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Parallellesung der Bibel
Auflage 2017
Hoffnung für Alle
Mit dem Allmächtigen will der Tadler rechten? Wer Gott anklagt, der antworte nun!
»Willst du weiter mit mir streiten, mich, den Allmächtigen, immer noch tadeln? Du hast mich angeklagt, nun steh mir Rede und Antwort!«
Siehe, ich bin zu gering. Was kann ich dir erwidern? Ich lege meine Hand auf meinen Mund.
»Herr, ich bin zu gering, ich kann dir nichts erwidern; darum lege ich jetzt die Hand auf den Mund.
Einmal habe ich geredet, doch ich werde nicht antworten; ein zweites Mal, doch ich fahre nicht fort!
Mehr als einmal habe ich geredet — aber ich will es nicht wieder tun; ich habe schon zu viel gesagt!«
Da antwortete der HERR dem Ijob aus dem Wettersturm und sprach:
Da sprach der HERR zu Hiob aus dem Sturm:
Auf, gürte deine Lenden wie ein Mann! Ich will dich fragen, du belehre mich!
»Tritt mir gegenüber wie ein Mann und antworte auf meine Fragen!
Willst du wirklich mein Recht brechen, mich schuldig sprechen, damit du Recht behältst?
Willst du mein Urteil widerlegen und mich schuldig sprechen, nur damit du recht behältst?
Hast du denn einen Arm wie Gott, dröhnst du wie er mit Donnerstimme?
Besitzt du Macht wie ich, kannst du mit gleicher Stimme donnern?
Schmücke dich doch mit Hoheit und Majestät und kleide dich in Prunk und Pracht!
Dann schmück dich mit Würde und Macht, bekleide dich mit Pracht und Majestät!
Lass die Fluten deines Zornes sich ergießen, schau an jeden Stolzen, demütige ihn!
Dann lass deinen Zorn losbrechen, finde jeden stolzen Menschen heraus und erniedrige ihn!
Schau an jeden Stolzen, zwing ihn nieder! Zertritt die Frevler auf der Stelle!
Spür jeden Überheblichen auf und zwing ihn in die Knie, tritt die Gottlosen an Ort und Stelle nieder!
Verbirg sie insgesamt im Staub, schließ ihre Gesichter im Verborgenen ein!
Verscharre sie alle in der Erde, verbanne sie in das Reich der Toten!
Dann werde auch ich dich preisen, weil deine Rechte den Sieg dir verschaffte.
Dann will ich der Erste sein, der dich preist, weil du mit eigener Hand den Sieg errungen hast!«
Sieh doch das Nilpferd, das ich wie dich erschuf. Gras frisst es wie ein Rind.
»Schau dir den Behemot an, den ich geschaffen habe wie auch dich! Er frisst Gras wie ein Rind.
Sieh doch die Kraft in seinen Lenden und die Stärke in den Muskeln seines Leibes!
Wie stark sind seine Lenden, welche Kraft hat er in den Muskeln seines Bauches!
Aufgerichtet wie eine Zeder ist sein Schwanz, straff sind verflochten seiner Schenkel Sehnen.
Er macht seinen Schwanz steif wie eine Zeder, dicht verflochten sind die Sehnen an den Schenkeln.
Seine Knochen sind Röhren aus Bronze, wie Eisenstangen sein Gebein.
Seine Knochen sind fest wie Bronzeröhren, seine Rippen gleichen Eisenstangen.
Es ist der Anfang der Wege Gottes; der es gemacht hat, gab ihm sein Schwert.
Unter meinen Werken nimmt er den ersten Platz ein, und nur ich, sein Schöpfer, kann das Schwert gegen ihn ziehen.
Doch die Berge tragen ihm Futter zu und alle Tiere des Feldes spielen dort.
Die Hügel bieten ihm ihr Gras als Futter, und die wilden Tiere spielen neben ihm.
Es lagert unter Lotusbüschen, im Versteck von Schilf und Sumpf.
Er liegt unter Lotusbüschen, versteckt sich im Schilf und im Sumpf.
Lotusbüsche spenden ihm Schatten, die Pappeln am Fluss umgeben es.
Die Lotusbüsche verbergen ihn und spenden ihm Schatten, bei den Pappeln am Ufer findet er Schutz.
Wenn auch der Fluss anschwillt, es zittert nicht, es bleibt ruhig, wenn auch die Flut ihm ins Maul dringt.
Schwillt der Fluss mächtig an — ihm wird nicht bange; er bleibt ruhig, selbst wenn der Jordan ihm ins Maul flutet.
Kann man an den Augen es fassen, mit Haken ihm die Nase durchbohren?
Meinst du, ein Mensch kann dieses Tier von vorne packen, es fangen und ihm einen Ring durch die Nase ziehen?
Kannst du das Krokodil am Angelhaken ziehen, mit der Leine seine Zunge niederdrücken?
Kannst du den Leviatan am Angelhaken aus dem Wasser ziehen oder seine Zunge mit einem Seil hinunterdrücken?
Legst du ein Binsenseil ihm in die Nase, durchbohrst du mit einem Haken seine Backe?
Kannst du ihm einen Strick durch die Nase ziehen oder sein Kinn mit einem Haken durchstechen?
Fleht es dich groß um Gnade an? Richtet es zärtliche Worte an dich?
Meinst du, er wird dann um Gnade winseln und dich mit Worten umschmeicheln?
Schließt es einen Bund mit dir, dass du es nehmen kannst zum Knecht für immer?
Meinst du, er wird sich dir ergeben und du kannst ihn für immer als Knecht behalten?
Kannst du mit ihm wie mit einem Vogel spielen, bindest du es für deine Mädchen an?
Was willst du mit ihm tun? Ihn anbinden und wie einen Vogel halten, ihn deinen Mädchen zum Spielen geben?
Feilschen darum die Jagdgenossen, verteilen sie es stückweise unter die Händler?
Meinst du, die Jäger könnten jemals um seine besten Stücke feilschen und sie an Händler verkaufen?
Kannst du seine Haut mit Spießen spicken, mit einer Fischharpune seinen Kopf?
Kannst du seinen Panzer mit Harpunen spicken oder mit Fischerhaken seinen Kopf?