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Parallellesung der Bibel
Lutherbibel
Auflage 2017
Es hat das Silber seine Gänge, und das Gold, das man läutert, seinen Ort.
Wohl gibt es einen Fundort für das Silber, eine Stätte für das Gold, wo man es läutert.
Eisen bringt man aus der Erde, und aus den Steinen schmelzt man Erz.
Eisen holt man aus der Erde, aus Gestein wird Kupfer geschmolzen.
Man macht der Finsternis ein Ende und findet zuletzt das Gestein tief verborgen.
Er setzt dem Finstern eine Grenze, er forscht hinein bis in das Letzte, bis ins düstere, dunkle Gestein.
Man bricht einen Schacht von da aus, wo man wohnt; darin hangen und schweben sie als die Vergessenen, da kein Fuß hin tritt, fern von den Menschen.
Er gräbt einen Stollen, wo niemand wohnt und an sie denkt; ohne Halt für den Fuß hängen sie, fern von Menschen schweben sie.
Man zerwühlt unten die Erde wie mit Feuer, darauf doch oben die Speise wächst.
Die Erde, daraus das Brotkorn hervorgeht, wird in den Tiefen wie mit Feuer umgewühlt.
Man findet Saphir an etlichen Örtern, und Erdenklöße, da Gold ist.
Fundort des Saphirs ist ihr Gestein und Goldstaub findet sich darin.
Den Steig kein Adler erkannt hat und kein Geiersauge gesehen;
Kein Raubvogel kennt den Weg dorthin; kein Falkenauge hat ihn je erspäht.
es hat das stolze Wild nicht darauf getreten und ist kein Löwe darauf gegangen.
Das stolze Wild betritt ihn nicht, kein Löwe schreitet über ihn.
Auch legt man die Hand an die Felsen und gräbt die Berge um.
An harte Kiesel legt er seine Hand, von Grund auf wühlt er Berge um.
Man reißt Bäche aus den Felsen; und alles, was köstlich ist, sieht das Auge.
In Felsen haut er Stollen ein und lauter Kostbarkeiten erblickt sein Auge.
Man wehrt dem Strome des Wassers und bringt, das darinnen verborgen ist, ans Licht.
Sickerbäche dämmt er ein, Verborgenes bringt er ans Licht.
Wo will man aber die Weisheit finden? und wo ist die Stätte des Verstandes?
Die Weisheit aber, wo ist sie zu finden und wo ist der Ort der Einsicht?
Niemand weiß, wo sie liegt, und sie wird nicht gefunden im Lande der Lebendigen.
Kein Mensch kennt die Schicht, in der sie liegt; sie findet sich nicht in der Lebenden Land.
Die Tiefe spricht: »Sie ist in mir nicht«; und das Meer spricht: »Sie ist nicht bei mir«.
Die Urflut sagt: Bei mir ist sie nicht. Der Ozean sagt: Bei mir weilt sie nicht.
Man kann nicht Gold um sie geben noch Silber darwägen, sie zu bezahlen.
Man kann nicht Feingold für sie geben, nicht Silber als Preis für sie wägen.
Es gilt ihr nicht gleich ophirisch Gold oder köstlicher Onyx und Saphir.
Nicht wiegt sie Gold aus Ofir auf, kein kostbarer Karneol, kein Saphir.
Gold und Glas kann man ihr nicht vergleichen noch um sie golden Kleinod wechseln.
Gold und Glas stehen ihr nicht gleich, kein Tausch für sie ist Goldgerät,
Korallen und Kristall achtet man gegen sie nicht. Die Weisheit ist höher zu wägen denn Perlen.
nicht zu reden von Korallen und Kristall; weit über Perlen geht der Weisheit Besitz.
Topas aus Mohrenland wird ihr nicht gleich geschätzt, und das reinste Gold gilt ihr nicht gleich.
Der Topas von Kusch kommt ihr nicht gleich und reinstes Gold wiegt sie nicht auf.
Woher kommt denn die Weisheit? und wo ist die Stätte des Verstandes?
Die Weisheit aber, wo kommt sie her und wo ist der Ort der Einsicht?
Sie ist verhohlen vor den Augen aller Lebendigen, auch verborgen den Vögeln unter dem Himmel.
Verhüllt ist sie vor aller Lebenden Auge, verborgen vor den Vögeln des Himmels.
Der Abgrund und der Tod sprechen: »Wir haben mit unsern Ohren ihr Gerücht gehört.
Abgrund und Tod sagen: Unser Ohr vernahm von ihr nur ein Raunen.
Gott weiß den Weg dazu und kennt ihre Stätte.
Gott ist es, der den Weg zu ihr weiß, er ist es, der ihren Ort kennt.
Denn er sieht die Enden der Erde und schaut alles, was unter dem Himmel ist.
Denn er blickt bis hin zu den Enden der Erde; was unter dem All des Himmels ist, sieht er.
Da er dem Winde sein Gewicht machte und setzte dem Wasser sein gewisses Maß;
Als er dem Wind sein Gewicht schuf und die Wasser nach Maß bestimmte,
da er dem Regen ein Ziel machte und dem Blitz und Donner den Weg:
als er dem Regen das Gesetz schuf und einen Weg dem Donnergewölk,
da sah er sie und verkündigte sie, bereitete sie und ergründete sie
damals hat er sie gesehen und gezählt, sie festgestellt und erforscht.