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Möge Ihre Reise in die Welt der Heiligen Schrift fesselnd und inspirierend sein!
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Parallellesung der Bibel
Lutherbibel
Hoffnung für Alle
Wenn man doch meinen Unmut wöge und mein Leiden zugleich in die Waage legte!
»Ach, könnte mein Schmerz doch gewogen werden! Legte man doch mein Elend auf die Waage!
Denn nun ist es schwerer als Sand am Meer; darum gehen meine Worte irre.
Es wiegt schwerer als der Sand am Meer, und deshalb sind meine Worte so unbeherrscht.
Denn die Pfeile des Allmächtigen stecken in mir: derselben Gift muß mein Geist trinken, und die Schrecknisse Gottes sind auf mich gerichtet.
Der Allmächtige hat mich mit seinen Pfeilen durchbohrt, tief dringt ihr Gift in mich ein. Gott hat mich mit seinen Schrecken eingekesselt.
Das Wild schreit nicht, wenn es Gras hat; der Ochse blökt nicht, wenn er sein Futter hat.
Kein Wildesel schreit, wenn er Gras hat; an der vollen Futterkrippe brüllt kein Stier.
Kann man auch essen, was ungesalzen ist? Oder wer mag kosten das Weiße um den Dotter?
Doch welcher Mensch mag ungesalzene Speise, wer schlürft schon gerne rohes Eiweiß?
Was meine Seele widerte anzurühren, das ist meine Speise, mir zum Ekel.
Ich sträube mich, es anzurühren, denn solche Nahrung macht mich krank!
O, daß meine Bitte geschähe und Gott gäbe mir, was ich hoffe!
Warum schlägt Gott mir meine Bitte ab und gibt mir nicht, was ich so sehnlich wünsche?
Daß Gott anfinge und zerschlüge mich und ließe seine Hand gehen und zerscheiterte mich!
Ich wünsche mir nur eins: dass er mich zermalmt und mir das Lebenslicht ausbläst!
So hätte ich noch Trost, und wollte bitten in meiner Krankheit, daß er nur nicht schonte, habe ich doch nicht verleugnet die Reden des Heiligen.
Denn einen Trost hätte ich auch dann noch, Grund zum Jubeln trotz schrecklicher Schmerzen: Was der heilige Gott geboten hat, daran habe ich mich immer gehalten!
Was ist meine Kraft, daß ich möge beharren? und welches ist mein Ende, daß meine Seele geduldig sollte sein?
Aber meine Kraft reicht nicht aus, um noch länger zu hoffen! Auf welches gute Ende soll ich geduldig warten?
Ist doch meine Kraft nicht steinern und mein Fleisch nicht ehern.
Bin ich denn hart und unverwundbar wie ein Stein? Ist mein Körper kraftvoll, wie aus Erz gegossen?
Habe ich doch nirgend Hilfe, und mein Vermögen ist dahin.
Ich bin völlig hilflos und weiß nicht mehr aus noch ein!
Wer Barmherzigkeit seinem Nächsten weigert, der verläßt des Allmächtigen Furcht.
Wer so verzweifelt ist wie ich, braucht Freunde, die fest zu ihm halten, selbst wenn er Gott nicht mehr glaubt.
Meine Brüder trügen wie ein Bach, wie Wasserströme, die vergehen,
Ihr aber enttäuscht mich wie die Flüsse in der Wüste, deren Bett vertrocknet, sobald kein Regen mehr fällt.
die trübe sind vom Eis, in die der Schnee sich birgt:
Im Frühjahr treten sie über die Ufer, trübe vom Schmelzwasser, in dem Eisschollen treiben.
zur Zeit, wenn sie die Hitze drückt, versiegen sie; wenn es heiß wird, vergehen sie von ihrer Stätte.
Aber wenn es heiß wird, versiegen sie und versickern im Boden.
Die Reisezüge gehen ab vom Wege, sie treten aufs Ungebahnte und kommen um;
Karawanen müssen vom Weg abweichen, weil sie dort kein Wasser finden. Sie steigen hinauf in die Wüste und gehen elend zugrunde.
die Reisezüge von Thema blickten nach ihnen, die Karawanen von Saba hofften auf sie:
Die Karawanen von Tema spähen nach den Wasserstellen, die Händler von Saba sind auf sie angewiesen,
aber sie wurden zu Schanden über ihrer Hoffnung und mußten sich schämen, als sie dahin kamen.
doch ihre Hoffnung wird bitter enttäuscht: Sie kommen dorthin — das Flussbett ist leer!
So seid ihr jetzt ein Nichts geworden, und weil ihr Jammer sehet, fürchtet ihr euch.
Und ihr? Ihr seid genau wie diese Flüsse: trostlos und leer. Ihr helft mir nicht! Ihr seht mein furchtbares Schicksal und weicht entsetzt zurück!
Habe ich auch gesagt: Bringet her und von eurem Vermögen schenket mir
Wieso denn? Habe ich euch je gesagt: ›Schenkt mir etwas, zahlt ein Bestechungsgeld für mich aus euren Taschen
und errettet mich aus der Hand des Feindes und erlöset mich von der Hand der Gewalttätigen?
und rettet mich vor dem Erpresser, aus seinen Klauen kauft mich frei‹?
Lehret mich, so will ich schweigen; und was ich nicht weiß, darin unterweiset mich.
Gebt mir eine klare Antwort und weist mir nach, wo ich im Irrtum bin, dann will ich gerne schweigen!
Warum tadelt ihr rechte Rede? Wer ist unter euch, der sie strafen könnte?
Nur wer die Wahrheit sagt, überzeugt mich — eure Vorwürfe beweisen nichts!
Gedenket ihr, Worte zu strafen? Aber eines Verzweifelten Rede ist für den Wind.
Wollt ihr meine Worte tadeln, weil sie so verzweifelt klingen? Was ich sage, verhallt ungehört im Wind!
Ihr fielet wohl über einen armen Waisen her und grübet eurem Nächsten Gruben.
Ihr würdet selbst ein Waisenkind verkaufen und euren besten Freund verhökern!
Doch weil ihr habt angehoben, sehet auf mich, ob ich vor euch mit Lügen bestehen werde.
Bitte, seht mich an! So wahr ich hier sitze: Ich sage euch die volle Wahrheit!
Antwortet, was recht ist; meine Antwort wird noch recht bleiben.
Ihr tut mir Unrecht! Hört endlich auf damit, denn immer noch bin ich im Recht!