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Möge Ihre Reise in die Welt der Heiligen Schrift fesselnd und inspirierend sein!
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Parallellesung der Bibel
Lutherbibel
Hoffnung für Alle
Ich habe einen Bund gemacht mit meinen Augen, daß ich nicht achtete auf eine Jungfrau.
»Mit meinen Augen habe ich einen Bund geschlossen, niemals ein Mädchen lüstern anzusehen.
Was gäbe mir Gott sonst als Teil von oben und was für ein Erbe der Allmächtige von der Höhe?
Was hätte ich von Gott sonst zu erwarten, von ihm, der in der Höhe thront? Welches Urteil hätte der Allmächtige dann über mich verhängt?
Wird nicht der Ungerechte Unglück haben, und ein Übeltäter verstoßen werden?
Den Bösen trifft das Unheil, und den Übeltätern schickt Gott Unglück.
Sieht er nicht meine Wege und zählt alle meine Gänge?
Er sieht doch all mein Tun, er kennt jeden Schritt.
Habe ich gewandelt in Eitelkeit, oder hat mein Fuß geeilt zum Betrug?
War ich jemals verlogen und falsch, habe ich andere betrogen?
So wäge man mich auf rechter Waage, so wird Gott erfahren meine Unschuld.
Gott soll mich wiegen auf seiner gerechten Waage — und er wird feststellen, dass ich unschuldig bin!
Ist mein Gang gewichen aus dem Wege und mein Herz meinen Augen nachgefolgt und klebt ein Flecken an meinen Händen,
Wenn ich von seinem Wege abgewichen bin, wenn mein Herz alles begehrte, was meine Augen sahen, oder wenn an meinen Händen irgendein Unrecht klebt,
so müsse ich säen, und ein anderer esse es; und mein Geschlecht müsse ausgewurzelt werden.
dann soll ein anderer verzehren, was ich gesät und geerntet habe, ausreißen soll man das Getreide auf meinem Feld!
Hat sich mein Herz lassen reizen zum Weibe und habe ich an meines Nächsten Tür gelauert,
Wenn ich mich von der Frau meines Nachbarn betören ließ und an ihrer Tür auf sie gewartet habe,
so müsse mein Weib von einem andern geschändet werden, und andere müssen bei ihr liegen;
dann soll meine Frau für einen anderen kochen, und andere sollen sich über sie hermachen!
denn das ist ein Frevel und eine Missetat für die Richter.
Denn dann hätte ich eine Schandtat begangen, ein Verbrechen, das vor die Richter gehört.
Denn das wäre ein Feuer, das bis in den Abgrund verzehrte und all mein Einkommen auswurzelte.
Ein Feuer ist der Ehebruch! Es brennt bis in den Tod. Es würde all mein Hab und Gut bis auf den Grund zerstören.
Hab ich verachtet das Recht meines Knechts oder meiner Magd, wenn sie eine Sache wider mich hatten?
Wenn ich das Recht meines Knechtes oder meiner Magd missachtet hätte, als sie gegen mich klagten,
Was wollte ich tun, wenn Gott sich aufmachte, und was würde ich antworten, wenn er heimsuchte?
was wollte ich tun, wenn Gott Gericht hält, was könnte ich ihm erwidern, wenn er mich zur Rechenschaft zieht?
Hat ihn nicht auch der gemacht, der mich in Mutterleibe machte, und hat ihn im Schoße ebensowohl bereitet?
Denn er, der mich im Mutterleib gebildet hat, er hat auch meinen Knecht geschaffen. Wir beide verdanken unser Leben ihm!
Hab ich den Dürftigen ihr Begehren versagt und die Augen der Witwe lassen verschmachten?
Niemals habe ich die Bitte eines Armen abgeschlagen und keine Witwe weggeschickt, die verzweifelt zu mir kam.
Hab ich meinen Bissen allein gegessen, und hat nicht der Waise auch davon gegessen?
Ich habe mein Brot nicht für mich selbst behalten, nein — mit den Waisenkindern habe ich es geteilt.
Denn ich habe mich von Jugend auf gehalten wie ein Vater, und von meiner Mutter Leib an hab ich gerne getröstet.
Von meiner Jugend an habe ich sie großgezogen wie ein Vater, für die Witwen habe ich mein Leben lang gesorgt.
Hab ich jemand sehen umkommen, daß er kein Kleid hatte, und den Armen ohne Decke gehen lassen?
Habe ich ruhig zugesehen, wie einer vor Kälte umkam? Ließ ich den Armen ohne warme Kleider weitergehen?
Haben mich nicht gesegnet seine Lenden, da er von den Fellen meiner Lämmer erwärmt ward?
