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Parallellesung der Bibel
Lutherbibel
Auflage 2017
Soll ein weiser Mann so aufgeblasene Worte reden und seinen Bauch so blähen mit leeren Reden?
Gibt ein Weiser windige Kunde zur Antwort, füllt er sein Inneres mit Ostwind an,
Du verantwortest dich mit Worten, die nicht taugen, und dein Reden ist nichts nütze.
um zurechtzuweisen mit Gerede, das nichts taugt, mit Worten, in denen kein Nutzen liegt?
Du hast die Furcht fahren lassen und redest verächtlich vor Gott.
Du brichst sogar die Gottesfurcht, zerstörst das Besinnen vor Gott.
Denn deine Missetat lehrt deinen Mund also, und hast erwählt eine listige Zunge.
Denn deine Schuld belehrt deinen Mund, die Sprache der Listigen hast du gewählt.
Dein Mund verdammt dich, und nicht ich; deine Lippen zeugen wider dich.
Dein eigener Mund verurteilt dich, nicht ich, deine Lippen zeugen gegen dich.
Bist du der erste Mensch geboren? bist du vor allen Hügeln empfangen?
Bist du als erster Mensch geboren, kamst du zur Welt noch vor den Hügeln?
Hast du Gottes heimlichen Rat gehört und die Weisheit an dich gerissen?
Hast du gelauscht im Rate Gottes und die Weisheit an dich gerissen?
Was weißt du, das wir nicht wissen? was verstehst du, das nicht bei uns sei?
Was weißt du, das wir nicht wissen, was verstehst du, das uns nicht bekannt ist?
Es sind Graue und Alte unter uns, die länger gelebt haben denn dein Vater.
Auch unter uns sind Alte, sind Ergraute, die älter sind an Tagen als dein Vater.
Sollten Gottes Tröstungen so gering vor dir gelten und ein Wort, in Lindigkeit zu dir gesprochen?
Ist zu gering dir Gottes Tröstung, ein Wort, das sanft mit dir verfährt?
Was nimmt dein Herz vor? was siehst du so stolz?
Wie reißt doch dein Herz dich fort, wie überheben sich deine Augen,
Was setzt sich dein Mut wider Gott, daß du solche Reden aus deinem Munde lässest?
dass gegen Gott deinen Zorn du wendest und solche Worte aus deinem Munde stößt?
Was ist ein Mensch, daß er sollte rein sein, und daß der sollte gerecht sein, der vom Weibe geboren ist?
Was ist der Mensch, dass rein er wäre, der vom Weib Geborene, dass er im Recht sein könnte?
Siehe, unter seinen Heiligen ist keiner ohne Tadel, und die Himmel sind nicht rein vor ihm.
Sieh doch, selbst seinen Heiligen traut er nicht und der Himmel ist nicht rein in seinen Augen.
Wie viel weniger ein Mensch, der ein Greuel und schnöde ist, der Unrecht säuft wie Wasser.
Geschweige denn ein Unreiner und Verderbter, ein Mann, der Verkehrtes trinkt wie Wasser.
Ich will dir’s zeigen, höre mir zu; und ich will dir erzählen, was ich gesehen habe,
Verkünden will ich dir, hör mir zu! Was ich geschaut, will ich erzählen,
was die Weisen gesagt haben und ihren Vätern nicht verhohlen gewesen ist,
was Weise zu berichten wissen, was ihre Väter ihnen nicht verhehlten.
welchen allein das Land gegeben war, daß kein Fremder durch sie gehen durfte:
Ihnen allein war das Land gegeben, kein Fremder ging unter ihnen einher.
Der Gottlose bebt sein Leben lang, und dem Tyrannen ist die Zahl seiner Jahre verborgen.
Der Frevler bebt in Ängsten all seine Tage, nur wenige Jahre sind dem Tyrannen bestimmt.
Was er hört, das schreckt ihn; und wenn’s gleich Friede ist, fürchtet er sich, der Verderber komme,
In seinen Ohren hallen Schreckensrufe, mitten im Frieden kommt der Verwüster über ihn.
glaubt nicht, daß er möge dem Unglück entrinnen, und versieht sich immer des Schwerts.
Er kann nicht hoffen, der Finsternis zu entfliehen, aufgespart ist er für das Schwert.
Er zieht hin und her nach Brot, und es dünkt ihn immer, die Zeit seines Unglücks sei vorhanden.
Er irrt umher nach Brot, wo er es finde, er weiß, dass ihn ein schwarzer Tag bedroht.
Angst und Not schrecken ihn und schlagen ihn nieder wie ein König mit einem Heer.
Not und Drangsal erschrecken ihn, sie packen ihn wie ein kampfbereiter König.
Denn er hat seine Hand wider Gott gestreckt und wider den Allmächtigen sich gesträubt.
Denn gegen Gott erhebt er seine Hand, gegen den Allmächtigen erkühnt er sich.
Er läuft mit dem Kopf an ihn und ficht halsstarrig wider ihn.
Halsstarrig rennt er gegen ihn an mit den dicken Buckeln seiner Schilde.
Er brüstet sich wie ein fetter Wanst und macht sich feist und dick.
Sein Gesicht ist bedeckt mit Fett, an der Hüfte hat er Speck angesetzt.
Er wohnt in verstörten Städten, in Häusern, da man nicht bleiben darf, die auf einem Haufen liegen sollen.
Er wohnt in zerstörten Städten, in Häusern, darin niemand mehr wohnt, die man zu Trümmerstätten bestimmt.
Er wird nicht reich bleiben, und sein Gut wird nicht bestehen, und sein Glück wird sich nicht ausbreiten im Lande.
Er bleibt nicht reich, sein Besitz hat keinen Bestand; zur Erde neigt sich seine Ähre nicht.
Unfall wird nicht von ihm lassen. Die Flamme wird seine Zweige verdorren, und er wird ihn durch den Odem seines Mundes wegnehmen.
Der Finsternis entrinnt er nicht, die Flammenglut dörrt seinen Schößling aus, er schwindet dahin beim Hauch seines Mundes.
Er wird nicht bestehen, denn er ist in seinem eiteln Dünkel betrogen; und eitel wird sein Lohn werden.
Er baue nicht auf eitlen Trug; denn sein Erwerb wird nur Enttäuschung sein.
Er wird ein Ende nehmen vor der Zeit; und sein Zweig wird nicht grünen.
Bevor sein Tag kommt, welkt er hin und sein Palmzweig grünt nicht mehr.
Er wird abgerissen werden wie eine unzeitige Traube vom Weinstock, und wie ein Ölbaum seine Blüte abwirft.
Er stößt ihn ab wie der Weinstock saure Trauben, wie der Ölbaum wirft er seine Blüten fort.
Denn der Heuchler Versammlung wird einsam bleiben; und das Feuer wird fressen die Hütten derer, die Geschenke nehmen.
Unfruchtbar ist der Ruchlosen Rotte und Feuer verzehrt die Zelte der Bestechung.