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Parallellesung der Bibel

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Auflage 2017

Lutherbibel

  • Ist nicht Kriegsdienst des Menschen Leben auf der Erde? Sind nicht seine Tage die eines Tagelöhners?
  • Muß nicht der Mensch immer im Streit sein auf Erden, und sind seine Tage nicht wie eines Tagelöhners?
  • Wie ein Knecht ist er, der nach Schatten lechzt, wie ein Tagelöhner, der auf seinen Lohn wartet.
  • Wie ein Knecht sich sehnet nach dem Schatten und ein Tagelöhner, daß seine Arbeit aus sei,
  • So wurden Monde voll Enttäuschung mein Erbe und Nächte voller Mühsal teilte man mir zu.
  • also habe ich wohl ganze Monden vergeblich gearbeitet, und elender Nächte sind mir viel geworden.
  • Lege ich mich nieder, sage ich: Wann darf ich aufstehn? Wird es Abend, bin ich gesättigt mit Unrast, bis es dämmert.
  • Wenn ich mich legte, sprach ich: Wann werde ich aufstehen? Und der Abend ward mir lang; ich wälzte mich und wurde des satt bis zur Dämmerung.
  • Mein Leib ist gekleidet in Maden und Schorf, meine Haut schrumpft und eitert.
  • Mein Fleisch ist um und um wurmig und kotig; meine Haut ist verschrumpft und zunichte geworden.
  • Schneller als das Weberschiffchen eilen meine Tage, sie gehen zu Ende, ohne Hoffnung.
  • Meine Tage sind leichter dahingeflogen denn eine Weberspule und sind vergangen, daß kein Aufhalten dagewesen ist.
  • Denk daran, dass mein Leben nur ein Hauch ist! Nie mehr schaut mein Auge Glück.
  • Gedenke, daß mein Leben ein Wind ist und meine Augen nicht wieder Gutes sehen werden.
  • Kein Auge gewahrt mich, das nach mir sieht, suchen mich deine Augen, dann bin ich nicht mehr da.
  • Und kein lebendiges Auge wird mich mehr schauen; sehen deine Augen nach mir, so bin ich nicht mehr.
  • Wie die Wolke, die entschwand und dahinzog, so steigt nie mehr auf, wer zur Unterwelt hinabstieg.
  • Eine Wolke vergeht und fährt dahin: also, wer in die Hölle hinunterfährt, kommt nicht wieder herauf
  • Nie mehr kehrt er zurück in sein Haus, nie mehr erblickt ihn sein Ort.
  • und kommt nicht wieder in sein Haus, und sein Ort kennt ihn nicht mehr.
  • So will auch ich meinen Mund nicht zügeln, mit bedrängtem Geist will ich reden, mit betrübter Seele will ich klagen.
  • Darum will auch ich meinem Munde nicht wehren; ich will reden in der Angst meines Herzens und will klagen in der Betrübnis meiner Seele.
  • Bin ich das Meer, der Meeresdrache, dass du gegen mich eine Wache stellst?
  • Bin ich denn ein Meer oder ein Meerungeheuer, daß du mich so verwahrest?
  • Sagte ich: Mein Lager soll mich trösten, mein Bett trage das Leid mit mir!,
  • Wenn ich gedachte: Mein Bett soll mich trösten, mein Lager soll mir meinen Jammer erleichtern,
  • so quältest du mich mit Träumen und mit Gesichten jagtest du mich in Angst.
  • so erschrecktest du mich mit Träumen und machtest mir Grauen durch Gesichte,
  • Erwürgt zu werden, zöge ich vor, den Tod meinem Totengerippe.
  • daß meine Seele wünschte erstickt zu sein und meine Gebeine den Tod.
  • Ich mag nicht mehr, ich will nicht ewig leben. Lass ab von mir, denn nur ein Hauch sind meine Tage!
  • Ich begehre nicht mehr zu leben. Laß ab von mir, denn meine Tage sind eitel.
  • Was ist der Mensch, dass du groß ihn achtest und deinen Sinn auf ihn richtest,
  • Was ist ein Mensch, daß du ihn groß achtest und bekümmerst dich um ihn?
  • dass du ihn musterst jeden Morgen und jeden Augenblick ihn prüfst?
  • Du suchst ihn täglich heim und versuchst ihn alle Stunden.
  • Wie lange schon schaust du nicht weg von mir, lässt mich nicht los, sodass ich meinen Speichel schlucke?
  • Warum tust du dich nicht von mir und lässest mich nicht, bis ich nur meinen Speichel schlinge?
  • Habe ich gefehlt? Was tat ich dir, du Menschenwächter? Warum hast du mich zu deiner Zielscheibe gemacht, sodass ich mir selbst zu einer Last geworden bin?
  • Habe ich gesündigt, was tue ich dir damit, o du Menschenhüter? Warum machst du mich zum Ziel deiner Anläufe, daß ich mir selbst eine Last bin?
  • Warum nimmst du mein Vergehen nicht weg, lässt du meine Schuld nicht nach? Nun denn — zum Staub bette ich mich, und suchst du mich, dann bin ich nicht mehr da.
  • Und warum vergibst du mir meine Missetat nicht und nimmst weg meine Sünde? Denn nun werde ich mich in die Erde legen, und wenn du mich morgen suchst, werde ich nicht da sein.

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