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Parallellesung der Bibel

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Lutherbibel

Hoffnung für Alle

  • Elihu redete weiter und sprach:
  • Weiter sagte Elihu:
  • Harre mir noch ein wenig, ich will dir’s zeigen; denn ich habe noch von Gottes wegen etwas zu sagen.
  • »Hab Geduld mit mir und hör noch ein wenig zu! Ich will dir zeigen, dass man noch viel mehr zu Gottes Verteidigung sagen kann.
  • Ich will mein Wissen weither holen und beweisen, daß mein Schöpfer recht habe.
  • Mein ganzes Wissen will ich aufbieten, um meinem Schöpfer Recht zu verschaffen.
  • Meine Reden sollen ohne Zweifel nicht falsch sein; mein Verstand soll ohne Tadel vor dir sein.
  • Ich sage dir die Wahrheit, vor dir steht ein Mann, der weiß, wovon er spricht — darauf kannst du dich verlassen!
  • Siehe, Gott ist mächtig, und verachtet doch niemand; er ist mächtig von Kraft des Herzens.
  • Wie mächtig ist Gott! Und doch verachtet er keinen. Ja, mächtig ist er und voll Willenskraft.
  • Den Gottlosen erhält er nicht, sondern hilft dem Elenden zum Recht.
  • Den Gottlosen lässt er nicht am Leben, doch dem Unterdrückten verhilft er zum Recht.
  • Er wendet seine Augen nicht von dem Gerechten; sondern mit Königen auf dem Thron läßt er sie sitzen immerdar, daß sie hoch bleiben.
  • Wer ihm die Treue hält, den vergisst er nicht, nein, er stellt ihn Königen gleich, betraut ihn für immer mit einem hohen Amt.
  • Und wenn sie gefangen liegen in Stöcken und elend gebunden mit Stricken,
  • Und wenn Menschen in Ketten liegen, elend gefangen, mit Stricken gefesselt,
  • so verkündigt er ihnen, was sie getan haben, und ihre Untugenden, daß sie sich überhoben,
  • dann redet er ihnen ins Gewissen, überführt sie von ihrer Schuld und aller Überheblichkeit.
  • und öffnet ihnen das Ohr zur Zucht und sagt ihnen, daß sie sich von dem Unrechten bekehren sollen.
  • Er macht sie bereit, auf seine Zurechtweisung zu hören, und sagt ihnen, sie sollen vom Unrecht ablassen.
  • Gehorchen sie und dienen ihm, so werden sie bei guten Tagen alt werden und mit Lust leben.
  • Wenn sie Gott gehorchen und ihm dienen, werden sie ihre Lebensjahre glücklich und zufrieden verbringen.
  • Gehorchen sie nicht, so werden sie ins Schwert fallen und vergehen in Unverstand.
  • Hören sie aber nicht auf ihn, rennen sie in ihr eigenes Verderben; sie sterben ohne jede Einsicht.
  • Die Heuchler werden voll Zorns; sie schreien nicht, wenn er sie gebunden hat.
  • Wer Gott verworfen hat, der ist bitter gegen ihn; er fleht nicht einmal dann um Gnade, wenn Gott die Fesseln enger zieht.
  • So wird ihre Seele in der Jugend sterben und ihr Leben unter den Hurern.
  • Und so stirbt er noch in jungen Jahren, verachtet wie die Männer, die ihren Körper in den Götzentempeln verkaufen.
  • Aber den Elenden wird er in seinem Elend erretten und dem Armen das Ohr öffnen in der Trübsal.
  • Doch wer sich vor Gott demütigt, den wird er aus dem Elend retten und ihn in der Not seine Stimme hören lassen.
  • Und auch dich lockt er aus dem Rachen der Angst in weiten Raum, da keine Bedrängnis mehr ist; und an deinem Tische, voll alles Guten, wirst du Ruhe haben.
  • Auch dich reißt Gott aus den Klauen der Angst, er will dir wieder die Freiheit schenken; dann füllen die besten Speisen wie früher deinen Tisch.
  • Du aber machst die Sache der Gottlosen gut, daß ihre Sache und ihr Recht erhalten wird.
  • Jetzt aber lastet das Urteil auf dir, das die Gottlosen trifft; die strafende Gerechtigkeit lässt dich nicht entkommen.
  • Siehe zu, daß nicht vielleicht Zorn dich verlocke zum Hohn, oder die Größe des Lösegelds dich verleite.
  • Pass auf, dass dein Zorn dich nicht zum Spötter macht, lass dich nicht durch Bestechungsgeld verleiten!
  • Meinst du, daß er deine Gewalt achte oder Gold oder irgend eine Stärke oder Vermögen?
  • Kannst du dich etwa selbst aus der Bedrängnis retten? Niemals! Dazu reicht deine ganze Kraft nicht aus.
  • Du darfst der Nacht nicht begehren, welche Völker wegnimmt von ihrer Stätte.
  • Wünsche dir auch nicht die Nacht herbei, in der ganze Völker verschwinden!
  • Hüte dich und kehre dich nicht zum Unrecht, wie du denn vor Elend angefangen hast.
  • Sei auf der Hut und wende dich nicht dem Bösen zu! Denn davor wollte dich Gott durch das Leid ja gerade bewahren.
  • Siehe, Gott ist zu hoch in seiner Kraft; wo ist ein Lehrer, wie er ist?
  • Halte dir Gottes große Kraft vor Augen! Er ist der beste Lehrer, den es gibt!
  • Wer will ihm weisen seinen Weg, und wer will zu ihm sagen: »Du tust Unrecht?
  • Niemand schreibt ihm vor, was er zu tun hat. Keiner könnte zu ihm sagen: ›Du hast Unrecht getan!‹
  • Gedenke, daß du sein Werk erhebest, davon die Leute singen.
  • Schon immer haben die Menschen seine Taten besungen, nun preise auch du ihn!
  • Denn alle Menschen sehen es; die Leute schauen’s von ferne.
  • Alle Welt sieht staunend seine Taten, doch man erblickt sie nur von ferne.
  • Siehe, Gott ist groß und unbekannt; seiner Jahre Zahl kann niemand erforschen.
  • Wie mächtig ist Gott, wie unbegreiflich! Wer kann seine Jahre zählen?
  • Er macht das Wasser zu kleinen Tropfen und treibt seine Wolken zusammen zum Regen,
  • Er lässt die Wassertropfen aufsteigen; gereinigt gehen sie als Regen in die Flüsse nieder.
  • daß die Wolken fließen und triefen sehr auf die Menschen.
  • Ja, aus den Wolken strömt der Regen, auf viele Menschen kommt er herab.
  • Wenn er sich vornimmt die Wolken auszubreiten wie sein hoch Gezelt,
  • Wer versteht, wie Gott die Wolken auftürmt und wie am Himmelszelt der Donner kracht?
  • siehe, so breitet er aus sein Licht über dieselben und bedeckt alle Enden des Meeres.
  • Sieh nur, wie Gott Licht um sich verbreitet, die Meerestiefen aber verbirgt er.
  • Denn damit schreckt er die Leute und gibt doch Speise die Fülle.
  • Er lässt die Regenwolken kommen, so richtet er die Völker, aber zugleich versorgt er sie reichlich mit Nahrung.
  • Er deckt den Blitz wie mit Händen und heißt ihn doch wieder kommen.
  • Den Blitzstrahl nimmt er fest in beide Hände und befiehlt ihm dann, sein Ziel zu treffen.
  • Davon zeugt sein Geselle, des Donners Zorn in den Wolken.
  • Donnergrollen kündigt das Gewitter an, und selbst das Vieh spürt, dass es kommt.

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