Willkommen auf unserer Website, auf der wir die Bibel erforschen! Schön, Sie hier zu treffen!
Möge Ihre Reise in die Welt der Heiligen Schrift fesselnd und inspirierend sein!
Sie können die Lesesprache ändern: uk ru en
Parallellesung der Bibel
Lutherbibel
Hoffnung für Alle
Wie lange plagt ihr doch meine Seele und peinigt mich mit Worten?
»Wie lange wollt ihr mich noch quälen und mich mit euren Worten verletzen?
Ihr habt mich nun zehnmal gehöhnt und schämt euch nicht, daß ihr mich also umtreibt.
Wie oft habt ihr mich schon beleidigt! Schämt ihr euch nicht, mir so grausam zuzusetzen?
Irre ich, so irre ich mir.
Denn wäre ich wirklich vom richtigen Weg abgeirrt, müsste ich allein die Folgen tragen!
Wollt ihr wahrlich euch über mich erheben und wollt meine Schmach mir beweisen,
Wollt ihr euch etwa über mich erheben und mir eine Schuld nachweisen?
so merkt doch nun einmal, daß mir Gott Unrecht tut und hat mich mit seinem Jagdstrick umgeben.
Merkt ihr denn nicht, dass Gott mir unrecht tut und mich in seinem Netz gefangen hat?
Siehe, ob ich schon schreie über Frevel, so werde ich doch nicht erhört; ich rufe, und ist kein Recht da.
Ich schreie: ›Hilfe!‹, aber niemand hört mich. Ich rufe aus Leibeskräften — aber keiner verschafft mir Recht.
Er hat meinen Weg verzäunt, daß ich nicht kann hinübergehen, und hat Finsternis auf meinen Steig gestellt.
Gott hat mir den Weg versperrt, ich komme nicht mehr weiter. Meinen Pfad hat er in tiefe Dunkelheit gehüllt.
Er hat meine Ehre mir ausgezogen und die Krone von meinem Haupt genommen.
Ich war angesehen und geachtet, aber er hat meine Krone weggerissen.
Er hat mich zerbrochen um und um und läßt mich gehen und hat ausgerissen meine Hoffnung wie einen Baum.
Zerschmettert hat er mich, bald muss ich gehen; meine Hoffnung riss er aus wie einen Baum.
Sein Zorn ist über mich ergrimmt, und er achtet mich für seinen Feind.
Ja, Gottes Zorn ist gegen mich entbrannt, er behandelt mich als seinen Feind.
Seine Kriegsscharen sind miteinander gekommen und haben ihren Weg wider mich gebahnt und haben sich um meine Hütte her gelagert.
Vereint sind seine Truppen gegen mich herangerückt, sie haben einen Weg zu mir gebahnt und sich rings um mein Zelt aufgestellt.
Er hat meine Brüder fern von mir getan, und meine Verwandten sind mir fremd geworden.
Meine Familie hat Gott mir entfremdet; die Freunde wollen nichts mehr von mir wissen.
Meine Nächsten haben sich entzogen, und meine Freunde haben mein vergessen.
Meine Nachbarn haben sich zurückgezogen, alte Bekannte kennen mich nicht mehr.
Meine Hausgenossen und meine Mägde achten mich für fremd; ich bin unbekannt geworden vor ihren Augen.
Alle, die in meinem Hause Zuflucht fanden, betrachten mich als einen Fremden. Meine eigenen Mägde kennen mich nicht mehr!
Ich rief meinem Knecht, und er antwortete mir nicht; ich mußte ihn anflehen mit eigenem Munde.
Als ich einen Knecht rufen wollte, gab er keine Antwort. Anflehen musste ich ihn!
Mein Odem ist zuwider meinem Weibe, und ich bin ein Ekel den Kindern meines Leibes.
Meine Frau erträgt meinen stinkenden Atem nicht mehr; meine eigenen Geschwister ekeln sich vor mir!
Auch die jungen Kinder geben nichts auf mich; wenn ich ihnen widerstehe, so geben sie mir böse Worte.
Sogar Kinder lachen und spotten über mich; sobald sie mich sehen, fangen sie an zu tuscheln!
Alle meine Getreuen haben einen Greuel an mir; und die ich liebhatte, haben sich wider mich gekehrt.
Meine engsten Freunde verabscheuen mich jetzt; sie, die mir am nächsten standen, lehnen mich ab!
Mein Gebein hanget mir an Haut und Fleisch, und ich kann meine Zähne mit der Haut nicht bedecken.
Und ich? Ich bin nur noch Haut und Knochen, bin mit knapper Not dem Tod entkommen.
Erbarmet euch mein, erbarmet euch mein, ihr meine Freunde! denn die Hand Gottes hat mich getroffen.
Barmherzigkeit! Habt Mitleid, meine Freunde! Gottes Hand hat mich geschlagen!
Warum verfolgt ihr mich gleich wie Gott und könnt meines Fleisches nicht satt werden?
Warum verfolgt ihr mich, wie Gott es tut? Habt ihr mich nicht schon genug gequält?
Ach, daß meine Reden geschrieben würden! ach, daß sie in ein Buch gestellt würden!
Ach, würden doch meine Worte in einer Inschrift festgehalten, in Stein gemeißelt und mit Blei noch ausgegossen, lesbar für alle Zeiten!
Aber ich weiß, daß mein Erlöser lebt; und als der letzte wird er über dem Staube sich erheben.
Doch eines weiß ich: Mein Erlöser lebt; auf dieser todgeweihten Erde spricht er das letzte Wort!
Und nachdem diese meine Haut zerschlagen ist, werde ich ohne mein Fleisch Gott sehen.
Auch wenn meine Haut in Fetzen an mir hängt und mein Leib zerfressen ist, werde ich doch Gott sehen!
Denselben werde ich mir sehen, und meine Augen werden ihn schauen, und kein Fremder. Darnach sehnen sich meine Nieren in meinem Schoß.
Ja, ihn werde ich anschauen; mit eigenen Augen werde ich ihn sehen, aber nicht als Fremden. Danach sehne ich mich von ganzem Herzen!
Wenn ihr sprecht: Wie wollen wir ihn verfolgen und eine Sache wider ihn finden?
Aber wenn ihr sagt: ›Wir wollen Hiob belauern und etwas finden, das seine Schuld beweist!‹,