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Parallellesung der Bibel
Auflage 2017
Lutherbibel
Worte Agurs, des Sohnes des Jake prophetisches Wort; Spruch des Mannes Laïtiël: Ich mühte mich ab mit Gott und bin am Ende.
Dies sind die Worte Agurs, des Sohnes Jakes. Lehre und Rede des Mannes: Ich habe mich gemüht, o Gott; ich habe mich gemüht, o Gott, und ablassen müssen.
Denn ich bin zu dumm für einen Menschen, ich habe keinen Menschenverstand,
Denn ich bin der allernärrischste, und Menschenverstand ist nicht bei mir;
ich habe keine Weisheit gelernt und keine Kenntnis des Heiligen erlangt.
ich habe Weisheit nicht gelernt, daß ich den Heiligen erkennete.
Wer stieg zum Himmel hinauf und kam wieder herab? Wer sammelte den Wind in seine Fäuste? Wer band das Wasser in ein Gewand? Wer setzte fest alle Enden der Erde? Wie ist sein Name und wie der Name seines Sohnes, wenn du es weißt?
Wer fährt hinauf gen Himmel und herab? Wer faßt den Wind in seine Hände? Wer bindet die Wasser in ein Kleid? Wer hat alle Enden der Welt gestellt? Wie heißt er? Und wie heißt sein Sohn? Weißt du das?
Jede Rede Gottes ist im Feuer geläutert; ein Schild ist er für alle, die bei ihm sich bergen.
Alle Worte Gottes sind durchläutert; er ist ein Schild denen, die auf ihn trauen.
Füg seinen Worten nichts hinzu, sonst überführt er dich und du stehst als Lügner da.
Tue nichts zu seinen Worten, daß er dich nicht strafe und werdest lügenhaft erfunden.
Um zweierlei bitte ich dich, versag es mir nicht, bevor ich sterbe:
Zweierlei bitte ich von dir; das wollest du mir nicht weigern, ehe denn ich sterbe:
Falschheit und Lügenwort halt fern von mir; gib mir weder Armut noch Reichtum, nähr mich mit dem Brot, das mir nötig ist,
Abgötterei und Lüge laß ferne von mir sein; Armut und Reichtum gib mir nicht, laß mich aber mein beschieden Teil Speise dahinnehmen.
damit ich nicht, satt geworden, dich verleugne und sage: Wer ist denn der HERR?, damit ich nicht als Armer zum Dieb werde und mich am Namen meines Gottes vergreife.
Ich möchte sonst, wo ich zu satt würde, verleugnen und sagen: Wer ist der HERR? Oder wo ich zu arm würde, möchte ich stehlen und mich an dem Namen meines Gottes vergreifen.
Verleumde nicht den Knecht bei seinem Herrn, sonst verflucht er dich und du musst es büßen.
Verleumde den Knecht nicht bei seinem Herrn, daß er dir nicht fluche und du die Schuld tragen müssest.
Ein Geschlecht, das seinem Vater flucht und seine Mutter nicht segnet;
Es ist eine Art, die ihrem Vater flucht und ihre Mutter nicht segnet;
ein Geschlecht, das rein ist in den eigenen Augen, doch nicht gewaschen von seinem Schmutz;
eine Art, die sich rein dünkt, und ist doch von ihrem Kot nicht gewaschen;
ein Geschlecht — wie überheblich sind seine Augen und wie hochmütig seine Wimpern;
eine Art, die ihre Augen hoch trägt und ihre Augenlider emporhält;
ein Geschlecht, dessen Zähne Schwerter und dessen Gebiss Messer sind, um die Notleidenden aus dem Land wegzufressen und die Armen weg aus der Menschheit.
eine Art, die Schwerter für Zähne hat und Messer für Backenzähne und verzehrt die Elenden im Lande und die Armen unter den Leuten.
Der Blutegel hat zwei Töchter: Gib! — Gib!
