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Möge Ihre Reise in die Welt der Heiligen Schrift fesselnd und inspirierend sein!
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Parallellesung der Bibel
Hoffnung für Alle
Lutherbibel
HERR, vergiss nicht, was man uns angetan hat! Sieh doch, wie wir gedemütigt werden!
Gedenke, HERR, wie es uns geht; schaue und siehe an unsre Schmach!
Unser Grund und Boden gehört einem anderen Volk, und in unseren Häusern wohnen jetzt Fremde!
Unser Erbe ist den Fremden zuteil geworden und unsre Häuser den Ausländern.
Wir sind verlassen wie Waisenkinder, unsere Mütter schutzlos wie Witwen!
Wir sind Waisen und haben keinen Vater; unsre Mütter sind wie Witwen.
Unser eigenes Trinkwasser müssen wir bezahlen, und auch Brennholz bekommen wir nur gegen Geld.
Unser Wasser müssen wir um Geld trinken; unser Holz muß man bezahlt bringen lassen.
Der Feind sitzt uns unbarmherzig im Nacken; wir sind erschöpft, doch man gönnt uns keine Ruhe.
Man treibt uns über Hals; und wenn wir schon müde sind, läßt man uns doch keine Ruhe.
Wir unterwarfen uns den Ägyptern und Assyrern, um genug Brot zu essen zu haben.
Wir haben uns müssen Ägypten und Assur ergeben, auf daß wir doch Brot satt zu essen haben.
Unsere Vorfahren leben schon lange nicht mehr, wir aber müssen nun für ihre Schuld bezahlen.
Unsre Väter haben gesündigt und sind nicht mehr vorhanden, und wir müssen ihre Missetaten entgelten.
Sklaven sind zu Herrschern über uns geworden, und keiner schützt uns vor ihrer Willkür.
Knechte herrschen über uns, und ist niemand, der uns von ihrer Hand errette.
Unter Lebensgefahr müssen wir nach Nahrung suchen, denn Räuberbanden machen das ganze Land unsicher.
Wir müssen unser Brot mit Gefahr unsers Lebens holen vor dem Schwert in der Wüste.
Wir sind vom Hunger ausgezehrt, unsere Körper glühen vor Fieber.
Unsre Haut ist verbrannt wie in einem Ofen vor dem greulichen Hunger.
In Zion haben sie unsere Frauen vergewaltigt, in den Städten Judas vergingen sie sich an den Mädchen.
Sie haben die Weiber zu Zion geschwächt und die Jungfrauen in den Städten Juda’s.
Sie haben die führenden Männer aufgehängt und die Obersten all ihrer Ehre beraubt.
Die Fürsten sind von ihnen gehenkt, und die Person der Alten hat man nicht geehrt.
Unsere Männer müssen Korn mahlen wie Sklaven, die Jungen brechen beim Holzschleppen zusammen.
Die Jünglinge haben Mühlsteine müssen tragen und die Knaben über dem Holztragen straucheln.
Die Alten sitzen nicht mehr am Stadttor beieinander, und die Jungen spielen keine Instrumente mehr.
Es sitzen die Alten nicht mehr unter dem Tor, und die Jünglinge treiben kein Saitenspiel mehr.
Aus unserem Leben ist alle Freude verflogen, das Singen und Tanzen ist zum Trauerlied geworden.
Unsers Herzens Freude hat ein Ende; unser Reigen ist in Wehklagen verkehrt.
Wir haben unseren Ruhm und Glanz verloren; es ist aus mit uns, weil wir gegen Gott gesündigt haben.
Die Krone unsers Hauptes ist abgefallen. O weh, daß wir so gesündigt haben!
Darum ist unser Herz traurig und krank, und unsere Augen sind müde vom Weinen.
Darum ist auch unser Herz betrübt, und unsre Augen sind finster geworden
Denn der heilige Berg Zion ist verwüstet, wilde Füchse streunen nun dort umher.
um des Berges Zion willen, daß er so wüst liegt, daß die Füchse darüberlaufen.
Aber du, HERR, regierst für immer und ewig, ja, du bist König für alle Zeiten.
Aber du, HERR, der du ewiglich bleibest und dein Thron für und für,
Warum hast du uns all die Jahre vergessen? Willst du uns etwa für immer verlassen?
warum willst du unser so gar vergessen und uns lebenslang so gar verlassen?
HERR, führe uns doch zurück zu dir, damit wir zu dir umkehren können! Lass unser Leben wieder so sein wie früher!
Bringe uns, HERR, wieder zu dir, daß wir wieder heimkommen; erneue unsre Tage wie vor alters!