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Parallellesung der Bibel

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Auflage 2017

Lutherbibel

  • Gleich in der Frühe fassten die Hohepriester, die Ältesten und die Schriftgelehrten, also der ganze Hohe Rat, über Jesus einen Beschluss. Sie ließen ihn fesseln und abführen und lieferten ihn Pilatus aus.
  • Und bald am Morgen hielten die Hohenpriester einen Rat mit den Ältesten und Schriftgelehrten, dazu der ganze Rat, und banden Jesum und führten ihn hin und überantworteten ihn dem Pilatus.
  • Pilatus fragte ihn: Bist du der König der Juden? Er antwortete ihm: Du sagst es.
  • Und Pilatus fragte ihn: Bist du der König der Juden? Er antwortete aber und sprach zu ihm: Du sagst es.
  • Die Hohepriester brachten viele Anklagen gegen ihn vor.
  • Und die Hohenpriester beschuldigten ihn hart.
  • Da wandte sich Pilatus wieder an ihn und fragte: Willst du denn nichts dazu sagen? Sieh doch, wie viele Anklagen sie gegen dich vorbringen.
  • Pilatus aber fragte ihn abermals und sprach: Antwortest du nichts? Siehe, wie hart sie dich verklagen!
  • Jesus aber gab keine Antwort mehr, sodass Pilatus sich wunderte.
  • Jesus aber antwortete nichts mehr, also daß sich auch Pilatus verwunderte.
  • Jeweils zum Fest ließ Pilatus einen Gefangenen frei, den sie sich ausbitten durften.
  • Er pflegte aber ihnen auf das Osterfest einen Gefangenen loszugeben, welchen sie begehrten.
  • Damals saß gerade ein Mann namens Barabbas im Gefängnis, zusammen mit anderen Aufrührern, die bei einem Aufstand einen Mord begangen hatten.
  • Es war aber einer, genannt Barabbas, gefangen mit den Aufrührern, die im Aufruhr einen Mord begangen hatten.
  • Die Volksmenge zog zu Pilatus hinauf und verlangte, ihnen die gleiche Gunst zu gewähren wie sonst.
  • Und das Volk ging hinauf und bat, daß er täte, wie er pflegte.
  • Pilatus fragte sie: Wollt ihr, dass ich euch den König der Juden freilasse?
  • Pilatus aber antwortete ihnen: Wollt ihr, daß ich euch den König der Juden losgebe?
  • Er merkte nämlich, dass die Hohepriester Jesus nur aus Neid an ihn ausgeliefert hatten.
  • Denn er wußte, daß ihn die Hohenpriester aus Neid überantwortet hatten.
  • Die Hohepriester aber wiegelten die Menge auf, lieber die Freilassung des Barabbas zu fordern.
  • Aber die Hohenpriester reizten das Volk, das er ihnen viel lieber den Barabbas losgäbe.
  • Pilatus wandte sich von Neuem an sie und fragte: Was soll ich dann mit dem tun, den ihr den König der Juden nennt?
  • Pilatus aber antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Was wollt ihr denn, daß ich tue dem, den ihr beschuldigt, er sei der König der Juden?
  • Da schrien sie: Kreuzige ihn!
  • Sie schrieen abermals: Kreuzige ihn!
  • Pilatus entgegnete: Was hat er denn für ein Verbrechen begangen? Sie aber schrien noch lauter: Kreuzige ihn!
  • Pilatus aber sprach zu ihnen: Was hat er Übles getan? Aber sie schrieen noch viel mehr: Kreuzige ihn!
  • Darauf ließ Pilatus, um die Menge zufriedenzustellen, Barabbas frei. Jesus lieferte er, nachdem er ihn hatte geißeln lassen, zur Kreuzigung aus.
  • Pilatus aber gedachte, dem Volk genugzutun, und gab ihnen Barabbas los, und geißelte Jesum und überantwortete ihn, daß er gekreuzigt würde.
  • Die Soldaten führten ihn ab, in den Hof hinein, der Prätorium heißt, und riefen die ganze Kohorte zusammen.