Blutegel hat zwei Töchter: Bring her, bring her! Drei Dinge sind nicht zu sättigen, und das vierte spricht nicht: Es ist genug:
Drei sind es, die nie satt werden, vier sagen nie: Genug: Die Unterwelt und der unfruchtbare Mutterschoß, die Erde, die nicht satt wird an Wasser, und das Feuer, das nie sagt: Genug!
die Hölle, der Frauen verschlossene Mutter, die Erde wird nicht Wassers satt, und das Feuer spricht nicht: Es ist genug.
Ein Auge, das den Vater verspottet und die alte Mutter verachtet, das hacken die Raben am Bach aus, die jungen Geier fressen es auf.
Ein Auge, das den Vater verspottet, und verachtet der Mutter zu gehorchen, das müssen die Raben am Bach aushacken und die jungen Adler fressen.
Drei Dinge sind mir zu wunderbar, vier vermag ich nicht zu fassen:
Drei sind mir zu wunderbar, und das vierte verstehe ich nicht:
den Weg des Geiers am Himmel, den Weg der Schlange über den Felsen, den Weg des Schiffes auf hoher See, den Weg des Mannes bei der jungen Frau.
des Adlers Weg am Himmel, der Schlange Weg auf einem Felsen, des Schiffes Weg mitten im Meer und eines Mannes Weg an einer Jungfrau.
So benimmt sich die ehebrecherische Frau: Sie isst, wischt sich den Mund und sagt: Ich habe nichts Böses getan.
Also ist auch der Weg der Ehebrecherin; die verschlingt und wischt ihr Maul und spricht: Ich habe kein Böses getan.
Unter dreien erzittert das Land, unter vieren wird es ihm unerträglich:
Ein Land wird durch dreierlei unruhig, und das vierte kann es nicht ertragen:
unter einem Sklaven, wenn er König wird, und einem Toren, wenn er satt ist;
ein Knecht, wenn er König wird; ein Narr, wenn er zu satt ist;
unter einer Verschmähten, wenn sie geheiratet wird, und einer Sklavin, wenn sie ihre Herrin verdrängt.
eine Verschmähte, wenn sie geehelicht wird; und eine Magd, wenn sie ihrer Frau Erbin wird.
Vier sind die Kleinsten auf Erden und sind doch die Allerklügsten:
Vier sind klein auf Erden und klüger denn die Weisen:
Die Ameisen sind kein starkes Volk und besorgen sich doch im Sommer ihr Futter;
die Ameisen, ein schwaches Volk; dennoch schaffen sie im Sommer ihre Speise;
Klippdachse sind ein Volk ohne Macht und doch bauen sie ihre Wohnung im Fels;
Kaninchen, ein schwaches Volk; dennoch legt es sein Haus in den Felsen;
die Heuschrecken haben keinen König und doch schwärmen sie alle geordnet aus;
Heuschrecken haben keinen König; dennoch ziehen sie aus ganz in Haufen;
Eidechsen fängst du mit der Hand und doch wohnen sie in Königspalästen.
die Spinne wirkt mit ihren Händen und ist in der Könige Schlössern.
Drei sind es, die stolz einherschreiten, vier haben einen stolzen Gang:
Dreierlei haben einen feinen Gang, und das vierte geht wohl:
der Löwe, der Held unter den Tieren, der vor keinem umkehrt;
der Löwe, mächtig unter den Tieren und kehrt nicht um vor jemand;
der Hahn, der einherstolziert, und der Leitbock und der König, wenn er vor seinem Volk auftritt wie ein Gott.
ein Windhund von guten Lenden, und ein Widder, und ein König, wider den sich niemand legen darf.
Wenn du dich stolz erhoben und dabei blamiert hast oder wenn du nachdenkst — so leg die Hand auf den Mund!
Bist du ein Narr gewesen und zu hoch gefahren und hast Böses vorgehabt, so lege die Hand aufs Maul.