Willkommen auf unserer Website, auf der wir die Bibel erforschen! Schön, Sie hier zu treffen!
Möge Ihre Reise in die Welt der Heiligen Schrift fesselnd und inspirierend sein!
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Parallellesung der Bibel
Lutherbibel
Hoffnung für Alle
Höret doch meiner Rede zu und laßt mir das anstatt eurer Tröstungen sein!
»Ach, hört mir doch einmal zu! Damit würdet ihr mich trösten!
Vertragt mich, daß ich auch rede, und spottet darnach mein!
Ertragt mich, wenn ich rede, und spottet hinterher weiter, wenn ihr wollt!
Handle ich denn mit einem Menschen? oder warum sollte ich nicht ungeduldig sein?
Ich trage doch meine Klage nicht einem sterblichen Menschen vor, darum habe ich allen Grund, ungeduldig zu sein!
Kehret euch her zu mir; ihr werdet erstarren und die Hand auf den Mund legen müssen.
Seht mich an! Lässt euch dieser Anblick kalt? Verschlägt es euch da nicht die Sprache?
Wenn ich daran gedenke, so erschrecke ich, und Zittern kommt mein Fleisch an.
Ich bin bis ins Innerste aufgewühlt, ich zittere am ganzen Leib, wenn ich über dieser Frage grüble:
Warum leben denn die Gottlosen, werden alt und nehmen zu mit Gütern?
Warum bleiben die Gottlosen am Leben, werden alt und immer mächtiger?
Ihr Same ist sicher um sie her, und ihre Nachkömmlinge sind bei ihnen.
Ihre Kinder wachsen heran, und auch ihre Enkel haben sie ständig um sich.
Ihr Haus hat Frieden vor der Furcht, und Gottes Rute ist nicht über ihnen.
Gott hält jedes Unglück von ihren Häusern fern; so leben sie in Frieden, ohne Angst.
Seinen Stier läßt man zu, und es mißrät ihm nicht; seine Kuh kalbt und ist nicht unfruchtbar.
Ihr Stier deckt die Kühe auf der Weide, und diese kalben ohne Fehlgeburt.
Ihre jungen Kinder lassen sie ausgehen wie eine Herde, und ihre Knaben hüpfen.
Ihre Kinder spielen draußen; sie springen herum wie die Lämmer, die Jüngsten tanzen fröhlich umher.
Sie jauchzen mit Pauken und Harfen und sind fröhlich mit Flöten.
Man singt zu Tamburin und Laute und feiert beim Klang der Flöte.
Sie werden alt bei guten Tagen und erschrecken kaum einen Augenblick vor dem Tode,
Sie verbringen ihre Jahre glücklich und zufrieden und sterben einen sanften Tod.
die doch sagen zu Gott: «Hebe dich von uns, wir wollen von deinen Wegen nicht wissen!
Und Gott? ›Lass mich in Ruhe!‹, sagen sie zu ihm. ›Ich will von dir nichts wissen und nicht den Weg gehen, den du mir zeigst!
Wer ist der Allmächtige, daß wir ihm dienen sollten? oder was sind wir gebessert, so wir ihn anrufen?
Wer ist schon Gott, dass ich ihm dienen sollte, was bringt es mir, wenn ich zu ihm bete?‹ —
Aber siehe, ihr Glück steht nicht in ihren Händen; darum soll der Gottlosen Sinn ferne von mir sein.
Und doch: Ihr Glück liegt nicht in ihrer Hand. Von ihren üblen Reden halte ich mich fern! —
Wie oft geschieht’s denn, daß die Leuchte der Gottlosen verlischt und ihr Unglück über sie kommt? daß er Herzeleid über sie austeilt in seinem Zorn?
Wie oft geschieht’s denn, dass ihr Licht verlöscht, das Licht der Menschen, die Gott verachten? Wie oft holt sie das Unheil ein? Wann trifft sie jemals Gottes Zorn?
daß sie werden wie Stoppeln vor dem Winde und wie Spreu, die der Sturmwind wegführt?
Wann endlich sind sie wie Spreu im Wind, wie ein Strohhalm, den der Sturm wegwirbelt?
Gott spart desselben Unglück auf seine Kinder». Er vergelte es ihm selbst, daß er’s innewerde.
Ihr sagt: ›Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Gott straft stattdessen ihre Kinder!‹ Nein! Sie selbst sollen Gottes Strafe spüren!
Seine Augen mögen sein Verderben sehen, und vom Grimm des Allmächtigen möge er trinken.
Mit eigenen Augen sollen Übeltäter ihr Verderben sehen, vom Zorn des Allmächtigen bis zur bitteren Neige kosten!
Denn was ist ihm gelegen an seinem Hause nach ihm, wenn die Zahl seiner Monden ihm zugeteilt ist?
Denn was kümmert sie das Schicksal ihrer Kinder, wenn ihr eigenes Leben abgelaufen ist?
Wer will Gott lehren, der auch die Hohen richtet?
Gott richtet selbst die höchsten Engel. Wer unter uns will ihn da noch belehren?
Dieser stirbt frisch und gesund in allem Reichtum und voller Genüge,
Der eine stirbt, noch voll bei Kräften, hat sicher und sorglos gelebt.
sein Melkfaß ist voll Milch, und seine Gebeine werden gemästet mit Mark;
Seine Melkeimer flossen stets über von frischer Milch; er selbst war gesund und wohlgenährt.
jener aber stirbt mit betrübter Seele und hat nie mit Freuden gegessen;
Der andere stirbt einsam und verbittert, er hat sein Leben lang nicht eine Spur von Glück gesehen.
und liegen gleich miteinander in der Erde, und Würmer decken sie zu.
Nun liegen sie beide unter der Erde, werden beide von Würmern zerfressen!
Siehe, ich kenne eure Gedanken wohl und euer frevles Vornehmen wider mich.
Ich weiß genau, was ihr jetzt denkt, mit welchen Vorurteilen ihr mir unrecht tut!
Denn ihr sprecht: »Wo ist das Haus des Fürsten? und wo ist die Hütte, da die Gottlosen wohnten?
Ihr sagt: ›Wo ist es geblieben, das Haus des Tyrannen? Von der Bleibe der Gottlosen ist nichts mehr zu sehen!‹
Habt ihr denn die Wanderer nicht befragt und nicht gemerkt ihre Zeugnisse?
Doch habt ihr noch nie mit Reisenden gesprochen, die weit herumgekommen sind, und noch nie gehört, was sie erzählten:
Denn der Böse wird erhalten am Tage des Verderbens, und am Tage des Grimms bleibt er.
dass der Böse verschont wird, wenn Gott in seinem Zorn Gericht hält? Er kommt mit heiler Haut davon!
Wer will ihm ins Angesicht sagen, was er verdient? wer will ihm vergelten, was er tut?
Wer sagt ihm ins Gesicht, was er getan hat? Wer bestraft ihn, wie er es verdient? Keiner!
Und er wird zu Grabe geleitet und hält Wache auf seinem Hügel.
Nach seinem Tod wird er mit allen Ehren beigesetzt; an seinem Grab hält man noch Ehrenwache!
Süß sind ihm die Schollen des Tales, und alle Menschen ziehen ihm nach; und derer, die ihm vorangegangen sind, ist keine Zahl.
Unübersehbar ist sein Leichenzug, der ihn zur letzten Ruh’ geleitet, und Heimaterde deckt ihn freundlich zu.