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Parallellesung der Bibel

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Lutherbibel

Hoffnung für Alle

  • Da antwortete Zophar von Naema und sprach:
  • Nun fiel ihm Zofar aus Naama ins Wort:
  • Darauf muß ich antworten und kann nicht harren.
  • »Jetzt muss ich dir etwas sagen, Hiob! Ich kann nicht länger warten!
  • Denn ich muß hören, wie man mich straft und tadelt; aber der Geist meines Verstandes soll für mich antworten.
  • Dein Gerede beleidigt mich, doch ich bin klug genug, dir die passende Antwort zu geben!
  • Weißt du nicht, daß es allezeit so gegangen ist, seitdem Menschen auf Erden gewesen sind:
  • Seit Urzeiten, seit Gott den Menschen auf die Erde setzte, gilt dieses eine Gesetz: Die Freude des Gottlosen ist nicht von Dauer; sein Glück währt nur für kurze Zeit! Weißt du das nicht?
  • Wenngleich seine Höhe in den Himmel reicht und sein Haupt an die Wolken rührt,
  • Steigt er auch in seinem Stolz bis in den Himmel auf und reicht er mit dem Kopf bis an die Wolken,
  • so wird er doch zuletzt umkommen wie Kot, daß die, welche ihn gesehen haben, werden sagen: Wo ist er?
  • wird er doch für immer vergehen, genauso wie sein eigener Kot. Wer diesen Menschen kannte, wird sich fragen: ›Wo ist er nur geblieben?‹
  • Wie ein Traum vergeht, so wird er auch nicht zu finden sein, und wie ein Gesicht in der Nacht verschwindet.
  • Er wird spurlos verschwinden wie ein Traum, verfliegen wie ein flüchtiger Gedanke; wo er wohnte, wird ihn keiner mehr erblicken.
  • Seine Kinder werden betteln gehen, und seine Hände müssen seine Habe wieder hergeben.
  • Seine Söhne werden bei den Armen betteln gehen, weil er sein Hab und Gut zurückerstatten musste.
  • Seine Gebeine werden seine heimlichen Sünden wohl bezahlen, und sie werden sich mit ihm in die Erde legen.
  • Noch strotzt er vor Kraft, doch bald wird er im Staube liegen.
  • Wenn ihm die Bosheit in seinem Munde wohl schmeckt, daß er sie birgt unter seiner Zunge,
  • Böses tun ist ihm ein Vergnügen, ein Leckerbissen, den er sich auf der Zunge zergehen lässt, den er lange im Mund behält, um den Geschmack nicht zu verlieren.
  • so wird seine Speise inwendig im Leibe sich verwandeln in Otterngalle.
  • Doch sobald er ihn verzehrt hat, wird der Leckerbissen zu Schlangengift.
  • Die Güter, die er verschlungen hat, muß er wieder ausspeien, und Gott wird sie aus seinem Bauch stoßen.
  • Das unrechte Gut, das er verschlingt, muss er wieder erbrechen, weil Gott ihn dazu zwingt!
  • Er wird der Ottern Gift saugen, und die Zunge der Schlange wird ihn töten.
  • Was er so gierig in sich aufsaugt, stellt sich als Schlangengift heraus; ein Biss der Viper bringt ihn um.
  • Er wird nicht sehen die Ströme noch die Wasserbäche, die mit Honig und Butter fließen.
  • Er wird nicht im Überfluss leben; Ströme von Milch und Honig fließen nicht für ihn.
  • Er wird arbeiten, und des nicht genießen; und seine Güter werden andern, daß er deren nicht froh wird.
  • Was er sich mühevoll erworben hat, muss er zurückgeben; er darf es nicht genießen, an seinem großen Gewinn kann er sich niemals freuen.
  • Denn er hat unterdrückt und verlassen den Armen; er hat Häuser an sich gerissen, die er nicht erbaut hat.
  • Denn er unterdrückt und beraubt die Armen; Häuser, die er selbst nicht baute, reißt er an sich.
  • Denn sein Wanst konnte nicht voll werden; so wird er mit seinem köstlichen Gut nicht entrinnen.
  • Seine Habgier, sie kennt keine Grenzen, doch mit seinen Schätzen wird er nicht entkommen!
  • Nichts blieb übrig vor seinem Fressen; darum wird sein gutes Leben keinen Bestand haben.
  • Nichts ist seiner Fressgier je entgangen, doch wird sein Wohlstand nur von kurzer Dauer sein.
  • Wenn er gleich die Fülle und genug hat, wird ihm doch angst werden; aller Hand Mühsal wird über ihn kommen.
  • Auf der Höhe seiner Macht wird ihm angst und bange, das Unglück trifft ihn mit voller Wucht.
  • Es wird ihm der Wanst einmal voll werden, wenn er wird den Grimm seines Zorns über ihn senden und über ihn wird regnen lassen seine Speise.
  • Soll er sich doch den Bauch vollschlagen! Irgendwann kommt Gottes Zorn auf ihn herab; er lässt seine Schläge auf ihn niederregnen.
  • Er wird fliehen vor dem eisernen Harnisch, und der eherne Bogen wird ihn verjagen.
  • Wenn er dann um sein Leben läuft, weil er dem Schwert entkommen will, wird ihn einer mit dem Bogen niederstrecken.
  • Ein bloßes Schwert wird durch ihn ausgehen; und des Schwertes Blitz, der ihm bitter sein wird, wird mit Schrecken über ihn fahren.
  • Der Bogenschütze zielt auf ihn und schießt: Ein Pfeil durchbohrt sein Herz und tritt am Rücken wieder aus; so stirbt er, voller Angst.
  • Es ist keine Finsternis da, die ihn verdecken möchte. Es wird ihn ein Feuer verzehren, das nicht angeblasen ist; und wer übrig ist in seiner Hütte, dem wird’s übel gehen.
  • Seine angehäuften Schätze hat Gott fürs Unglück aufbewahrt; ein Feuer wird sie verzehren, das nicht von Menschenhand entzündet wurde. Und wer in seinem Zelt noch überlebt, dem wird es schlecht ergehen.
  • Der Himmel wird seine Missetat eröffnen, und die Erde wird sich wider ihn setzen.
  • Der Himmel wird seine ganze Schuld enthüllen und die Erde gegen ihn als Zeuge auftreten.
  • Das Getreide in seinem Hause wird weggeführt werden, zerstreut am Tage seines Zorns.
  • Was er im Laufe seines Lebens erworben hat, wird in nichts zerrinnen, wenn Gott in seinem Zorn Gericht hält.
  • Das ist der Lohn eines gottlosen Menschen bei Gott und das Erbe, das ihm zugesprochen wird von Gott.
  • Wer sich Gott widersetzt, hat dieses Ende verdient. Dieses unheilvolle Erbe hat Gott ihm zugedacht.«

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