  • Die Kriegsknechte aber führten ihn hinein in das Richthaus und riefen zusammen die ganze Schar
  • Dann legten sie ihm einen Purpurmantel um und flochten einen Dornenkranz; den setzten sie ihm auf
  • und zogen ihm einen Purpur an, und flochten eine dornene Krone und setzten sie ihm auf,
  • und grüßten ihn: Sei gegrüßt, König der Juden!
  • und fingen an, ihn zu grüßen: Gegrüßet seist du, der Juden König!
  • Sie schlugen ihm mit einem Stock auf den Kopf und spuckten ihn an, beugten die Knie und huldigten ihm.
  • Und schlugen ihm das Haupt mit dem Rohr und verspeiten ihn und fielen auf die Kniee und beteten ihn an.
  • Nachdem sie so ihren Spott mit ihm getrieben hatten, nahmen sie ihm den Purpurmantel ab und zogen ihm seine eigenen Kleider wieder an. KREUZWEG UND KREUZIGUNG: 15,20B–27 Dann führten sie Jesus hinaus, um ihn zu kreuzigen.
  • Und da sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Purpur aus und zogen ihm seine eigenen Kleider an und führten ihn aus, daß sie ihn kreuzigten.
  • Einen Mann, der gerade vom Feld kam, Simon von Kyrene, den Vater des Alexander und des Rufus, zwangen sie, sein Kreuz zu tragen.
  • Und zwangen einen, der vorüberging, mit Namen Simon von Kyrene, der vom Felde kam (der ein Vater war des Alexander und Rufus, daß er ihm das Kreuz trüge.
  • Und sie brachten Jesus an einen Ort namens Golgota, das heißt übersetzt: Schädelhöhe.
  • Und sie brachten ihn an die Stätte Golgatha, das ist verdolmetscht: Schädelstätte.
  • Dort reichten sie ihm Wein, der mit Myrrhe gewürzt war; er aber nahm ihn nicht.
  • Und sie gaben ihm Myrrhe im Wein zu trinken; und er nahm’s nicht zu sich.
  • Dann kreuzigten sie ihn. Sie verteilten seine Kleider, indem sie das Los über sie warfen, wer was bekommen sollte.
  • Und da sie ihn gekreuzigt hatten, teilten sie seine Kleider und warfen das Los darum, wer etwas bekäme.
  • Es war die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten.
  • Und es war um die dritte Stunde, da sie ihn kreuzigten.
  • Und eine Aufschrift gab seine Schuld an: Der König der Juden.
  • Und es war oben über ihm geschrieben was man ihm schuld gab, nämlich: Der König der Juden.
  • Zusammen mit ihm kreuzigten sie zwei Räuber, den einen rechts von ihm, den andern links. [28] DIE VERSPOTTUNG JESU DURCH DIE SCHAULUSTIGEN: 15,29–32
  • Und sie kreuzigten mit ihm zwei Mörder, einen zu seiner Rechten und einen zur Linken.
  • Die Leute, die vorbeikamen, verhöhnten ihn, schüttelten den Kopf und riefen: Ach, du willst den Tempel niederreißen und in drei Tagen wieder aufbauen?
  • Und die vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Häupter und sprachen: Pfui dich, wie fein zerbrichst du den Tempel und baust ihn in drei Tagen!
  • Rette dich selbst und steig herab vom Kreuz!
  • Hilf dir nun selber und steig herab vom Kreuz!
  • Ebenso verhöhnten ihn auch die Hohepriester und die Schriftgelehrten und sagten untereinander: Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten.
  • Desgleichen die Hohenpriester verspotteten ihn untereinander samt den Schriftgelehrten und sprachen: Er hat anderen geholfen, und kann sich selber nicht helfen.
  • Der Christus, der König von Israel! Er soll jetzt vom Kreuz herabsteigen, damit wir sehen und glauben. Auch die beiden Männer, die mit ihm zusammen gekreuzigt wurden, beschimpften ihn.
  • Ist er Christus und König in Israel, so steige er nun vom Kreuz, daß wir sehen und glauben. Und die mit ihm gekreuzigt waren, schmähten ihn auch.
