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Parallellesung der Bibel
Auflage 2017
Lutherbibel
Darum drängt mich meine Erregung zur Antwort und deswegen stürmt es in mir.
Darauf muß ich antworten und kann nicht harren.
Schmähende Rüge muss ich hören, doch der Geist meiner Einsicht lässt mich entgegnen.
Denn ich muß hören, wie man mich straft und tadelt; aber der Geist meines Verstandes soll für mich antworten.
Weißt du das nicht von Urzeit her, seit er Menschen auf die Erde gesetzt hat:
Weißt du nicht, daß es allezeit so gegangen ist, seitdem Menschen auf Erden gewesen sind:
dass kurz nur währt der Frevler Jubel, einen Augenblick nur des Ruchlosen Freude?
daß der Ruhm der Gottlosen stehet nicht lange und die Freude des Heuchlers währet einen Augenblick?
Steigt auch sein Übermut zum Himmel und rührt sein Kopf bis ans Gewölk,
Wenngleich seine Höhe in den Himmel reicht und sein Haupt an die Wolken rührt,
wie sein Kot vergeht er doch für immer; die ihn gesehen haben, werden fragen: Wo ist er?
so wird er doch zuletzt umkommen wie Kot, daß die, welche ihn gesehen haben, werden sagen: Wo ist er?
Wie ein Traum verfliegt er und ist nicht mehr zu finden, wird weggescheucht wie ein Gesicht der Nacht.
Wie ein Traum vergeht, so wird er auch nicht zu finden sein, und wie ein Gesicht in der Nacht verschwindet.
Das Auge, das ihn sah, erblickt ihn nicht wieder, seine Stätte schaut ihn nie mehr.
Welch Auge ihn gesehen hat, wird ihn nicht mehr sehen; und seine Stätte wird ihn nicht mehr schauen.
Seine Söhne müssen die Armen günstig stimmen, seine Hände müssen seine Habe zurückgeben.
Seine Kinder werden betteln gehen, und seine Hände müssen seine Habe wieder hergeben.
Strotzen von Jugendkraft auch seine Glieder, sie betten sich doch mit ihm in den Staub.
Seine Gebeine werden seine heimlichen Sünden wohl bezahlen, und sie werden sich mit ihm in die Erde legen.
Schmeckt süß das Böse in seinem Mund, birgt er es unter seiner Zunge,
Wenn ihm die Bosheit in seinem Munde wohl schmeckt, daß er sie birgt unter seiner Zunge,
spart er es auf und will nicht von ihm lassen, hält er es auch tief in seinem Gaumen fest,
daß er sie hegt und nicht losläßt und sie zurückhält in seinem Gaumen,
in seinem Innern verwandelt sich die Speise, sie wird in seinem Leib zu Natterngift.
so wird seine Speise inwendig im Leibe sich verwandeln in Otterngalle.
Das Gut, das er verschlungen hat, speit er aus; aus seinem Leib treibt Gott es heraus.
Die Güter, die er verschlungen hat, muß er wieder ausspeien, und Gott wird sie aus seinem Bauch stoßen.
Das Gift von Nattern saugt er ein, es tötet ihn der Viper Zunge.
Er wird der Ottern Gift saugen, und die Zunge der Schlange wird ihn töten.
Nicht darf er Bäche schauen, nicht Flüsse, die von Honig und Rahm fließen.
Er wird nicht sehen die Ströme noch die Wasserbäche, die mit Honig und Butter fließen.
Zurückgeben muss er seinen Gewinn, genießen darf er ihn nicht, darf sich nicht freuen am ertauschten Gut.
Er wird arbeiten, und des nicht genießen; und seine Güter werden andern, daß er deren nicht froh wird.
Denn Arme schlug er nieder, ließ sie liegen, raubte das Haus, das er nicht gebaut.
Denn er hat unterdrückt und verlassen den Armen; er hat Häuser an sich gerissen, die er nicht erbaut hat.
Denn kein Genug kennt er in seinem Bauch, drum entkommt er nicht mit seinen Schätzen.
Denn sein Wanst konnte nicht voll werden; so wird er mit seinem köstlichen Gut nicht entrinnen.
Nichts entgeht seinem Fraß, darum hält sein Glück auch nicht stand.
Nichts blieb übrig vor seinem Fressen; darum wird sein gutes Leben keinen Bestand haben.
Trotz vollen Überflusses kommt er in Not, die ganze Wucht des Elends fällt ihn an.
Wenn er gleich die Fülle und genug hat, wird ihm doch angst werden; aller Hand Mühsal wird über ihn kommen.
Und so geschieht es: Um des Frevlers Bauch zu füllen, lässt Gott auf ihn die Gluten seines Zornes los, lässt auf ihn regnen seine Schläge.
Es wird ihm der Wanst einmal voll werden, wenn er wird den Grimm seines Zorns über ihn senden und über ihn wird regnen lassen seine Speise.
Flieht er vor dem Eisenpanzer, durchbohrt ihn der Bogen aus Bronze.
Er wird fliehen vor dem eisernen Harnisch, und der eherne Bogen wird ihn verjagen.
Er zückte das Schwert und es kam heraus aus seinem Rücken, ein Blitz aus seiner Galle. Schrecken gehen über ihn hinweg.
Ein bloßes Schwert wird durch ihn ausgehen; und des Schwertes Blitz, der ihm bitter sein wird, wird mit Schrecken über ihn fahren.
Nur finsteres Unheil ist für ihn aufbewahrt, Feuer, von niemand entfacht, verzehrt ihn, frisst noch den letzten Mann in seinem Zelt.
Es ist keine Finsternis da, die ihn verdecken möchte. Es wird ihn ein Feuer verzehren, das nicht angeblasen ist; und wer übrig ist in seiner Hütte, dem wird’s übel gehen.
Der Himmel enthüllt seine Schuld, die Erde bäumt sich gegen ihn auf.
Der Himmel wird seine Missetat eröffnen, und die Erde wird sich wider ihn setzen.
Weggeführt wird der Ertrag seines Hauses, dahingerafft am Tag seines Zorns.
Das Getreide in seinem Hause wird weggeführt werden, zerstreut am Tage seines Zorns.