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Parallellesung der Bibel

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Lutherbibel

Auflage 2017

  • Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe,
  • Der Mensch, vom Weib geboren, knapp an Tagen, unruhvoll,
  • geht auf wie eine Blume und fällt ab, flieht wie ein Schatten und bleibt nicht.
  • er geht wie die Blume auf und welkt, flieht wie ein Schatten und bleibt nicht bestehen.
  • Und du tust deine Augen über einen solchen auf, daß du mich vor dir ins Gericht ziehest.
  • Doch über ihm hältst du dein Auge offen, mich aber bringst du ins Gericht mit dir.
  • Kann wohl ein Reiner kommen von den Unreinen? Auch nicht einer.
  • Kann denn ein Reiner von Unreinem kommen? Nicht ein Einziger.
  • Er hat seine bestimmte Zeit, die Zahl seiner Monden steht bei dir; du hast ein Ziel gesetzt, das wird er nicht überschreiten.
  • Wenn seine Tage fest bestimmt sind und die Zahl seiner Monde bei dir, wenn du gesetzt hast seine Grenzen, sodass er sie nicht überschreitet,
  • So tu dich von ihm, daß er Ruhe habe, bis daß seine Zeit komme, deren er wie ein Tagelöhner wartet.
  • dann schau weg von ihm! Lass ab, dass er seines Tags sich freue wie ein Tagelöhner!
  • Ein Baum hat Hoffnung, wenn er schon abgehauen ist, daß er sich wieder erneue, und seine Schößlinge hören nicht auf.
  • Denn für den Baum besteht noch Hoffnung: Ist er gefällt, so treibt er wieder, sein Sprössling bleibt nicht aus.
  • Ob seine Wurzel in der Erde veraltet und sein Stamm im Staub erstirbt,
  • Wenn in der Erde seine Wurzel altert und sein Stumpf im Boden stirbt,
  • so grünt er doch wieder vom Geruch des Wassers und wächst daher, als wäre er erst gepflanzt.
  • vom Dunst des Wassers sprosst er wieder und wie ein Setzling treibt er Zweige.
  • Aber der Mensch stirbt und ist dahin; er verscheidet, und wo ist er?
  • Doch stirbt ein Mann, so bleibt er kraftlos, verscheidet ein Mensch, wo ist er dann?
  • Wie ein Wasser ausläuft aus dem See, und wie ein Strom versiegt und vertrocknet,
  • Die Wasser schwinden aus dem Meer, der Strom vertrocknet und versiegt.
  • so ist ein Mensch, wenn er sich legt, und wird nicht aufstehen und wird nicht aufwachen, solange der Himmel bleibt, noch von seinem Schlaf erweckt werden.
  • So legt der Mensch sich hin, steht nie mehr auf; die Himmel werden vergehen, ehe er erwacht, ehe er aus seinem Schlaf geweckt wird.
  • Ach, daß du mich in der Hölle verdecktest und verbärgest, bis dein Zorn sich lege, und setztest mir ein Ziel, daß du an mich dächtest!
  • Dass du mich in der Unterwelt verstecktest, mich bergen wolltest, bis dein Zorn sich wendet, eine Frist mir setztest und dann an mich dächtest!
  • Wird ein toter Mensch wieder leben? Alle Tage meines Streites wollte ich harren, bis daß meine Veränderung komme!
  • Wenn einer stirbt, lebt er dann wieder auf? Alle Tage meines Kriegsdienstes harrte ich, bis einer käme, um mich abzulösen.
  • Du würdest rufen, und ich dir antworten; es würde dich verlangen nach dem Werk deiner Hände.
  • Du riefest und ich gäbe dir Antwort, du sehntest dich nach deiner Hände Werk.
  • Jetzt aber zählst du meine Gänge. Hast du nicht acht auf meine Sünden?
  • Dann würdest du meine Schritte zählen, auf meinen Fehltritt nicht mehr achten.
  • Du hast meine Übertretung in einem Bündlein versiegelt und meine Missetat zusammengefaßt.
  • Versiegelt im Beutel wäre mein Vergehen, du würdest meinen Frevel übertünchen.
  • Zerfällt doch ein Berg und vergeht, und ein Fels wird von seinem Ort versetzt;
  • Doch auch ein Berg fällt und zergeht, von seiner Stätte rückt der Fels.
  • Wasser wäscht Steine weg, und seine Fluten flößen die Erde weg: aber des Menschen Hoffnung ist verloren;
  • Das Wasser zerreibt Steine, Platzregen spült das Erdreich fort; so machst du die Hoffnung des Menschen zunichte.
  • denn du stößest ihn gar um, daß er dahinfährt, veränderst sein Wesen und lässest ihn fahren.
  • Du bezwingst ihn für immer, so geht er dahin, du entstellst sein Gesicht und schickst ihn fort.
  • Sind seine Kinder in Ehren, das weiß er nicht; oder ob sie gering sind, des wird er nicht gewahr.
  • Sind seine Kinder in Ehren, er weiß es nicht; sind sie verachtet, er merkt es nicht.
  • Nur sein eigen Fleisch macht ihm Schmerzen, und seine Seele ist ihm voll Leides.
  • Sein Leib fühlt nur die eigenen Schmerzen, seine Seele trauert nur um sich selbst.

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