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Parallellesung der Bibel
Lutherbibel
Auflage 2017
Nun aber lachen mein, die jünger sind denn ich, deren Väter ich verachtet hätte, sie zu stellen unter meine Schafhunde;
Jetzt aber lachen über mich, die jünger sind als ich an Tagen, deren Väter ich nicht für wert geachtet, sie bei den Hunden meiner Herde anzustellen.
deren Vermögen ich für nichts hielt; die nicht zum Alter kommen konnten;
Was sollte mir auch ihrer Hände Kraft? Geschwunden war ihre Rüstigkeit
die vor Hunger und Kummer einsam flohen in die Einöde, neulich verdarben und elend wurden;
durch Mangel und durch harten Hunger; Leute, die das dürre Land abnagen, das Gras der Wüste und der Wüstenei.
die da Nesseln ausraufen um die Büsche, und Ginsterwurzel ist ihre Speise;
Sie pflücken Salzmelde im Gesträuch und Ginsterwurzeln sind ihr Brot.
aus der Menschen Mitte werden sie weggetrieben, man schreit über sie wie über einen Dieb;
Aus der Gemeinschaft wurden sie verjagt; man schreit ihnen nach wie einem Dieb.
in grausigen Tälern wohnen sie, in den Löchern der Erde und Steinritzen;
Am Hang der Täler müssen sie wohnen, in Erdhöhlen und in Felsgeklüft.
zwischen den Büschen rufen sie, und unter den Disteln sammeln sie sich:
Zwischen Sträuchern schreien sie kläglich, drängen sich zusammen unter wildem Gestrüpp.
die Kinder gottloser und verachteter Leute, die man aus dem Lande weggetrieben.
Gemeine Leute, Leute ohne Namen, sie wurden aus dem Land hinausgepeitscht.
Nun bin ich ihr Spottlied geworden und muß ihr Märlein sein.
Jetzt aber bin ich ihr Spottlied, bin zum Klatsch für sie geworden.
Sie haben einen Greuel an mir und machen sich ferne von mir und scheuen sich nicht, vor meinem Angesicht zu speien.
Sie verabscheuen mich, rücken weit von mir weg, scheuen sich nicht, mir ins Gesicht zu spucken.
Sie haben ihr Seil gelöst und mich zunichte gemacht und ihren Zaum vor mir abgetan.
Denn er löste meines Bogens Sehne und beugte mich nieder, sie aber ließen die Zügel vor mir schießen.
Zur Rechten haben sich Buben wider mich gesetzt und haben meinen Fuß ausgestoßen und haben wider mich einen Weg gemacht, mich zu verderben.
Zur rechten Seite erhebt sich eine Schar, treibt meine Füße weg, wirft gegen mich ihre Unheilsdämme auf.
Sie haben meine Steige zerbrochen; es war ihnen so leicht, mich zu beschädigen, daß sie keiner Hilfe dazu bedurften.
Meinen Pfad reißen sie auf, helfen zu meinem Verderben und niemand wehrt ihnen.
Sie sind gekommen wie zu einer weiten Lücke der Mauer herein und sind ohne Ordnung dahergefallen.
Wie durch eine breite Bresche kommen sie heran, wälzen sich unter Trümmern heran.
Schrecken hat sich gegen mich gekehrt und hat verfolgt wie der Wind meine Herrlichkeit; und wie eine Wolke zog vorüber mein glückseliger Stand.
Schrecken stürzen auf mich ein, verjagt wie vom Wind ist mein Ansehen, wie eine Wolke entschwand mein Heil.
Nun aber gießt sich aus meine Seele über mich, und mich hat ergriffen die elende Zeit.
Und nun zerfließt meine Seele in mir, des Elends Tage packen mich an.
Des Nachts wird mein Gebein durchbohrt allenthalben; und die mich nagen, legen sich nicht schlafen.
Des Nachts durchbohrt es mir die Knochen, mein nagender Schmerz kommt nicht zur Ruh.
Mit großer Gewalt werde ich anders und anders gekleidet, und ich werde damit umgürtet wie mit meinem Rock.
Mit Allgewalt packt er mich am Kleid, schnürt wie der Gürtel des Rocks mich ein.
Man hat mich in den Kot getreten und gleich geachtet dem Staub und der Asche.
Er warf mich in den Lehm, sodass ich Staub und Asche gleiche.
Schreie ich zu dir, so antwortest du mir nicht; trete ich hervor, so achtest du nicht auf mich.
Ich schreie zu dir und du antwortest mir nicht; ich stehe da, doch du achtest nicht auf mich.
Du bist mir verwandelt in einen Grausamen und zeigst an mit der Stärke deiner Hand, daß du mir gram bist.
Du wandelst dich zum grausamen Feind gegen mich, mit deiner starken Hand befehdest du mich.
Du hebst mich auf und lässest mich auf dem Winde fahren und zerschmelzest mich kräftig.
Du hebst mich in den Wind, fährst mich dahin, lässt mich zergehen im Sturmgebraus.
Denn ich weiß, du wirst mich dem Tod überantworten; da ist das bestimmte Haus aller Lebendigen.
Ja, ich weiß, du führst mich zum Tod, zur Sammelstätte aller Lebenden.
Aber wird einer nicht die Hand ausstrecken unter Trümmern und nicht schreien vor seinem Verderben?
Doch nicht an Trümmer legt er die Hand. — Schreit man nicht um Hilfe beim Untergang?
Ich weinte ja über den, der harte Zeit hatte; und meine Seele jammerte der Armen.
Weinte ich nicht um den, der harte Tage hatte, grämte sich nicht meine Seele über den Armen?
Ich wartete des Guten, und es kommt das Böse; ich hoffte aufs Licht, und es kommt Finsternis.
Ja, ich hoffte auf Gutes, doch Böses kam, ich harrte auf Licht, doch Finsternis kam.
Meine Eingeweide sieden und hören nicht auf; mich hat überfallen die elende Zeit.
Mein Inneres kocht und kommt nicht zur Ruhe, mich haben die Tage des Elends erreicht.
Ich gehe schwarz einher, und brennt mich doch die Sonne nicht; ich stehe auf in der Gemeinde und schreie.
Trauernd gehe ich einher, ohne wärmende Sonne, ich stehe auf in der Versammlung, schreie laut.
Ich bin ein Bruder der Schakale und ein Geselle der Strauße.
Den Schakalen wurde ich zum Bruder, den Straußenhennen zum Freund.
Meine Haut über mir ist schwarz geworden, und meine Gebeine sind verdorrt vor Hitze.
Meine Haut ist schwarz, von Fieberglut brennen meine Knochen.