Willkommen auf unserer Website, auf der wir die Bibel erforschen! Schön, Sie hier zu treffen!
Möge Ihre Reise in die Welt der Heiligen Schrift fesselnd und inspirierend sein!
Sie können die Lesesprache ändern: uk ru en
Parallellesung der Bibel
Auflage 2017
Lutherbibel
Dass ich doch wäre wie in längst vergangenen Monden, wie in den Tagen, da mich Gott beschirmte,
O daß ich wäre wie in den vorigen Monden, in den Tagen, da mich Gott behütete;
als seine Leuchte über meinem Haupt erstrahlte, in seinem Licht ich durch das Dunkel ging.
da seine Leuchte über meinem Haupt schien und ich bei seinem Licht in der Finsternis ging;
So, wie ich in den Tagen meiner Frühzeit war, als Gottes Freundschaft über meinem Zelte stand,
wie war ich in der Reife meines Lebens, da Gottes Geheimnis über meiner Hütte war;
als der Allmächtige noch mit mir war, meine Kinder mich umgaben,
da der Allmächtige doch mit mir war und meine Kinder um mich her;
als meine Schritte sich in Milch gebadet, Bäche von Öl der Fels mir ergoss.
da ich meine Tritte wusch in Butter und die Felsen mir Ölbäche gossen;
Ging ich durchs Tor zur Stadt hinauf, ließ ich auf dem Platz meinen Sitz aufstellen;
da ich ausging zum Tor in der Stadt und mir ließ meinen Stuhl auf der Gasse bereiten;
sahen mich die Jungen, so traten sie scheu beiseite, die Alten standen auf und blieben stehen.
da mich die Jungen sahen und sich versteckten, und die Alten vor mir aufstanden;
Fürsten hielten mit Reden sich zurück und legten ihre Hand auf ihren Mund.
da die Obersten aufhörten zu reden und legten ihre Hand auf ihren Mund;
Der Edlen Stimme blieb stumm, am Gaumen klebte ihre Zunge.
da die Stimme der Fürsten sich verkroch und ihre Zunge an ihrem Gaumen klebte!
Hörte mich ein Ohr, pries es mich glücklich, das Auge, das mich sah, stimmte mir zu.
Denn wessen Ohr mich hörte, der pries mich selig; und wessen Auge mich sah, der rühmte mich.
Denn ich rettete den Armen, der schrie, die Waise, die ohne Helfer war.
Denn ich errettete den Armen, der da schrie, und den Waisen, der keinen Helfer hatte.
Der Segen des Verlorenen kam über mich und jubeln ließ ich der Witwe Herz.
Der Segen des, der verderben sollte, kam über mich; und ich erfreute das Herz der Witwe.
Ich bekleidete mich mit Gerechtigkeit, wie Mantel und Kopfbund umhüllte mich mein Recht.
Gerechtigkeit war mein Kleid, das ich anzog wie einen Rock; und mein Recht war mein fürstlicher Hut.
Auge war ich für den Blinden, dem Lahmen wurde ich zum Fuß.
Ich war des Blinden Auge und des Lahmen Fuß.
Vater war ich für die Armen, des Unbekannten Rechtsstreit prüfte ich.
Ich war ein Vater der Armen; und die Sache des, den ich nicht kannte, die erforschte ich.
Ich zerschmetterte des Bösen Kiefer, entriss die Beute seinen Zähnen.
Ich zerbrach die Backenzähne des Ungerechten und riß den Raub aus seinen Zähnen.
So dachte ich: Mit meinem Nest werde ich verscheiden und gleich dem Phönix meine Tage mehren.
Ich gedachte: »Ich will in meinem Nest ersterben und meiner Tage viel machen wie Sand.
Meine Wurzel reiche bis an das Wasser, Tau nächtige auf meinen Zweigen.
Meine Wurzel war aufgetan dem Wasser, und der Tau blieb über meinen Zweigen.
Neu bleibe mir meine Ehre, mein Bogen verjünge sich in meiner Hand.
Meine Herrlichkeit erneute sich immer an mir, und mein Bogen ward immer stärker in meiner Hand.
Auf mich hörten sie und warteten, sie lauschten schweigend meinem Rat.
Sie hörten mir zu und schwiegen und warteten auf meinen Rat.
Nachdem ich gesprochen, ergriff keiner das Wort, es träufelte nieder auf sie meine Rede.
Nach meinen Worten redete niemand mehr, und meine Rede troff auf sie.
Sie harrten auf mich wie auf Regen, sperrten den Mund wie nach Spätregen auf.
Sie warteten auf mich wie auf den Regen und sperrten ihren Mund auf als nach dem Spätregen.
Lächelte ich denen zu, die ohne Vertrauen, sie wiesen das Leuchten meines Gesichts nicht ab.
Wenn ich mit ihnen lachte, wurden sie nicht zu kühn darauf; und das Licht meines Angesichts machte mich nicht geringer.