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Parallellesung der Bibel
Auflage 2017
Lutherbibel
Weh dir, der du zerstörst und selbst nicht zerstört wurdest! Wehe dir, der du raubst und den man nicht beraubt hat! Wenn du alles zerstört hast, wirst du selbst zerstört. Wenn du mit dem Rauben zu Ende bist, werden sie dich berauben.
Weh aber dir, du Verstörer! Meinst du, du werdest nicht verstört werden? Und du Räuber? meinst du man werde dich nicht berauben? Wenn du das Verstören vollendet hast, so wirst du auch verstört werden; wenn du des Raubens ein Ende gemacht hast, so wird man dich wieder berauben.
HERR, sei uns gnädig, auf dich haben wir gehofft. Sei ihr strafender Arm an jedem Morgen, sei unsere Rettung zur Zeit der Not!
HERR, sei uns gnädig, denn auf dich harren wir; sei ihr Arm alle Morgen, dazu unser Heil zur Zeit der Trübsal!
Vor dem lauten Getöse sind die Völker geflohen; wenn du dich erhebst, haben sich die Nationen zerstreut.
Laß fliehen die Völker vor dem großen Getümmel und die Heiden zerstreut werden, wenn du dich erhebst.
Man rafft Beute zusammen, so wie die Heuschrecken alles zusammenraffen; wie die Grashüpfer springen, so springt man und raubt.
Da wird man euch aufraffen wie einen Raub, wie man die Heuschrecken aufrafft und wie die Käfer zerscheucht werden, wenn man sie überfällt.
Erhaben ist der HERR, denn er wohnt in der Höhe; er hat Zion mit Recht und Gerechtigkeit erfüllt.
Der HERR ist erhaben; denn er wohnt in der Höhe. Er hat Zion voll Gericht und Gerechtigkeit gemacht.
Sicher werden deine Zeiten sein: Fülle an Heil, Weisheit und Erkenntnis. Die Furcht des HERRN — sie ist sein Schatz.
Und es wird zu deiner Zeit Glaube sein, Reichtum an Heil, Weisheit und Klugheit; die Furcht des HERRN wird sein Schatz sein.
Siehe, die Bewohner Ariëls schrien nach draußen, die Boten des Friedens weinen bitterlich.
Siehe, ihre Helden schreien draußen, die Boten des Friedens weinen bitterlich.
Die Straßen waren verödet, niemand mehr betrat den Pfad. Gebrochen hat man den Bund, verworfen Städte, nicht hat man den Menschen geachtet.
Die Steige sind wüst; es geht niemand mehr auf der Straße. Er hält weder Treue noch Glauben; er verwirft die Städte und achtet der Leute nicht.
Man trauerte, das Land war verdorrt, der Libanon stand beschämt da, schwarz verwelkt. Die Scharon-Ebene ist wie die Araba geworden, entlaubt sind Baschan und Karmel.
Das Land liegt kläglich und jämmerlich, der Libanon steht schändlich zerhauen, und Saron ist wie eine Wüste, und Basan und Karmel ist öde.
Jetzt stehe ich auf, spricht der HERR, jetzt erhebe ich mich, jetzt richte ich mich auf.
Nun will ich mich aufmachen, spricht der HERR; nun will ich mich emporrichten, nun will ich mich erheben.
Ihr geht schwanger mit Heu, Stroh bringt ihr zur Welt. Euer Atem ist Feuer, das euch frisst.
Mit Stroh gehet ihr schwanger, Stoppeln gebäret ihr; Feuer wird euch mit eurem Mut verzehren.
Und Völker werden zu Kalk verbrannt, abgehauene Dornen, die im Feuer lodern.
Und die Völker werden zu Kalk verbrannt werden, wie man abgehauene Dornen mit Feuer ansteckt.
Hört, ihr Fernen, was ich getan habe, und erkennt, ihr Nahen, meine Kraft!
So höret nun ihr, die ihr ferne seid, was ich getan habe; und die ihr nahe seid, merket meine Stärke.
