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Parallellesung der Bibel
Hoffnung für Alle
Lutherbibel
»Es gibt Minen, wo man nach Silber gräbt, wir kennen die Stellen, wo das Gold gewaschen wird.
Es hat das Silber seine Gänge, und das Gold, das man läutert, seinen Ort.
Eisenerz holt man aus der Erde, und Kupfer wird aus Gestein geschmolzen.
Eisen bringt man aus der Erde, und aus den Steinen schmelzt man Erz.
Der Mensch erforscht auch die tiefste Dunkelheit; er untersucht das Gestein und dringt dabei immer weiter vor bis ins Innerste der Erde.
Man macht der Finsternis ein Ende und findet zuletzt das Gestein tief verborgen.
Fern von jeder menschlichen Siedlung gräbt er einen Schacht, an Orten, wo kein Mensch den Fuß hinsetzt; die Bergleute lassen sich an Stricken hinunter und schweben ohne jeden Halt.
Man bricht einen Schacht von da aus, wo man wohnt; darin hangen und schweben sie als die Vergessenen, da kein Fuß hin tritt, fern von den Menschen.
Oben auf der Erde wächst das Getreide, doch tief unten wird sie umgewühlt, als wütete ein Feuer.
Man zerwühlt unten die Erde wie mit Feuer, darauf doch oben die Speise wächst.
Ihr Gestein birgt den Saphir, auch Goldstaub ist darin.
Man findet Saphir an etlichen Örtern, und Erdenklöße, da Gold ist.
Den Weg zu den Fundorten hat kein Geier erspäht, nicht einmal das scharfe Auge eines Falken.
Den Steig kein Adler erkannt hat und kein Geiersauge gesehen;
Kein wildes Tier hat diesen Pfad betreten, kein Löwe ist auf ihm geschritten.
es hat das stolze Wild nicht darauf getreten und ist kein Löwe darauf gegangen.
Doch der Mensch — er arbeitet sich durch das härteste Gestein, ganze Berge wühlt er um.
Auch legt man die Hand an die Felsen und gräbt die Berge um.
Tief in den Felsen treibt er Stollen, bis er dort findet, was sein Herz begehrt.
Man reißt Bäche aus den Felsen; und alles, was köstlich ist, sieht das Auge.
Die Wasseradern im Gestein dichtet er ab; tief Verborgenes bringt er ans Licht.
Man wehrt dem Strome des Wassers und bringt, das darinnen verborgen ist, ans Licht.
Aber die Weisheit — wo ist sie zu finden? Und wo entdeckt man die Einsicht?
Wo will man aber die Weisheit finden? und wo ist die Stätte des Verstandes?
Kein Mensch kennt den Weg zu ihr, unter den Lebenden findet man sie nicht.
Niemand weiß, wo sie liegt, und sie wird nicht gefunden im Lande der Lebendigen.
Das Meer und seine Tiefen sprechen: ›Die Weisheit ist nicht bei uns!‹
Die Tiefe spricht: »Sie ist in mir nicht«; und das Meer spricht: »Sie ist nicht bei mir«.
Sie ist unbezahlbar, mit Gold und Silber nicht aufzuwiegen.
Man kann nicht Gold um sie geben noch Silber darwägen, sie zu bezahlen.
Man kann sie weder mit Feingold kaufen noch mit kostbarem Onyx oder Saphir.
Es gilt ihr nicht gleich ophirisch Gold oder köstlicher Onyx und Saphir.
Gold und reines Glas reichen nicht an sie heran, und auch gegen Goldschmuck kann man sie nicht tauschen,
Gold und Glas kann man ihr nicht vergleichen noch um sie golden Kleinod wechseln.
ganz zu schweigen von Korallen und Kristall! Ja, der Wert der Weisheit übertrifft alle Rubine.
Korallen und Kristall achtet man gegen sie nicht. Die Weisheit ist höher zu wägen denn Perlen.
Der Topas aus Äthiopien ist nichts im Vergleich zu ihr, mit reinem Gold ist sie nicht aufzuwiegen.
Topas aus Mohrenland wird ihr nicht gleich geschätzt, und das reinste Gold gilt ihr nicht gleich.
Woher also kommt die Weisheit? Und wo entdeckt man die Einsicht?
Woher kommt denn die Weisheit? und wo ist die Stätte des Verstandes?
Ja, sie ist dem menschlichen Auge verborgen, und auch die Raubvögel erspähen sie nicht.
Sie ist verhohlen vor den Augen aller Lebendigen, auch verborgen den Vögeln unter dem Himmel.
Das tiefe Totenreich und selbst der Tod, sie sprechen: ›Wir haben von ihr nur ein Gerücht gehört!‹
Der Abgrund und der Tod sprechen: »Wir haben mit unsern Ohren ihr Gerücht gehört.
Gott allein kennt den Weg zur Weisheit; er nur weiß, wo sie zu finden ist.
Gott weiß den Weg dazu und kennt ihre Stätte.
Denn er blickt über die ganze Welt, er durchschaut Himmel und Erde.
Denn er sieht die Enden der Erde und schaut alles, was unter dem Himmel ist.
Schon damals, als er dem Wind seine Wucht gab und den Wassermassen eine Grenze setzte;
Da er dem Winde sein Gewicht machte und setzte dem Wasser sein gewisses Maß;
als er bestimmte, wo der Regen niedergehen sollte, als er den Gewitterwolken einen Weg vorschrieb —
da er dem Regen ein Ziel machte und dem Blitz und Donner den Weg:
schon da sah er die Weisheit an und rühmte ihren Wert, er erforschte sie und gab ihr Bestand.
da sah er sie und verkündigte sie, bereitete sie und ergründete sie