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Möge Ihre Reise in die Welt der Heiligen Schrift fesselnd und inspirierend sein!
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Parallellesung der Bibel
Auflage 2017
Lutherbibel
Ach, würde doch mein Gram gewogen, legte man auf die Waage auch mein Leid!
Wenn man doch meinen Unmut wöge und mein Leiden zugleich in die Waage legte!
Denn nun ist es schwerer als der Sand des Meeres, darum waren meine Worte unbedacht.
Denn nun ist es schwerer als Sand am Meer; darum gehen meine Worte irre.
Die Pfeile des Allmächtigen stecken in mir, mein Geist hat ihr Gift getrunken, Gottes Schrecken stellen sich gegen mich.
Denn die Pfeile des Allmächtigen stecken in mir: derselben Gift muß mein Geist trinken, und die Schrecknisse Gottes sind auf mich gerichtet.
Schreit denn der Wildesel, wenn er Gras hat, oder brüllt das Rind, wenn es sein Futter hat?
Das Wild schreit nicht, wenn es Gras hat; der Ochse blökt nicht, wenn er sein Futter hat.
Isst man denn ungesalzene Speise? Wer hat Geschmack an fadem Schleim?
Kann man auch essen, was ungesalzen ist? Oder wer mag kosten das Weiße um den Dotter?
Ich sträube mich, daran zu rühren, das alles ist mir wie verdorbenes Brot.
Was meine Seele widerte anzurühren, das ist meine Speise, mir zum Ekel.
Käme doch, was ich begehre, und gäbe Gott, was ich erhoffe.
O, daß meine Bitte geschähe und Gott gäbe mir, was ich hoffe!
Und wollte Gott mich doch zermalmen, seine Hand erheben, um mich abzuschneiden;
Daß Gott anfinge und zerschlüge mich und ließe seine Hand gehen und zerscheiterte mich!
das wäre noch ein Trost für mich; ich hüpfte auf im Leid, mit dem er mich nicht schont. Denn ich habe die Worte des Heiligen nicht verleugnet.
So hätte ich noch Trost, und wollte bitten in meiner Krankheit, daß er nur nicht schonte, habe ich doch nicht verleugnet die Reden des Heiligen.
Was ist meine Kraft, dass ich aushalten könnte, wann kommt mein Ende, dass ich mich gedulde?
Was ist meine Kraft, daß ich möge beharren? und welches ist mein Ende, daß meine Seele geduldig sollte sein?
Ist meine Kraft denn Felsenkraft, ist mein Fleisch denn aus Erz?
Ist doch meine Kraft nicht steinern und mein Fleisch nicht ehern.
Gibt es keine Hilfe mehr für mich, ist mir jede Rettung entschwunden?
Habe ich doch nirgend Hilfe, und mein Vermögen ist dahin.
Des Freundes Liebe gehört dem Verzagten, auch wenn er den Allmächtigen nicht mehr fürchtet.
Wer Barmherzigkeit seinem Nächsten weigert, der verläßt des Allmächtigen Furcht.
Meine Brüder sind trügerisch wie ein Bach, wie Wasserläufe, die verrinnen;
Meine Brüder trügen wie ein Bach, wie Wasserströme, die vergehen,
trüb sind sie vom Eis, wenn über ihnen der Schnee schmilzt.
die trübe sind vom Eis, in die der Schnee sich birgt:
Zur Zeit der Hitze versiegen sie; wenn es heiß wird, verdunsten sie in ihrem Bett.
zur Zeit, wenn sie die Hitze drückt, versiegen sie; wenn es heiß wird, vergehen sie von ihrer Stätte.
Sie biegen ab von ihrem Weg, laufen in die Wüste und kommen um.
Die Reisezüge gehen ab vom Wege, sie treten aufs Ungebahnte und kommen um;
Nach ihnen spähten Karawanen aus Tema, auf sie hofften Handelszüge aus Saba.
die Reisezüge von Thema blickten nach ihnen, die Karawanen von Saba hofften auf sie:
Sie wurden zuschanden, weil sie vertrauten, sie kamen an und waren enttäuscht.
aber sie wurden zu Schanden über ihrer Hoffnung und mußten sich schämen, als sie dahin kamen.
So seid ihr jetzt ein Nein geworden: Ihr schaut das Entsetzliche und schaudert.
So seid ihr jetzt ein Nichts geworden, und weil ihr Jammer sehet, fürchtet ihr euch.
Habe ich denn gesagt: Gebt mir etwas, von eurem Vermögen zahlt für mich
Habe ich auch gesagt: Bringet her und von eurem Vermögen schenket mir
und rettet mich aus dem Griff des Bedrängers und kauft mich los aus der Hand der Tyrannen!?
und errettet mich aus der Hand des Feindes und erlöset mich von der Hand der Gewalttätigen?
Belehrt mich, so werde ich schweigen, worin ich fehlte, macht mir klar!
Lehret mich, so will ich schweigen; und was ich nicht weiß, darin unterweiset mich.
Wie können redliche Worte kränken, was kann euer Tadel rügen?
Warum tadelt ihr rechte Rede? Wer ist unter euch, der sie strafen könnte?
Gedenkt ihr, Worte zu tadeln? Spricht der Verzweifelte in den Wind?
Gedenket ihr, Worte zu strafen? Aber eines Verzweifelten Rede ist für den Wind.
Selbst um ein Waisenkind würdet ihr würfeln, sogar euren Freund verschachern.
Ihr fielet wohl über einen armen Waisen her und grübet eurem Nächsten Gruben.
Habt endlich die Güte, wendet euch mir zu, ich lüge euch nicht ins Gesicht.
Doch weil ihr habt angehoben, sehet auf mich, ob ich vor euch mit Lügen bestehen werde.
Kehrt um, kein Unrecht soll geschehen, kehrt um, noch bin ich im Recht.
Antwortet, was recht ist; meine Antwort wird noch recht bleiben.