Die Sünder in Zion erschraken, Zittern erfasste die Gottlosen. Wer von uns hält es aus bei dem fressenden Feuer? Wer von uns hält es aus neben der ewigen Glut?
Die Sünder zu Zion sind erschrocken, Zittern ist die Heuchler angekommen (und sie sprechen): Wer ist unter uns, der bei einem verzehrenden Feuer wohnen möge? wer ist unter uns, der bei der ewigen Glut wohne?
Wer in Gerechtigkeit geht und die Wahrheit sagt, wer es ablehnt, Gewinn zu erpressen, wer sich dagegen wehrt, Bestechung anzunehmen, wer sein Ohr verstopft, um nichts von Bluttaten zu hören, und seine Augen verschließt, um nichts Böses zu sehen:
Wer in Gerechtigkeit wandelt und redet, was recht ist; wer Unrecht haßt samt dem Geiz und seine Hände abzieht, daß er nicht Geschenke nehme; wer seine Ohren zustopft, daß er nicht Blutschulden höre, und seine Augen zuhält, daß er nicht Arges sehe:
der wird auf Höhen wohnen, Felsenburgen sind seine Zuflucht; sein Brot wird gegeben, seine Wasserquellen sind gesichert.
der wird in der Höhe wohnen, und Felsen werden seine Feste und Schutz sein. Sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser hat er gewiß.
Deine Augen werden den König in seiner Schönheit erblicken, sie sehen ein fernes Land.
Deine Augen werden den König sehen in seiner Schöne; du wirst das Land erweitert sehen,
Dein Herz denkt an den Schrecken: Wo ist der, der zählt, wo ist der, der abwiegt? Wo ist der, der die Türme zählt?
daß sich dein Herz sehr verwundern wird und sagen: Wo sind nun die Schreiber? Wo sind die Vögte? wo sind die, so die Türme zählten?
Du wirst das freche Volk nicht mehr sehen, das Volk mit der dunklen, unverständlichen Rede, mit der stammelnden, nicht verstehbaren Sprache.
Du wirst das starke Volk nicht mehr sehen, das Volk von tiefer Sprache, die man nicht vernehmen kann, und von undeutlicher Zunge, die man nicht verstehen kann.
Schau auf Zion, die Stätte unserer Feste! Deine Augen werden Jerusalem sehen, die sorgenfreie Aue, das Zelt, das man nicht abbricht, dessen Pflöcke man niemals mehr verrückt, dessen Stricke nicht zerrissen werden.
Schaue Zion, die Stadt unsrer Feste! Deine Augen werden Jerusalem sehen, eine sichere Wohnung, eine Hütte, die nicht weggeführt wird; ihre Nägel sollen nimmermehr ausgezogen und ihrer Seile keines zerrissen werden.
Sondern: Dort ist für uns ein Mächtiger, der HERR! Es ist ein Ort mit Flüssen, breiten Strömen, kein Ruderboot fährt auf ihnen, kein mächtiges Schiff zieht dahin.
Denn der HERR wird mächtig daselbst bei uns sein, gleich als wären da weite Wassergräben, darüber kein Schiff mit Rudern fahren noch Galeeren schiffen können.
Ja, der HERR ist unser Richter, der HERR unser Gesetzgeber; der HERR ist unser König, er wird uns retten.
Denn der HERR ist unser Richter, der HERR ist unser Meister, der HERR ist unser König; der hilft uns!
Schlaff hingen deine Seile, sie halten das Gestell ihrer Signalstange nicht fest, haben das Feldzeichen nicht gespannt. Damals wurde die Beute massenweise aufgeteilt, Lahme haben Raub geraubt.
Laßt sie ihre Stricke spannen, sie werden doch nicht halten; also werden sie auch das Fähnlein nicht auf den Mastbaum ausstecken. Dann wird viel köstlicher Raub ausgeteilt werden, also daß auch die Lahmen rauben werden.