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Parallellesung der Bibel

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Lutherbibel

Auflage 2017

  • Gedenke, HERR, wie es uns geht; schaue und siehe an unsre Schmach!
  • HERR, denk daran, was uns geschehen, blick her und sieh unsre Schmach!
  • Unser Erbe ist den Fremden zuteil geworden und unsre Häuser den Ausländern.
  • An Fremde fiel unser Erbe, unsre Häuser kamen an Ausländer.
  • Wir sind Waisen und haben keinen Vater; unsre Mütter sind wie Witwen.
  • Waisen wurden wir, vaterlos, unsere Mütter wurden Witwen.
  • Unser Wasser müssen wir um Geld trinken; unser Holz muß man bezahlt bringen lassen.
  • Unser Wasser trinken wir für Geld, unser Holz müssen wir bezahlen.
  • Man treibt uns über Hals; und wenn wir schon müde sind, läßt man uns doch keine Ruhe.
  • Wir werden getrieben, das Joch auf dem Nacken, wir sind müde, man versagt uns die Ruhe.
  • Wir haben uns müssen Ägypten und Assur ergeben, auf daß wir doch Brot satt zu essen haben.
  • Nach Ägypten streckten wir die Hand, nach Assur, um uns mit Brot zu sättigen.
  • Unsre Väter haben gesündigt und sind nicht mehr vorhanden, und wir müssen ihre Missetaten entgelten.
  • Unsere Väter haben gesündigt; sie sind nicht mehr. Wir müssen ihre Sünden tragen.
  • Knechte herrschen über uns, und ist niemand, der uns von ihrer Hand errette.
  • Sklaven herrschen über uns, niemand entreißt uns ihren Händen.
  • Wir müssen unser Brot mit Gefahr unsers Lebens holen vor dem Schwert in der Wüste.
  • Unter Lebensgefahr holen wir unser Brot, bedroht vom Schwert der Wüste.
  • Unsre Haut ist verbrannt wie in einem Ofen vor dem greulichen Hunger.
  • Unsere Haut glüht wie ein Ofen von den Gluten des Hungers.
  • Sie haben die Weiber zu Zion geschwächt und die Jungfrauen in den Städten Juda’s.
  • Frauen schändet man in Zion, Jungfrauen in den Städten von Juda.
  • Die Fürsten sind von ihnen gehenkt, und die Person der Alten hat man nicht geehrt.
  • Fürsten werden von ihrer Hand gehängt, den Ältesten nimmt man die Ehre.
  • Die Jünglinge haben Mühlsteine müssen tragen und die Knaben über dem Holztragen straucheln.
  • Junge Männer müssen die Handmühlen schleppen, unter der Holzlast brechen Knaben zusammen.
  • Es sitzen die Alten nicht mehr unter dem Tor, und die Jünglinge treiben kein Saitenspiel mehr.
  • Die Alten bleiben fern vom Tor, die Jungen vom Saitenspiel.
  • Unsers Herzens Freude hat ein Ende; unser Reigen ist in Wehklagen verkehrt.
  • Dahin ist unseres Herzens Freude, in Trauer gewandelt unser Reigen.
  • Die Krone unsers Hauptes ist abgefallen. O weh, daß wir so gesündigt haben!
  • Die Krone ist uns vom Haupt gefallen. Weh uns, wir haben gesündigt!
  • Darum ist auch unser Herz betrübt, und unsre Augen sind finster geworden
  • Darum ist krank unser Herz, darum sind trüb unsere Augen
  • um des Berges Zion willen, daß er so wüst liegt, daß die Füchse darüberlaufen.
  • über den Zionsberg, der verwüstet liegt; Füchse laufen dort umher.
  • Aber du, HERR, der du ewiglich bleibest und dein Thron für und für,
  • Du, HERR, thronst ewig, dein Thron besteht von Geschlecht zu Geschlecht.
  • warum willst du unser so gar vergessen und uns lebenslang so gar verlassen?
  • Warum willst du uns für immer vergessen, uns verlassen fürs ganze Leben?
  • Bringe uns, HERR, wieder zu dir, daß wir wieder heimkommen; erneue unsre Tage wie vor alters!
  • Lass du, HERR, uns zurückkehren zu dir, dann kehren wir um! Erneuere unsere Tage wie in der Urzeit.
  • Denn du hast uns verworfen und bist allzusehr über uns erzürnt.
  • Oder hast du uns denn ganz verworfen, zürnst du uns über alle Maßen?

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