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Parallellesung der Bibel

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Lutherbibel

Hoffnung für Alle

  • Da hörten die drei Männer auf, Hiob zu antworten, weil er sich für gerecht hielt.
  • Da gaben es die drei Männer auf, weiter mit Hiob zu reden, denn er hielt an seiner Unschuld fest.
  • Aber Elihu, der Sohn Baracheels von Bus, des Geschlechts Rams, ward zornig über Hiob, daß er seine Seele gerechter hielt denn Gott.
  • Doch der Busiter Elihu, der Sohn von Barachel aus der Sippe Ram, wurde von Zorn gepackt. Er war wütend auf Hiob, weil dieser meinte, gegenüber Gott im Recht zu sein.
  • Auch ward er zornig über seine drei Freunde, daß sie keine Antwort fanden und doch Hiob verdammten.
  • Auch auf die drei Freunde war er zornig, weil sie auf Hiobs Anklagen keine Antwort mehr fanden, obwohl sie ihn ständig für schuldig erklärten.
  • Denn Elihu hatte geharrt, bis daß sie mit Hiob geredet hatten, weil sie älter waren als er.
  • Elihu hatte bis jetzt gezögert, Hiob etwas zu sagen, denn die anderen waren älter als er.
  • Darum, da er sah, daß keine Antwort war im Munde der drei Männer, ward er zornig.
  • Doch als er merkte, dass sie nichts mehr zu entgegnen wussten, packte ihn der Zorn.
  • Und so antwortete Elihu, der Sohn Baracheels von Bus, und sprach: Ich bin jung, ihr aber seid alt; darum habe ich mich gescheut und gefürchtet, mein Wissen euch kundzutun.
  • Er ergriff das Wort: »Ich bin noch jung, und ihr seid alte Männer, darum wagte ich es nicht, euch mein Wissen mitzuteilen.
  • Ich dachte: Laß das Alter reden, und die Menge der Jahre laß Weisheit beweisen.
  • Ich dachte: ›Lass erst die alten Männer sprechen, sie schöpfen aus reicher Erfahrung!‹
  • Aber der Geist ist es in den Leuten und der Odem des Allmächtigen, der sie verständig macht.
  • Doch auf den Geist im Menschen kommt es an, auf diese Gabe des Allmächtigen: Sie allein gibt ihm Weisheit!
  • Die Großen sind nicht die Weisesten, und die Alten verstehen nicht das Recht.
  • Nein, nicht nur die Betagten sind weise; man muss nicht im vorgerückten Alter sein, um zu begreifen, was richtig ist.
  • Darum will ich auch reden; höre mir zu. Ich will mein Wissen auch kundtun.
  • Und darum sage ich: Hört mir zu! Jetzt will ich euch zeigen, was ich weiß!
  • Siehe, ich habe geharrt auf das, was ihr geredet habt; ich habe aufgemerkt auf eure Einsicht, bis ihr träfet die rechte Rede,
  • Geduldig habe ich euch zugehört und darauf gewartet, dass ihr treffende Worte findet und Hiob eine passende Antwort gebt.
  • und habe achtgehabt auf euch. Aber siehe, da ist keiner unter euch, der Hiob zurechtweise oder seiner Rede antworte.
  • Ich habe euer Gespräch aufmerksam verfolgt — doch keiner von euch konnte ihn zurechtweisen und seine Erklärungen entkräften.
  • Sagt nur nicht: »Wir haben Weisheit getroffen; Gott muß ihn schlagen, kein Mensch.
  • Sagt jetzt nur nicht: ›Natürlich sind wir weise — doch ihn widerlegen, das soll Gott tun, nicht ein Mensch!‹
  • Gegen mich hat er seine Worte nicht gerichtet, und mit euren Reden will ich ihm nicht antworten.
  • Hiobs Reden waren nicht gegen mich gerichtet, und nicht mit euren Worten werde ich ihm begegnen.
  • Ach! sie sind verzagt, können nicht mehr antworten; sie können nicht mehr reden.
  • Ihr seid am Ende, ihr habt nichts mehr zu sagen, euch fehlen die Worte!
  • Weil ich denn geharrt habe, und sie konnten nicht reden (denn sie stehen still und antworten nicht mehr),
  • Soll ich etwa noch länger warten, nur weil ihr euch in Schweigen hüllt, weil ihr dasteht und nichts mehr zu erwidern habt?
  • will ich auch mein Teil antworten und will mein Wissen kundtun.
  • Nein, jetzt bin ich an der Reihe! Ich will Hiob Antwort geben aus meinem reichen Wissensschatz!
  • Denn ich bin der Reden so voll, daß mich der Odem in meinem Innern ängstet.
  • Denn ich kann meine Gedanken nicht länger zurückhalten, der Geist in mir drängt mich zum Reden.
  • Siehe, mein Inneres ist wie der Most, der zugestopft ist, der die neuen Schläuche zerreißt.
  • Es gärt in mir wie neuer Wein im fest verschlossenen Lederschlauch: Ich platze fast!
  • Ich muß reden, daß ich mir Luft mache; ich muß meine Lippen auftun und antworten.
  • Ich muss jetzt etwas sagen, dann wird mir leichter! Ich kann nicht länger an mich halten!
  • Ich will niemands Person ansehen und will keinem Menschen schmeicheln.
  • Keinen von euch werde ich bevorzugen, keinem nach dem Munde reden,
  • Denn ich weiß nicht zu schmeicheln; leicht würde mich sonst mein Schöpfer dahinraffen.
  • nein, vom Schmeicheln halte ich nichts! Sonst würde mich mein Schöpfer bald aus dem Leben reißen!«

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