Nein, die Wolle meiner Lämmer wärmte ihn, er dankte mir von ganzem Herzen.
Hab ich meine Hand an den Waisen gelegt, weil ich sah, daß ich im Tor Helfer hatte?
Wenn ich je ein Waisenkind bedrohte, wohl wissend, dass ich vor Gericht die größere Macht besaß,
So falle meine Schulter von der Achsel, und mein Arm breche von der Röhre.
dann soll mir der Arm von der Schulter fallen, abbrechen soll er, gerade am Gelenk!
Denn ich fürchte Gottes Strafe über mich und könnte seine Last nicht ertragen.
Doch ich habe Gottes Strafgericht immer gefürchtet. Die Furcht vor seiner Hoheit hat mich vom Unrecht ferngehalten.
Hab ich das Gold zu meiner Zuversicht gemacht und zu dem Goldklumpen gesagt: »Mein Trost»?
Ich habe nicht auf Gold vertraut; zum reinen Gold habe ich niemals gesagt: ›Du sicherst mir das Leben!‹
Hab ich mich gefreut, daß ich großes Gut hatte und meine Hand allerlei erworben hatte?
Ich habe mir auch nichts auf meinen großen Reichtum eingebildet, den ich mit eigener Hand erworben habe.
Hab ich das Licht angesehen, wenn es hell leuchtete, und den Mond, wenn er voll ging,
Und hätte ich mich heimlich dazu verführen lassen, die strahlende Sonne zu verehren oder den Mond auf seiner silbernen Bahn —
was auch eine Missetat ist vor den Richtern; denn damit hätte ich verleugnet Gott in der Höhe.
auch das wäre ein Vergehen, das vor die Richter gehört, denn damit hätte ich Gott verleugnet, der hoch über allen Gestirnen thront.
Hab ich mich gefreut, wenn’s meinem Feinde übel ging, und habe mich überhoben, darum daß ihn Unglück betreten hatte?
Habe ich hämisch gegrinst, wenn meinen Feind das Unglück traf, habe ich über seinen Untergang schadenfroh gelacht?
Denn ich ließ meinen Mund nicht sündigen, daß ich verwünschte mit einem Fluch seine Seele.
Nein, ich habe mit keinem Wort gesündigt, ich habe ihn nicht verflucht, ihm nicht den Tod gewünscht!
Haben nicht die Männer in meiner Hütte müssen sagen: »Wo ist einer, der von seinem Fleisch nicht wäre gesättigt worden?
Kein Gast ist je von meinem Haus hungrig weggegangen, keinen Fremden ließ ich draußen auf der Straße übernachten, nein, meine Tür stand dem Wanderer stets offen — meine Männer können es bezeugen!
Hab ich meine Übertretungen nach Menschenweise zugedeckt, daß ich heimlich meine Missetat verbarg?
Ich habe nie versucht, mein Unrecht zu verbergen oder meine Schuld geheim zu halten, wie alle anderen es tun.
Hab ich mir grauen lassen vor der großen Menge, und hat die Verachtung der Freundschaften mich abgeschreckt, daß ich stille blieb und nicht zur Tür ausging?
Ich bin nicht stumm zu Hause geblieben aus Angst, dass meine Sippe mich verachten könnte; ich scheute nicht die große Menge.
O hätte ich einen, der mich anhört! Siehe, meine Unterschrift, der Allmächtige antworte mir, und siehe die Schrift, die mein Verkläger geschrieben!
Ach, wenn Gott mich nur anhörte! Hier ist die Unterschrift unter meine Verteidigung! Ich erwarte, dass der Allmächtige mir darauf antwortet! Mein Gegner soll seine Anklagen schriftlich niederlegen!
Wahrlich, dann wollte ich sie auf meine Achsel nehmen und mir wie eine Krone umbinden;
Ja, ich würde dieses Schriftstück auf der Schulter tragen und es mir wie eine Krone aufsetzen!
ich wollte alle meine Schritte ihm ansagen und wie ein Fürst zu ihm nahen.
Über jeden Schritt würde ich Gott Rechenschaft geben, wie ein Fürst ihm gegenübertreten!
Wird mein Land wider mich schreien und werden miteinander seine Furchen weinen;
Wenn mein Acker meinetwegen um Hilfe schreien musste und seine Furchen von Tränen durchnässt waren,
hab ich seine Früchte unbezahlt gegessen und das Leben der Ackerleute sauer gemacht:
wenn ich seinen Ertrag verzehrt habe, ohne ihm zu geben, was ihm zusteht; wenn ich die Pächter zugrunde gerichtet habe,