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Parallellesung der Bibel
Lutherbibel
Auflage 2017
HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm.
HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm!
(Denn deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand drückt mich.
Denn in mich herabgefahren sind deine Pfeile und deine Hand fuhr auf mich nieder.
(Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe vor deinem Drohen und ist kein Friede in meinen Gebeinen vor meiner Sünde.
Nichts blieb gesund an meinem Fleisch, weil du mir grollst; weil ich gesündigt, blieb an meinen Gliedern nichts heil.
(Denn meine Sünden gehen über mein Haupt; wie eine schwere Last sind sie mir zu schwer geworden.
Denn über den Kopf gewachsen sind mir meine Sünden, sie erdrücken mich wie eine schwere Last.
(Meine Wunden stinken und eitern vor meiner Torheit.
Stinkend und eitrig wurden meine Wunden wegen meiner Torheit.
(Ich gehe krumm und sehr gebückt; den ganzen Tag gehe ich traurig.
Ich habe mich gekrümmt, bin tief gebeugt, den ganzen Tag ging ich trauernd einher.
(Denn meine Lenden verdorren ganz, und ist nichts Gesundes an meinem Leibe.
Denn meine Lenden waren voller Brand, nichts blieb gesund an meinem Fleisch.
(Es ist mit mir gar anders denn zuvor, und bin sehr zerstoßen. Ich heule vor Unruhe meines Herzens.
Kraftlos bin ich geworden, ganz zerschlagen, ich schrie in der Qual meines Herzens.
HERR, vor dir ist alle meine Begierde, und mein Seufzen ist dir nicht verborgen.
HERR, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen.
Mein Herz bebt, meine Kraft hat mich verlassen, und das Licht meiner Augen ist nicht bei mir.
Mein Herz pochte heftig, meine Kraft hat mich verlassen, das Licht meiner Augen, auch sie sind erloschen.
Meine Lieben und Freunde treten zurück und scheuen meine Plage, und meine Nächsten stehen ferne.
Freunde und Gefährten bleiben mir fern in meinem Unglück und meine Nachbarn blieben mir fern.
Und die mir nach dem Leben trachten, stellen mir nach; und die mir übelwollen, reden, wie sie Schaden tun wollen, und gehen mit eitel Listen um.
Die mir nach dem Leben trachten, legten mir Schlingen; die mein Unheil suchen, planten Verderben und den ganzen Tag haben sie Arglist im Sinn.
Ich aber muß sein wie ein Tauber und nicht hören, und wie ein Stummer, der seinen Mund nicht auftut,
Ich bin wie ein Tauber, der nicht hört, wie ein Stummer, der den Mund nicht auftut.
und muß sein wie einer, der nicht hört und der keine Widerrede in seinem Munde hat.
Ich wurde wie einer, der nicht hören kann, aus dessen Mund keine Entgegnung kommt.
Aber ich harre, HERR, auf dich; du, HERR, mein Gott, wirst erhören.
Doch auf dich, HERR, habe ich geharrt; du bist es, der mir antwortet, Herr, du mein Gott.
Denn ich denke: Daß sie sich ja nicht über mich freuen! Wenn mein Fuß wankte, würden sie sich hoch rühmen wider mich.
Denn ich sagte: Über mich sollen sie sich nicht freuen, die gegen mich groß tun, wenn meine Füße straucheln.
Denn ich bin zu Leiden gemacht, und mein Schmerz ist immer vor mir.
Ja, ich bin dem Fallen nahe, immer ist vor mir mein Schmerz.
Denn ich zeige meine Missetat an und sorge wegen meiner Sünde.
Ja, ich bekenne meine Schuld, ich bin wegen meiner Sünde in Angst.
Aber meine Feinde leben und sind mächtig; die mich unbillig hassen, derer ist viel.
Meine Feinde sind voller Leben und Kraft; viele hassen und täuschen mich.
Und die mir Arges tun um Gutes, setzen sich wider mich, darum daß ich ob dem Guten halte.
Sie vergelten mir Gutes mit Bösem, sie sind mir feind; denn ich trachte nach dem Guten.
Verlaß mich nicht, HERR! Mein Gott, sei nicht ferne von mir!
Verlass mich nicht, HERR, mein Gott, bleib mir nicht fern!