  • Als die sechste Stunde kam, brach eine Finsternis über das ganze Land herein — bis zur neunten Stunde.
  • Und nach der sechsten Stunde ward eine Finsternis über das ganze Land bis um die neunte Stunde.
  • Und in der neunten Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme: Eloï, Eloï, lema sabachtani?, das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
  • Und um die neunte Stunde rief Jesus laut und sprach: Eli, Eli lama asabthani? das ist verdolmetscht: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
  • Einige von denen, die dabeistanden und es hörten, sagten: Hört, er ruft nach Elija!
  • Und etliche, die dabeistanden, da sie das hörten, sprachen sie: Siehe, er ruft den Elia.
  • Einer lief hin, tauchte einen Schwamm in Essig, steckte ihn auf ein Rohr und gab Jesus zu trinken. Dabei sagte er: Lasst, wir wollen sehen, ob Elija kommt und ihn herabnimmt.
  • Da lief einer und füllte einen Schwamm mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und tränkte ihn und sprach: Halt, laßt sehen, ob Elia komme und ihn herabnehme.
  • Jesus aber schrie mit lauter Stimme. Dann hauchte er den Geist aus.
  • Aber Jesus schrie laut und verschied.
  • Da riss der Vorhang im Tempel in zwei Teile von oben bis unten.
  • Und der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke von obenan bis untenaus.
  • Als der Hauptmann, der Jesus gegenüberstand, ihn auf diese Weise sterben sah, sagte er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn.
  • Der Hauptmann aber, der dabeistand ihm gegenüber und sah, daß er mit solchem Geschrei verschied, sprach: Wahrlich dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen!
  • Auch einige Frauen sahen von Weitem zu, darunter Maria aus Magdala, Maria, die Mutter von Jakobus dem Kleinen und Joses, sowie Salome;
  • Und es waren auch Weiber da, die von ferne solches schauten; unter welchen war Maria Magdalena und Maria, Jakobus des Kleinen und des Joses Mutter, und Salome,
  • sie waren Jesus schon in Galiläa nachgefolgt und hatten ihm gedient. Noch viele andere Frauen waren dabei, die mit ihm nach Jerusalem hinaufgezogen waren.
  • die ihm auch nachgefolgt waren, da er in Galiläa war, und gedient hatten, und viele andere, die mit ihm hinauf gen Jerusalem gegangen waren.
  • Da es Rüsttag war, der Tag vor dem Sabbat, und es schon Abend wurde,
  • Und am Abend, dieweil es der Rüsttag war, welcher ist der Vorsabbat,
  • ging Josef von Arimathäa, ein vornehmes Mitglied des Hohen Rats, der auch auf das Reich Gottes wartete, zu Pilatus und wagte es, um den Leichnam Jesu zu bitten.
  • kam Joseph von Arimathia, ein ehrbarer Ratsherr, welcher auch auf das Reich Gottes wartete. Der wagte es und ging hinein zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu.
  • Pilatus war überrascht, als er hörte, dass Jesus schon tot sei. Er ließ den Hauptmann kommen und fragte ihn, ob Jesus bereits gestorben sei.
  • Pilatus aber verwunderte sich, daß er schon tot war, und rief den Hauptmann und fragte ihn, ob er schon lange gestorben wäre.
  • Als er es vom Hauptmann erfahren hatte, überließ er Josef den Leichnam.
  • Und als er’s erkundet von dem Hauptmann, gab er Joseph den Leichnam.
  • Josef kaufte ein Leinentuch, nahm Jesus vom Kreuz, wickelte ihn in das Tuch und legte ihn in ein Grab, das in einen Felsen gehauen war. Dann wälzte er einen Stein vor den Eingang des Grabes.
  • Und er kaufte eine Leinwand und nahm ihn ab und wickelte ihn in die Leinwand und legte ihn in ein Grab, das war in einen Felsen gehauen, und wälzte einen Stein vor des Grabes Tür.
  • Maria aus Magdala aber und Maria, die Mutter des Joses, beobachteten, wohin er gelegt wurde.
  • Aber Maria Magdalena und Maria, des Joses Mutter, schauten zu, wo er hin gelegt ward.

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