Vater, und den Streitfall eines Unbekannten prüfte ich genau.
  • Ich war ein Vater der Armen; und die Sache des, den ich nicht kannte, die erforschte ich.
  • Einem brutalen Menschen stellte ich mich entgegen, ich schlug ihm den Kiefer ein und riss die hilflosen Opfer aus seinem Maul.
  • Ich zerbrach die Backenzähne des Ungerechten und riß den Raub aus seinen Zähnen.
  • Ich dachte: ›Im Kreise meiner Familie werde ich einmal sterben nach einem langen und erfüllten Leben.
  • Ich gedachte: »Ich will in meinem Nest ersterben und meiner Tage viel machen wie Sand.
  • Ich gleiche einem Baum, der seine Wurzeln zum Wasser streckt; auf seine Zweige legt sich nachts der Tau.
  • Meine Wurzel war aufgetan dem Wasser, und der Tau blieb über meinen Zweigen.
  • Meine Würde werde ich nicht verlieren, bis ins hohe Alter bleibt mir die Kraft erhalten.‹
  • Meine Herrlichkeit erneute sich immer an mir, und mein Bogen ward immer stärker in meiner Hand.
  • Ja, auf mich hörten alle Leute, sie warteten schweigend auf meinen Rat.
  • Sie hörten mir zu und schwiegen und warteten auf meinen Rat.
  • Nach mir sprach kein Zweiter mehr; meine Worte sogen sie auf.
  • Nach meinen Worten redete niemand mehr, und meine Rede troff auf sie.
  • Sie warteten auf mich wie auf den Regen, lechzten nach meinen Worten wie Felder nach den Frühjahrsschauern.
  • Sie warteten auf mich wie auf den Regen und sperrten ihren Mund auf als nach dem Spätregen.
  • Den Mutlosen lächelte ich aufmunternd zu, und mein froher Blick gab ihnen neue Zuversicht.
  • Wenn ich mit ihnen lachte, wurden sie nicht zu kühn darauf; und das Licht meines Angesichts machte mich nicht geringer.
  • Ich traf für sie Entscheidungen und saß unter ihnen wie ihr Oberhaupt, ja, ich thronte wie ein König inmitten seiner Truppen; ich gab ihnen Trost in ihrer Trauer.«
  • Wenn ich zu ihrem Geschäft wollte kommen, so mußte ich obenan sitzen und wohnte wie ein König unter Kriegsknechten, da ich tröstete, die Leid trugen.

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